Trennung von privat und geschäftlich – Rückblick b.FAST 13.05.2015

Nachdem das letzte Thema „Dos und Don’ts bei Facebook“ so viel Diskussionsstoff geboten hatte, tauschten wir uns im Mai über ein nicht weniger diskussionsbedürftiges Thema aus: „Trennung von privat und geschäftlich bei Facebook“. Die wesentlichen Fragen waren:

  • Sollte man privat und geschäftlich trennen?
  • Geht das überhaupt?
  • Was sind die Herausforderungen und Konsequenzen?

Einig waren wir uns zwar, dass man versuchen sollte, das private Umfeld vom geschäftlichen zu trennen, doch kamen wir auch zu dem Schluss, dass das gar nicht so einfach ist. Einen entsprechenden Impuls gab uns Frank Hamm:

Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion
Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion

In einem kurzen Impuls-Vortrag erzählte er uns, wie er mit dem Thema umgeht und was die wesentlichen Schwierigkeiten sind. Mehr dazu lesen Sie in seinem Blog.

Das nächste Mal wird der b.FAST Stammtisch am 10. Juni stattfinden. Ein passendes Diskussionsthema werden wir uns noch überlegen und bis dahin bekannt geben. Über Vorschläge Ihrerseits würden wir uns aber selbstverständlich auch sehr freuen!

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen – Rückblick b.FAST 11.3.2015

Hier nochmal in aller Kürze die Ideen, die ich am 11.3.2015 zur Diskussion gestellt habe.

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Dos:

  1. VERSUCHEN
    Jeder, der als mittelständischer Unternehmer oder kleiner Selbstständiger in einem Markt aktiv ist, in dem es mehr als 100 potentielle Kunden gibt, sollte ausprobieren, wie es sich auf Facebook anfühlt.
    Hier sind die Menschen, hier sind die Massen. Und noch gibt es keine andere Plattform mit der ich so viele Menschen auf einmal erreichen kann. Gerade wer Angst vor Zeitverschwendung hat, sollte erstmal Facebook ausprobieren, vor anderen sozialen Medien.
  2. ZUHÖREN
    Facebook und alle sozialen Medien sind kein Werbekanal. Es geht nicht darum in möglichst hoher Frequenz Meldungen abzusetzen. Es geht darum mit Menschen in einen Dialog zu kommen – durchaus mit technischen Hilfsmitteln. Aber damit das nicht schnell verpufft, ist ein wichtiger Teil der Präsenz auch das Beobachten der Aktivitäten anderer Menschen und das gezielte Eingehen darauf.
  3. ZIEL
    Erfolg in Facebook kann sich nur einstellen, wenn man sich klare Ziele setzt. Bei Zielen hat sich das SMART-Prinzip bewährt. Ziele müssen spezifisch, messbar, anspruchsvoll, relevant und terminiert sein. ‚Ich will Facebook nur mal ausprobieren‘ ist auch ein legitimes Ziel, wenn es SMART ausformuliert ist. Und es ist okay, wenn sich mit den Erfolgen und ggf. Misserfolgen die Ziele ändern.
  4. POSITION
    Wie bei jeder kommunikativen Tätigkeit von Unternehmen ist auch in Facebook zentral, dass man seine eigene Position genau kennt. Wer bin ich, was zeichnet mich gegenüber meinem Wettbewerb aus, was sollen die Leute über mich wissen. Je klarer das vorab formuliert ist, desto einfacher fallen dann die inhaltlichen Aktivitäten.
  5. TEAM
    Es macht viel Sinn, sich die Arbeit an Inhalten, das Reagieren auf Aktivitäten anderer, auf mehrere Schultern zu verteilen. Wohl dem der Mitarbeiter hat, die er in die Facebook-Arbeit einbinden kann. Aber auch Verabredungen mit dem eigenen Netzwerk über den Tausch von Inhalten, das Zuspielen von Bällen etc. hilft es enorm. Hier nützt es auch viel, wenn man seine Wettbewerber achtet und auch mal lobt .

 

Don’ts:

  1. MAUERN
    Aus der allgemeinen Angst vor Facebook – über die man lange und differenziert diskutieren könnte – resultiert oft die Neigung alles Private aus den unternehmerischen Aktivitäten herauszuhalten. Aber gerade das halte ich für falsch. Lange bevor es Facebook gab, haben erfolgreiche Vertriebler immer betont, wie wichtig das Zwischenmenschliche, das Private für ihren Erfolg ist. Wenn der Generaldirektor in dieselbe Grundschule gegangen ist, dasselbe exotische Hobby pflegt und im selben Krankenhaus Zivildienst gemacht hat, dann ist der Auftrag schon halb in der Tasche. Warum sollten wir diese Erkenntnis nicht auch in Facebook ausnutzen? Wo gerade diese Verknüpfung von privat und geschäftlich viel eleganter und zwangloser gelingen kann, als in den 5 Minuten, in denen man plötzlich im Büro des vorher völlig unbekannten Generaldirektor steht.
  2. SCHLAMPEN
    Wenn die erste Scheu vor Facebook gefallen ist, loten Neulinge gerne aus, was alles so geht. Dabei werden oft unglückliche Fehler gemacht und in der ganzen Begeisterung über die Leichtigkeit des Mediums vergessen, dass Facebook gerade für Unternehmer kein rechtsfreier Raum ist. Die AGBs von Facebook, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb oder das Urheberrecht sollten man schon im Blick haben, wenn auf einmal Gewinnspiele und Sonderangebote in Facebook platziert werden.
  3. GEIZ
    Facebook kostet Zeit und überraschender Weise auch Geld. Hier darf man in der Anfangsphase nicht zu geizig sein. Wie beim Sport wenn noch alles etwas ungelenk und wenig routiniert ist, kostet es halt mehr Kraft und Energie. Man muss sich bewusst sein, dass Facebook eine Investition ist. Aber wenn man ein klares Ziel hat, ist man auch in der Lage zu erkennen, ob sich die Investition lohnt und wo man nach einer Weile nachsteuern und optimieren kann.
  4. STRESS
    Es sind unheimlich viele Menschen mit guten Ratschlägen unterwegs, die einem genau sagen, was man posten soll, wie und wann. Von diesen Ratschlägen darf man sich aber nicht verrückt machen lassen. Man muss sich ausprobieren und seinen Stil finden. Die eigene Position und das eigene Ziel stehen ganz oben. Natürlich sollten man offen sein für Tipps und Hilfestellung – aber entspannt.
  5. UNGLÜCK
    Es ist keine Schande wieder aus Facebook rauszugehen, wenn man feststellt, dass es nicht den erhofften Erfolg bringt oder dass es nicht zum persönlichen Arbeitsstil passt und dass man die Facebook-Arbeit auch nicht an professionelle Kräfte auslagern kann. Wenn das so ist, empfiehlt sich der saubere Ausstieg statt des halbherzigen Weitermachens. Sauber finde ich z.B. wenn auf einer Facebook-Unternehmensseite klar steht, dass man sich gegen Facebook entschieden hat und dass man in einem anderen Medium oder über die eigene Internetseite zu finden ist. Das wird nicht jeder honorieren, aber ist immer noch viel besser als seine Besucher vor einem unaktuellen Facebook-Profil ratlos zurück zu lassen.

Als letztes hab ich dann noch 5 Tipps für Einsteiger vorgestellt. Auch die will ich hier nicht verschweigen.

Tipps:

  1. Bilder – Bilder – Videos
    Facebook ist ein visuelles Medium. Es geht darum seine Ideen, Neuigkeiten und Meinungen in Bilder zu kleiden. Wohl dem, der schöne, vorzeigbare Produkte hat. Videos hingegen sind mit Vorsicht zu genießen. Vielen Nutzern sind sie zu lang und wer seine Nutzer da einmal gelangweilt hat, hat viel Kredit verspielt. Aber da ein Video immer auch ein Standbild mit liefert, spricht nichts gegen wirklich spannende 30 Sekunden Bewegbilder.
  2. Fragen in Posts
    Dass der Dialog das Ziel ist, drückt sich zwar banal aber wirkungsvoll darin aus, dass Fragen wirkungsvoller sind als Aussagen. ‚Mir geht es gut‘ lässt wohl die meisten Nutzer kalt. ‚Bei dem schönen Wetter geh ich erstmal 2 Stunden raus und nicht ins Büro. Wie sieht das bei Euch aus?‘ hat da ganz anderes Potential.
  3. Menschen markieren in Unternehmensposts
    Menschen sind das A und O in Facebook. Nur leider erlaubt Facebook bei Nachrichten von Unternehmensseiten anders als bei persönlichen Posts nicht das einfache Hinzufügen von Personen, die mit dem Ereignis verbunden sind. Aber es gibt einen charmanten Umweg. Das Unternehmen postet einen Betrag mit Bild und ein persönlicher Nutzer fügt dann mittel ‚Markieren‘ dem Bild Personen hinzu.
  4. Go Mobile
    Facebook macht gleich mehr Spaß, geht schneller von der Hand und zeigt mehr Wirkung, wenn man dazu (auch) ein Smartphone einsetzt. Man sammelt mehr Bilder, kann Ideen schneller umsetzen und kann das eine oder andere Zeitfenster sinnvoll nutzen.
  5. b.FAST Workshops
    Ganz zum Schluss einen Tipp, der ein bisschen Werbung in eigener Sache ist. Wir werden in diesem Jahr 4 sogenannte b.FAST-Workshops durchführen, die sich explizit an Facebook-Anfänger richten. In 2 – 2,5 Stunden können die Teilnehmer live eigene Erfahrungen mit Facebook sammeln, ohne sich gleich ein eigenes Facebook-Konto anlegen zu müssen. Wie geht posten, wie geht teilen. Was ist der Unterschied zwischen einem persönlichen Profil und einer Unternehmensseite/Fanpage?Die Termine für die b.FAST-Workshops sind:
  • 15.4.2015
  • 17.6.2015
  • 26.8.2015
  • 25.11.2015

Jeweils von 18.30 bis 21.00 Uhr. Das ganze findet in den Räumen von KMB| in der Biebricher Allee statt. Kosten: 50,- pro Teilnehmer inkl. Getränke. Selbst wenn Sie selbst schon Facebook-Routiniert sind, vielleicht kennen Sie jemanden, dem die b.FAST-Workshops weiter helfen können.

 

Aber natürlich bietet auch der reguläre b.FAST-Stammtisch immer eine Fülle von wertvollen Anregungen von Experten und von aktiven Facebook-Anwendern. Der nächste Stammtisch findet am 8. April 2015 statt. Wie freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme.

b.FAST im November: Der optimale Facebook-Post

Beim letzten Stammtisch hat Michael A. Schmidt uns Kriterien für den optimalen Facebook-Post vorgestellt. Viele spannende Inhalte, die man sich jedoch nicht alle auf einmal behalten kann. Aus diesem Grund möchten wir hier noch einmal die komplette Präsentation vom 13. November bereitstellen. Auf diese Weise können sich diejenigen, die dabei gewesen sind, noch einmal die interessanten Tipps ins Gedächtnis rufen – alle anderen sehen, was sie verpasst haben!

Der nächste Satmmtsich wird am 11. Dezmeber wie gewohnt im Ratskeller Biebrich stattfinden. Um etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten, werden wir ein Social-Media-Wichteln veranstalten. Mehr dazu bei Facebook und Xing.

Malerischer Social Media Erfolg

Insgesamt 35 Gäste hatten gestern Abend zu uns gefunden, um Volker Geyer, dem Inhaber von Malerische Wohnideen, ihre Fragen stellen zu können. Gespannt hatten sie sich an den zwei langen Tafeln im Biebricher Ratskeller versammelt. Mit einer kurzen Einleitung begann unser Mit-Initiator Dr. Klaus M. Bernsau und eröffnete dann die Fragerunde. Die Anfangsfragen gingen zwar vom Herrn Bernsau aus, bald klinkten sich jedoch auch die übrigen Teilnehmer ein.

Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.
Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.

Obwohl Herr Geyer erst seit vier Monaten ein Smartphone besitzt und nicht einmal E-Mails darauf empfängt, gilt er als anerkannter Profi im Bereich Social Media. 15000 Twitter-Follower, insgesamt 40000 Kontakte, 12 Prozent mehr Website-Besucher jeden Monat – aber wie macht er das? „Mit dem nötigen Durchhaltevermögen und der Disziplin, die vielen oft fehlt“. Drei Stunden am Tag beschäftigt sich der Inhaber von Malerische Wohnideen mit den verschiedenen Plattformen – im Vordergrund stehen dabei Twitter, Xing und Facebook. Hinzu kommt, dass ihm seine Arbeit und der Umgang mit Social Media einfach Spaß machen. Er „kümmert“ sich um jeden seiner Kontakte und schreibt alle seine Blog-Beiträge selbst! Zu einem guten Beitrag gehören seiner Ansicht nach „ein gutes Bild und ein Mensch, der integriert ist – der Rest ergibt sich von selbst“.

Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.
Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.

Volker Geyer ist aber auch als Malermeister ein Spezialist und bietet eben nicht die Standardleistungen an, also möglichst viel Fläche zu bestem Preis. Das ist seiner Meinung nach viel wichtiger ist als Social Media. Er hat sich eine Nische gesucht, was er auch jedem anderen empfehlen würde. „Nicht Social Media macht erfolgreich, sondern ein Konzept und eine Positionierung“ – wohl eine der wichtigsten und prägnantesten Aussagen von Volker Geyer gestern Abend! Es reicht nicht, einfach eine Facebook Fanpage zu haben, die Strategie dahinter ist wichtig!

Natürlich plauderte Herr Geyer auch über andere Dinge aus dem Nähkästchen. „Man muss seine Grenzen kennen“, war eine seiner Aussagen. Irgendwann muss also Schluss sein, sodass sich Familie und Freunde nicht vernachlässigt fühlen. Das offene Interview dauerte gut anderthalb Stunden. Danach startete der persönliche Austausch bei Wein und Bier zwischen den Teilnehmern, sodass Volker Geyers Antworten in kleineren Runden sowie mit ihm unter vier Augen diskutiert werden konnten.

Wer dieses Mal das Thema spannend fand, kann sich auch schon auf den nächsten Monat freuen. Am 8. Mai haben wir Herrn Christian Wild von Loci GmbH zu uns eingeladen. Unter dem Motto „Wir machen Social Media Erfolge“ wird er uns erzählen, wie Social Media Marketing geht, wenn man es nicht selbst macht, sondern von spezialisierten Dienstleistern betreiben lässt. Das komplette Gegensatzprogramm zu Volker Geyers Malerischen Wohnideen also. Wir sind gespannt.

Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr b.FAST Team

Dr. Klaus M. Bernsau

Michael A. Schmidt

Inna Vornovitcaia

b.FAST präsentiert die Umfrage-Ergebnisse: Was wollen die b.FASTler?

Wie in der Einladung angekündigt, hat sich am 13. Februar alles rund um unsere Umfragen-Ergebnisse gedreht. In einer neuen Location – dem Biebricher Ratskeller mit seinen äußerst freundlichen Wirten – und einer angenehmen Runde konnten wir diese präsentieren sowie diskutieren.

Die Umfrage wurde insgesamt 37-mal beantwortet. Mit 50 Prozent waren die meisten Teilnehmer selbstständig und der Männeranteil der Beantwortungen war minimal größer als der Frauenanteil. Wie vermutet kamen die meisten Teilnehmer aus Wiesbaden, nur Wenige haben ihren Wohn- und Arbeitsort außerhalb des Wiesbaden-Mainz-Frankfurt-Dreiecks. Von den 37 Teilnehmern hat rund ein Drittel bereits öfter als dreimal am Stammtisch teilgenommen und ebenfalls ein Drittel noch gar nicht. Das heißt, es gibt schon einen harten Kern aber auch interessierte potentielle Teilnehmer. Mit diesen spannenden Hintergrundinformationen nun zu den zentralen Ergebnissen:

Eine der Fragen zielte auf die am wichtigsten erscheinenden Themen ab. Dabei haben sich vor allem die Themen „ROI – Wie kann man mit Facebook rechnen?“, „Rechtliche Rahmenbedingungen“ und „Wie erreiche ich virale Effekte“ als besonders wichtig herauskristallisiert:

Dagegen mussten wir feststellen, dass Themen wie „Katzen, Kinder und Klamauk – wie viel Persönliches gehört auf eine Facebook-Unternehmensseite“, „Branchenlösungen“ und „Shit Storm – Wie ist er zu vermeiden? Was tun, wenn er schon da ist?“ von sehr geringem Interesse zu sein scheinen. Dies hat uns natürlich etwas überrascht, da man heutzutage sehr viele Katzen-, Babys- und Katzen-Babys-Bilder auf Facebook-Unternehmensseiten vorfindet – und es scheint zu funktionieren!

In der Umfrage ging es auch um interessante Formate. Lange Präsentationen sind eher ungern gesehen, dafür sind kurze Impulsvorträge – gern auch mehrere hintereinander – die Favoriten. Ebenfalls interessant scheinen offener Erfahrungsaustausch und Problemrunden zu sein. Surfen – egal wie – möchten jedoch die Wenigsten, was uns wieder überraschte.

Auch Fragen zu der Location und den Örtlichkeiten für b.FAST hatte es ja gegeben. Dabei waren die Punkte „Parken“ und „Ruhe“ die meistgenannten Anforderungen an die neue Location. Gerade im Bezug darauf waren wir im Februar mit dem Ratskeller zufrieden, denn hier hatten die meisten einen Parkplatz direkt vor der Tür und der abgetrennte Raum, der uns zur Verfügung stand, sorgte für eine angenehme Austausch-Atmosphäre. Wir  werden uns aber weiterhin Gedanken über Alternativen machen und dabei die wertvollen Tipps aus der Umfrage aufgreifen und prüfen.

Im März werden wir uns erneut im Ratskeller Biebrich zusammenfinden. Dank der Umfrage-Ergebnisse wissen wir außerdem nun, wie b.FAST noch besser werden kann!

Ihr b.FAST Team

Dr. Klaus M. Bernsau, Michael A. Schmidt, Inna Vornovitcaia

2. b.FAST – heiße Themen in neuer Location

Frühlingshaft mild empfing Wiesbaden das runde Dutzend Besucher unseres 2. Live-Stammtischs am Mittwoch, dem 9. Mai. Bunt gemischt und damit ganz im Sinne von b.FAST war der Hintergrund der Besucher – von der Fotografin zum Handwerker, vom IT-Entwickler bis zum Medien-Berater, vom Traffic-Optimierer bis zur Anwältin, von der Immobilienberaterin bis zum Mediendesigner. Allen, die da waren, an dieser Stelle einen herzlichen Dank fürs Kommen und die engagierte Beteiligung!

Einladend präsentierte sich die neue Location: Das Insight in der Taunusstraße 38 ist ein entspannter Mix aus Café, Lifestyle-Boutique und Wohnzimmer in der Stadt. Als besonderen Pluspunkt hatten wir das Insight und seine freundliche Zuwendung mit tollem Service, leckeren Snacks und Getränken für uns allein. So konnten wir uns ungestört auf die Themen und Fragen des Abends konzentrieren. Und daran herrschte kein Mangel …

Timeline oder Deadline

Deutlich im Vordergrund stand bei fast allen das Thema, wie man Facebook und die übrigen sozialen Netzwerke möglichst effektiv, gewinnbringend und vor allem zeitoptimiert nutzen könne. Eine vollständige – und erfolgreiche – Bespielung der sozialen Netze kann schon bis zu 4 Stunden Arbeit pro Tag in Anspruch nehmen. Für viele Berufe und Tätigkeiten ist dies jedoch kaum vorstellbar. Sogar Agenturen, die für Ihre Kunden Online-Präsenz realisieren, kann es schwierig werden, neben der allgemeinen Workload auch noch den eigenen Auftritt zu gestalten. Allerdings gibt es inzwischen auch ein breites Spektrum an Dienstleistern, die entweder die tägliche Betreuung der Accounts und Kanäle direkt übernehmen oder durch automatisierte Verfahren Entlastung schaffen.

Ein Bild für tausend Worte

Ein zweiter Schwerpunkt, der von mehreren Teilnehmern auf unterschiedliche Weise angesprochen wurde, ist die Realisierung eines professionellen Erscheinungsbildes. Manchmal ist ja, wie z. B. auf Xing, das Profilfoto das einzige Bildelement und damit auch der einzige emotionale Anhaltspunkt. Gleichzeitig wissen wir, dass Bilder die am stärksten wahrgenommenen Elemente jeder Präsenz in den sozialen Netzen sind. “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”: Qualität und Professionalität sind also gerade bei diesem Thema besonders wichtig. Interessant war auch zu erfahren, dass Screen-Design inzwischen zu einem großen Teil die Anpassung auf mobile Endgeräte bedeuten kann: Wer SmartPhone & Co. in seinem Online-Auftritt ignoriert, muss schon heute mit Verlusten in der Wahrnehmung rechnen.

Analog und digital – Begegnung zweier Kulturen

Kann auch altehrwürdige Handwerkskunst von den neuen Techniken und Kanälen profitieren? Verändern die Geschwindigkeit und Perfektion digitaler Fotografie unsere Wahrnehmung? Und wie passt die Transparenz der Netze mit dem Erfordernis unbedingter Vertraulichkeit bei vielen beruflichen Tätigkeiten zusammen? Solche Fragen führten zu den lebendigsten Diskussionen des Abends. Und so unterschiedlich sie auch auf den ersten Blick wirken, lassen sie sich doch zu einem gemeinsamen Nenner zusammenführen: Wie verträgt sich die neue, manchmal sehr hektische Online-Welt mit dem gewohnten, analogen “Offline-Leben”?

b.FAST, be there

Auch bei diesem 2. Treffen hatten wir bewusst keinen thematischen Rahmen vorgegeben. Es wäre auch schade gewesen. Die offene und vielseitige Diskussion war so spannend, dass vier Stunden wie im Nu vergingen. Dennoch wollen wir solche interessanten Themen nicht immer nur streifen oder kurz andiskutieren. Spätestens nach der Sommerpause (der nächste b.FAST ist am 13. Juni, der darauf folgende am 8. August) sollen einzelne Fragen oder Schwerpunktthemen im Mittelpunkt der Live-Stammtische stehen. Das könnten die allgemeine Social Media Strategie sein, technische Grundlagen, ein sinnvolles Zeitmanagement, das Design für Facebook & Co. oder ein Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft. Oder oder oder.

Ihre Themenvorschläge sind dazu sehr willkommen: Schreiben Sie uns hier, in Facebook oder Xing Ihre Wünsche oder Angebote für eine Key Note (maximal 20 Minuten, Screen und Web-Anschluss stehen zur Verfügung)!

Wer sind wir und was wollen wir? – ein kurzer Rückblick auf das erste Mal b.FAST

Am 11. April hat unser erster b.FAST – Business Facebook Stammtisch im Alex in Wiesbaden stattgefunden – nun folgt auch endlich ein kurzer Bericht.

Wir konnten uns bei unserer Premiere einer sehr regen Teilnahme erfreuen: insgesamt kamen zu uns – den drei Veranstaltern – 17 Besucher. Vor allem die bunte Mischung hat uns sehr erfreut! Neben PR Beratern, Textern und Kommunikationsdesignern fanden auch Fotografen, Software-Entwickler und sogar Vermesser zu uns.

b.FAST – keine Expertenrunde

Eröffnet wurde der Stammtisch mit einer kurzen Begrüßung durch die beiden Hauptinitiatoren Michael A. Schmidt und Dr. Klaus M. Bernsau. Der b.FAST Business Facebook Stammtisch soll Menschen mit Fragen und Menschen mit Antworten zusammenbringen. Im Mittelpunkt steht dabei – wie der Name schon sagt – Facebook. Da die Vernetzung aber sehr wichtig ist, werden andere Soziale Medien Plattformen in die Diskussion miteingeschlossen. Wichtig ist: es handelt sich nicht um eine der üblichen Diskussionsrunden von/für Experten – jeder ist herzlich willkommen, gerade wer sich frisch und unvoreingenommen dem Thema nähert, und es gibt keine „blöden“ Fragen!

Nach dieser ersten Einführung stellten sich alle Teilnehmer vor und berichteten von ihren Erfahrungen mit Facebook und Co. So wurde schnell klar, wer sich an wen mit seinen Fragen wenden konnte und wer die nötigen Antworten parat hatte. In der nächsten Runde hatte jeder dann die Möglichkeit, den für sie/ihn  interessanten Teilnehmer direkt anzusprechen.

Und was war an diesem Abend besonders wichtig?

Diskutiert wurden ganz unterschiedliche Themen. „Wie bekomme ich viele Fans?“, „Kann man seine Fans selektieren?“ oder „Wie kann man durch Facebook an neue Mitarbeiter kommen?“ … Die Teilnehmer waren sich beispielsweise einig, dass Gewinnspiele zwar viele Fans bringen, diese aber in keinerlei Verbindung zum Unternehmen stehen und deshalb weder treu noch „zu gebrauchen“ sind. Es ist auch nicht wichtig, dass ein Unternehmen viele Fans hat. Wenige, die aber eine Bindung zum Unternehmen haben, bringen der Organisation unter Umständen viel mehr. Möchte man nach Zielgruppen selektieren, hat man bei Facebook dazu nur über Werbung die Möglichkeit, wie einer der Teilnehmer erklärte. Eigene Fans spezifisch anzusprechen, sei bei Facebook leider noch nicht möglich. Die Frage nach der Möglichkeit, durch Facebook an neue Mitarbeiter zu kommen, wurde ebenfalls heftig diskutiert.

Es gab auch einige weitere grundlegende Ergebnisse: Interessant für die Teilnehmer war zum Beispiel das Durchschnittsalter der Facebook-Nutzer und ob diese in ihr Kundenschema passen. Dieses Durchschnittsalter wollten wir – die Initiatoren – mit unserer Location-Wahl demonstrieren: Das Alex ist eine junge und einigermaßen hippe Location, in der man ganz sicher sehr viele Facebook-Nutzer findet. Andererseits kann man gerade in den älteren Zielgruppen die größten Zuwächse bei Facebook feststellen.

Einige Teilnehmer betonten auch mit Nachdruck, dass wenn man sich einmal für eine Facebook-Fanseite entschieden hat, diese mit einem großen Aufwand verbunden ist. Sie muss gepflegt werden und darf nicht einfach vor sich hin existieren – das sollte jedem, der sich dafür entschließt, bewusst sein. Einer der Gäste sprach sich zudem für Facebook-Gruppen aus. Diese seien viel besser für die direkte Kommunikation geeignet als Fan-Pages. Eine andere These war, dass die Facebook-Fan-Page die eigentliche Unternehmens-Homepage ablösen könnte und es in manchen Fällen auch bereits tut. Die Einen waren eben überzeugt, dass Facebook die Plattform der Zukunft sei, Andere vertraten wiederrum die Meinung, der Hype rund um die Plattform Facebook ginge wieder zurück. Dies konnte auch durch Zahlen von einigen Teilnehmern untermauert werden. Klar sollte aber auf jeden Fall sein, dass hinter einem Facebook-Auftritt – ganz egal in welcher Form – eine Strategie stecken sollte. Diese muss vor der Einrichtung einer Fan-Page oder einer Gruppe gut durchdacht werden. Was ist mein Ziel? Wer ist meine Zielgruppe? Was ist mir wichtig? – nur einige der Fragen, die man such am Anfang stellen sollte! Das sollte jedoch auf gar keinen Fall als Abschreckung missverstanden werden! Besser man fängt mit kleinen Schritten an und steigert sich, als wenn man gar nicht anfängt!

Nicht ohne meine anderen Plattformen – oder doch?

Natürlich haben sich die Teilnehmer an diesem Abend nicht nur über Facebook, sondern auch über andere virtuelle Plattformen wie Xing und Google+ austauschen wollen. Interessant war für sie beispielsweise, welche dieser Plattformen sich denn nun am besten für ein Unternehmen eignet. Dies konnte aber natürlich nicht allgemeingültig herausgearbeitet werden und wurde heftig diskutiert! Ein Marketingberater stellte sich als großer Fan von Google+ heraus und hielt es für sehr sinnvoll, diese Plattform zu nutzen. Ein Software-Entwickler versuchte dagegenzuhalten und erklärte, dass Google+ noch nicht bei der breiten Masse angekommen sei und oft nur aus fachlichem Interesse genutzt würde, weshalb es nicht so erfolgreich und für die Ziele der Teilnehmer eher ungeeignet wäre. Letztendlich konnten sie sich einigen, dass für jeden etwas anderes das Richtige sein kann – es ist nur wichtig, sich erst einmal ein Ziel zu setzten. Sie konnten sich ebenfalls darauf einigen, dass es auf keinen Fall schadet, Profile bei mehreren Plattformen aufzubauen – ganz im Gegenteil: Dies schien allen die beste Lösung zu sein, was auch b.FAST zeigt! Uns findet man nämlich sowohl auf einem eigenen Blog als auch bei Facebook und Xing. Natürlich muss man sich dabei aber über den größeren Aufwand im Klaren sein.

Zum Schluss noch ein kurzer Ausblick

Trotz des großen Interesses an den verschiedenen virtuellen Plattformen wurde ganz schnell klar, dass der direkte Kontakt immer noch unverzichtbare Qualitäten bietet, weshalb sich auch so viele für b.FAST Zeit genommen haben. Und genau aus diesem Grund wird der b.FAST Stammtisch auch weiter fortgeführt. Das nächste Mal soll er erneut ganz allgemein gehalten werden, so dass noch einmal über alles diskutiert werden kann. Die späteren Termine sollen jedoch alle unter einem eigenen Leitthema stattfinden. Vorschläge sind sehr willkommen, über diese wird dann in der Facebook-Gruppe abgestimmt. Die Themen mit den meisten Stimmen werden dann zu Leitthemen der nächsten Stammtische. Der Termin für das nächste Mal steht bereits fest: Wir treffen uns am 9. Mai wieder. Da wir mit der Lautstärke im ALEX unzufrieden waren, sind nun auch neue Örtlichkeiten organisiert: Auf Empfehlung eines der Teilnehmer würden wir b.FAST gerne in das Insight (http://insightwiesbaden.de/) in Wiesbaden verlegen. Nähere Infos hierzu folgen noch.

b.FAST Rhein-Main

Wie kann ein Unternehmen auf Facebook mit Kunden, Job-Interessenten und der Öffentlichkeit kommunizieren? Welche Themen und technischen Lösungen sind möglich und sinnvoll? Wie lassen sich Marke, Strategie und Inhalte mediengerecht darstellen? Und wie können spezifische Merkmale wie die Lebendigkeit und Kommunikationfreude der Facebook-Nutzer optimal genutzt werden?

Wer solche Fragen oder die Antworten dazu hat, ist bei b.FAST genau richtig!

b.FAST steht für den “Business Facebook Stammtisch Rhein-Main”. Er ist der entspannte Treffpunkt für Verantwortliche aus Agenturen und Unternehmen, Social-Media Experten und Entwickler. Unser Kernthema: Business via Facebook. Unser Leitgedanke: Jeder kann etwas beitragen – auch Fragen und Wissensbedarf helfen, alle gemeinsam voran zu bringen.

b.FAST – fühlen Sie sich eingeladen!