Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen Teil 2 – Rückblick bFast 08.04.2015

Bei dem b.FAST-Stammtisch im April ging es wieder um das Thema „Dos und Dont’s für Facebook-Einsteiger“. Dabei knüpften wir alle gemeinsam an den Impuls-Vortrag von Dr. Klaus M. Bernsau vom letzten Monat an. Die von ihm präsentierten Dos und Don’ts finden Sie hier. Auch im März wurde nach dem Vortrag schon rege diskutiert, was in Facebook gemacht werden sollte und was ein „No-Go“ ist. Diese Diskussion konnte nun weitergeführt werden.

Die b.FAST Teilnehmer im April
Die b.FAST Teilnehmer im April

Vom kompletten Facebook-Neuling bis zum Facebook-„Profi“ war wieder jeder vertreten, wodurch der eine oder andere Tipp ausgetauscht und viele Fragen beantwortet werden konnten:

  • Wie präsentiere ich mein Unternehmen am besten auf Facebook?
  • Wie kann ich mehr Leute mit meiner Seite erreichen?
  • Was sollte ich auf jeden Fall auf Facebook unterlassen, damit mein Einstieg erfolgreich wird?
  • Wie gehe ich mit Spam/Spammern um?
  • Warum ist Facebook für meine Inhalte die bessere Plattform als Xing? Und ist das tatsächlich so?
  • Wie gehe ich mit fremden Bildern um und was sind die besten Quellen?
  • Und und und…

Wieder wurde schnell klar: Facebook funktioniert definitiv nach dem „learning-by-doing“-Prinzip. Jedoch ist es auch sinnvoll, sich Tipps, Empfehlungen aber auch Warnungen von erfahreneren Nutzern einzuholen, um am Anfang nicht nur auf sich allein gestellt zu sein. Dies kann nämlich schnell überfordern.

Der nächste Stammtisch findet 13. Mai statt. Eine gesonderte Einladung wird es wieder wie immer in Facebook und Xing geben. Am 15. April findet jedoch zum ersten Mal ein Schnupper-Workshop für Facebook-Anfänger statt. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt es hier auf Facebook und hier in Xing.

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen – Rückblick b.FAST 11.3.2015

Hier nochmal in aller Kürze die Ideen, die ich am 11.3.2015 zur Diskussion gestellt habe.

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Dos:

  1. VERSUCHEN
    Jeder, der als mittelständischer Unternehmer oder kleiner Selbstständiger in einem Markt aktiv ist, in dem es mehr als 100 potentielle Kunden gibt, sollte ausprobieren, wie es sich auf Facebook anfühlt.
    Hier sind die Menschen, hier sind die Massen. Und noch gibt es keine andere Plattform mit der ich so viele Menschen auf einmal erreichen kann. Gerade wer Angst vor Zeitverschwendung hat, sollte erstmal Facebook ausprobieren, vor anderen sozialen Medien.
  2. ZUHÖREN
    Facebook und alle sozialen Medien sind kein Werbekanal. Es geht nicht darum in möglichst hoher Frequenz Meldungen abzusetzen. Es geht darum mit Menschen in einen Dialog zu kommen – durchaus mit technischen Hilfsmitteln. Aber damit das nicht schnell verpufft, ist ein wichtiger Teil der Präsenz auch das Beobachten der Aktivitäten anderer Menschen und das gezielte Eingehen darauf.
  3. ZIEL
    Erfolg in Facebook kann sich nur einstellen, wenn man sich klare Ziele setzt. Bei Zielen hat sich das SMART-Prinzip bewährt. Ziele müssen spezifisch, messbar, anspruchsvoll, relevant und terminiert sein. ‚Ich will Facebook nur mal ausprobieren‘ ist auch ein legitimes Ziel, wenn es SMART ausformuliert ist. Und es ist okay, wenn sich mit den Erfolgen und ggf. Misserfolgen die Ziele ändern.
  4. POSITION
    Wie bei jeder kommunikativen Tätigkeit von Unternehmen ist auch in Facebook zentral, dass man seine eigene Position genau kennt. Wer bin ich, was zeichnet mich gegenüber meinem Wettbewerb aus, was sollen die Leute über mich wissen. Je klarer das vorab formuliert ist, desto einfacher fallen dann die inhaltlichen Aktivitäten.
  5. TEAM
    Es macht viel Sinn, sich die Arbeit an Inhalten, das Reagieren auf Aktivitäten anderer, auf mehrere Schultern zu verteilen. Wohl dem der Mitarbeiter hat, die er in die Facebook-Arbeit einbinden kann. Aber auch Verabredungen mit dem eigenen Netzwerk über den Tausch von Inhalten, das Zuspielen von Bällen etc. hilft es enorm. Hier nützt es auch viel, wenn man seine Wettbewerber achtet und auch mal lobt .

 

Don’ts:

  1. MAUERN
    Aus der allgemeinen Angst vor Facebook – über die man lange und differenziert diskutieren könnte – resultiert oft die Neigung alles Private aus den unternehmerischen Aktivitäten herauszuhalten. Aber gerade das halte ich für falsch. Lange bevor es Facebook gab, haben erfolgreiche Vertriebler immer betont, wie wichtig das Zwischenmenschliche, das Private für ihren Erfolg ist. Wenn der Generaldirektor in dieselbe Grundschule gegangen ist, dasselbe exotische Hobby pflegt und im selben Krankenhaus Zivildienst gemacht hat, dann ist der Auftrag schon halb in der Tasche. Warum sollten wir diese Erkenntnis nicht auch in Facebook ausnutzen? Wo gerade diese Verknüpfung von privat und geschäftlich viel eleganter und zwangloser gelingen kann, als in den 5 Minuten, in denen man plötzlich im Büro des vorher völlig unbekannten Generaldirektor steht.
  2. SCHLAMPEN
    Wenn die erste Scheu vor Facebook gefallen ist, loten Neulinge gerne aus, was alles so geht. Dabei werden oft unglückliche Fehler gemacht und in der ganzen Begeisterung über die Leichtigkeit des Mediums vergessen, dass Facebook gerade für Unternehmer kein rechtsfreier Raum ist. Die AGBs von Facebook, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb oder das Urheberrecht sollten man schon im Blick haben, wenn auf einmal Gewinnspiele und Sonderangebote in Facebook platziert werden.
  3. GEIZ
    Facebook kostet Zeit und überraschender Weise auch Geld. Hier darf man in der Anfangsphase nicht zu geizig sein. Wie beim Sport wenn noch alles etwas ungelenk und wenig routiniert ist, kostet es halt mehr Kraft und Energie. Man muss sich bewusst sein, dass Facebook eine Investition ist. Aber wenn man ein klares Ziel hat, ist man auch in der Lage zu erkennen, ob sich die Investition lohnt und wo man nach einer Weile nachsteuern und optimieren kann.
  4. STRESS
    Es sind unheimlich viele Menschen mit guten Ratschlägen unterwegs, die einem genau sagen, was man posten soll, wie und wann. Von diesen Ratschlägen darf man sich aber nicht verrückt machen lassen. Man muss sich ausprobieren und seinen Stil finden. Die eigene Position und das eigene Ziel stehen ganz oben. Natürlich sollten man offen sein für Tipps und Hilfestellung – aber entspannt.
  5. UNGLÜCK
    Es ist keine Schande wieder aus Facebook rauszugehen, wenn man feststellt, dass es nicht den erhofften Erfolg bringt oder dass es nicht zum persönlichen Arbeitsstil passt und dass man die Facebook-Arbeit auch nicht an professionelle Kräfte auslagern kann. Wenn das so ist, empfiehlt sich der saubere Ausstieg statt des halbherzigen Weitermachens. Sauber finde ich z.B. wenn auf einer Facebook-Unternehmensseite klar steht, dass man sich gegen Facebook entschieden hat und dass man in einem anderen Medium oder über die eigene Internetseite zu finden ist. Das wird nicht jeder honorieren, aber ist immer noch viel besser als seine Besucher vor einem unaktuellen Facebook-Profil ratlos zurück zu lassen.

Als letztes hab ich dann noch 5 Tipps für Einsteiger vorgestellt. Auch die will ich hier nicht verschweigen.

Tipps:

  1. Bilder – Bilder – Videos
    Facebook ist ein visuelles Medium. Es geht darum seine Ideen, Neuigkeiten und Meinungen in Bilder zu kleiden. Wohl dem, der schöne, vorzeigbare Produkte hat. Videos hingegen sind mit Vorsicht zu genießen. Vielen Nutzern sind sie zu lang und wer seine Nutzer da einmal gelangweilt hat, hat viel Kredit verspielt. Aber da ein Video immer auch ein Standbild mit liefert, spricht nichts gegen wirklich spannende 30 Sekunden Bewegbilder.
  2. Fragen in Posts
    Dass der Dialog das Ziel ist, drückt sich zwar banal aber wirkungsvoll darin aus, dass Fragen wirkungsvoller sind als Aussagen. ‚Mir geht es gut‘ lässt wohl die meisten Nutzer kalt. ‚Bei dem schönen Wetter geh ich erstmal 2 Stunden raus und nicht ins Büro. Wie sieht das bei Euch aus?‘ hat da ganz anderes Potential.
  3. Menschen markieren in Unternehmensposts
    Menschen sind das A und O in Facebook. Nur leider erlaubt Facebook bei Nachrichten von Unternehmensseiten anders als bei persönlichen Posts nicht das einfache Hinzufügen von Personen, die mit dem Ereignis verbunden sind. Aber es gibt einen charmanten Umweg. Das Unternehmen postet einen Betrag mit Bild und ein persönlicher Nutzer fügt dann mittel ‚Markieren‘ dem Bild Personen hinzu.
  4. Go Mobile
    Facebook macht gleich mehr Spaß, geht schneller von der Hand und zeigt mehr Wirkung, wenn man dazu (auch) ein Smartphone einsetzt. Man sammelt mehr Bilder, kann Ideen schneller umsetzen und kann das eine oder andere Zeitfenster sinnvoll nutzen.
  5. b.FAST Workshops
    Ganz zum Schluss einen Tipp, der ein bisschen Werbung in eigener Sache ist. Wir werden in diesem Jahr 4 sogenannte b.FAST-Workshops durchführen, die sich explizit an Facebook-Anfänger richten. In 2 – 2,5 Stunden können die Teilnehmer live eigene Erfahrungen mit Facebook sammeln, ohne sich gleich ein eigenes Facebook-Konto anlegen zu müssen. Wie geht posten, wie geht teilen. Was ist der Unterschied zwischen einem persönlichen Profil und einer Unternehmensseite/Fanpage?Die Termine für die b.FAST-Workshops sind:
  • 15.4.2015
  • 17.6.2015
  • 26.8.2015
  • 25.11.2015

Jeweils von 18.30 bis 21.00 Uhr. Das ganze findet in den Räumen von KMB| in der Biebricher Allee statt. Kosten: 50,- pro Teilnehmer inkl. Getränke. Selbst wenn Sie selbst schon Facebook-Routiniert sind, vielleicht kennen Sie jemanden, dem die b.FAST-Workshops weiter helfen können.

 

Aber natürlich bietet auch der reguläre b.FAST-Stammtisch immer eine Fülle von wertvollen Anregungen von Experten und von aktiven Facebook-Anwendern. Der nächste Stammtisch findet am 8. April 2015 statt. Wie freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme.

Christian Wild von loci GmbH bei b.FAST: „Facebook vs. Google – Was bringt mehr für kleine und mittlere Unternehmen?“

Nachdem im April Herr Volker Geyer uns erzählt hat, wie er sein Social Media Marketing handgemacht betreibt, dass er dies für wichtig hält und wie viel Spaß er daran hat, stellte Herr Christian Wild am 8. Mai ein gegensätzliches Konzept vor. Unter dem Motto „Facebook vs. Google – Was bringt mehr für kleine und mittlere Unternehmen?“ zeigte er uns, wie man seine Facebook Fanpage und somit sein Social Media Marketing von Dienstleistern betreiben lassen kann und was für Ergebnisse dies mit sich bringt.

Herr Wild betonte ebenfalls vor allem, wie wichtig Social Media eigentlich sei. Ihm nach würden knapp 80 Prozent der Menschen durch die Bekanntheit der Marke oder des Unternehmens zu Kunden werden und nur 20 Prozent kämen durch aktives Suchen und somit durch Google. Also ist die Präsenz bei Facebook seiner Meinung nach nicht wegzudenken. Die Aktionen der Unternehmen für die Fans und die Interaktionen mit den Fans helfen, die Fans an die Betriebe und Marken zu binden – das geht bei Google nicht. Durch Facebook schaffen Unternehmen eigene Reichweite.

Herr Wilds Konzept scheint ganz einfach zu sein: Seine bestehende technische Plattform erlaubt es ihm und seinen Mitarbeiten sehr schnell und standardisiert Facebook Pages aufzubauen und die gewünschten Anwendungen und Aktionen anzubieten. So bekommt jeder Kunde günstig und schnell das, was er gerne möchte. Dank loci GmbH bekommen die Unternehmen mehr Fans, wodurch ihr Umsatz gesteigert wird. Beispielsweise werden Produkttestes veranstaltet. So können die Fans die jeweiligen Produkte im Rahmen des Produkttests erst einmal testen. Wenn die Produkte gefallen, werden die Fans diese auch weiterhin kaufen sowie weiterempfehlen und so eine Bindung zur Marke aufbauen. Im Gegensatz zu Volker Geyer jedoch, müssen die Kunden von Christian Wild nichts dafür tun – außer Bezahlen.

Da der Biebricher Ratskeller nun doch zu unserer Stamm-Location geworden ist, wird der nächste b.FAST Stammtisch – am 12. Juni – ebenfalls dort stattfinden. Dieses Mal wird uns Herr Reeb als Rechtsanwalt, der in Facebook aktiv ist, rechtliche Themen in Facebook von beiden Seiten beleuchten. Darauf freuen wir uns schon.

Ihr b.FAST Team

Malerischer Social Media Erfolg

Insgesamt 35 Gäste hatten gestern Abend zu uns gefunden, um Volker Geyer, dem Inhaber von Malerische Wohnideen, ihre Fragen stellen zu können. Gespannt hatten sie sich an den zwei langen Tafeln im Biebricher Ratskeller versammelt. Mit einer kurzen Einleitung begann unser Mit-Initiator Dr. Klaus M. Bernsau und eröffnete dann die Fragerunde. Die Anfangsfragen gingen zwar vom Herrn Bernsau aus, bald klinkten sich jedoch auch die übrigen Teilnehmer ein.

Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.
Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.

Obwohl Herr Geyer erst seit vier Monaten ein Smartphone besitzt und nicht einmal E-Mails darauf empfängt, gilt er als anerkannter Profi im Bereich Social Media. 15000 Twitter-Follower, insgesamt 40000 Kontakte, 12 Prozent mehr Website-Besucher jeden Monat – aber wie macht er das? „Mit dem nötigen Durchhaltevermögen und der Disziplin, die vielen oft fehlt“. Drei Stunden am Tag beschäftigt sich der Inhaber von Malerische Wohnideen mit den verschiedenen Plattformen – im Vordergrund stehen dabei Twitter, Xing und Facebook. Hinzu kommt, dass ihm seine Arbeit und der Umgang mit Social Media einfach Spaß machen. Er „kümmert“ sich um jeden seiner Kontakte und schreibt alle seine Blog-Beiträge selbst! Zu einem guten Beitrag gehören seiner Ansicht nach „ein gutes Bild und ein Mensch, der integriert ist – der Rest ergibt sich von selbst“.

Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.
Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.

Volker Geyer ist aber auch als Malermeister ein Spezialist und bietet eben nicht die Standardleistungen an, also möglichst viel Fläche zu bestem Preis. Das ist seiner Meinung nach viel wichtiger ist als Social Media. Er hat sich eine Nische gesucht, was er auch jedem anderen empfehlen würde. „Nicht Social Media macht erfolgreich, sondern ein Konzept und eine Positionierung“ – wohl eine der wichtigsten und prägnantesten Aussagen von Volker Geyer gestern Abend! Es reicht nicht, einfach eine Facebook Fanpage zu haben, die Strategie dahinter ist wichtig!

Natürlich plauderte Herr Geyer auch über andere Dinge aus dem Nähkästchen. „Man muss seine Grenzen kennen“, war eine seiner Aussagen. Irgendwann muss also Schluss sein, sodass sich Familie und Freunde nicht vernachlässigt fühlen. Das offene Interview dauerte gut anderthalb Stunden. Danach startete der persönliche Austausch bei Wein und Bier zwischen den Teilnehmern, sodass Volker Geyers Antworten in kleineren Runden sowie mit ihm unter vier Augen diskutiert werden konnten.

Wer dieses Mal das Thema spannend fand, kann sich auch schon auf den nächsten Monat freuen. Am 8. Mai haben wir Herrn Christian Wild von Loci GmbH zu uns eingeladen. Unter dem Motto „Wir machen Social Media Erfolge“ wird er uns erzählen, wie Social Media Marketing geht, wenn man es nicht selbst macht, sondern von spezialisierten Dienstleistern betreiben lässt. Das komplette Gegensatzprogramm zu Volker Geyers Malerischen Wohnideen also. Wir sind gespannt.

Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr b.FAST Team

Dr. Klaus M. Bernsau

Michael A. Schmidt

Inna Vornovitcaia

b.FAST im Momo’s – die Dritte: Von Rooibostee und Ernten in Afrika

Unser Treffen am 10. Oktober in der Momo’s Bar konnte sich wieder voll und ganz auf die Diskussionswünsche seiner Gäste konzentrieren. Da dieses Mal unsere Runde besonders klein gewesen ist, war es nicht schwer, sich für ein neues und spannendes Thema zu entscheiden und dazu viele Ideen und Anregungen zu sammeln.

Unser Netzwerkpartner Werner Reeb hat sich mit dem Unternehmen Carpe Farm Direct UG seinen Traum vom Vertrieb direkt importierten Rooibostees erfüllen können. Unter der Marke „ayoba“ werden die qualitativ hochwertigen Teesorten vertrieben.

Insbesondere für Start-Up-Unternehmen ist es interessant, sich frühzeitig eine individuelle Vermarktungsstrategie über Facebook zu überlegen. Soll der Tee als Wellness-Produkt oder als ein traditionell afrikanisches Produkt positioniert werden und was wären die damit verbundenen Distributionskanäle? Nach sorgfältiger Überlegung innerhalb der Diskussionsgruppe kristallisierte sich letztendlich ein über Facebook vernetztes Online-Shop-System als sehr effektiver Absatzkanal heraus.

Bei dieser Strategie ist natürlich wichtig, dass die Facebook-Fangemeinde stets mit interessanten Posts versorgt wird. Nur so sind dauerhaftes Interesse und Weiterempfehlungen zu gewährleisten. Dafür scheinen aber die Produkte, die Herr Reeb gemeinsam mit seinem Geschäftspartner vertreiben wird, hervorragendes Potential zu haben. Die Gruppe sah beispielsweise im Prozess des Anbaus und der Ernte in Afrika spannendes Bildmaterial. Je nach Positionierung kann man aber selbstverständlich noch viel mehr in Facebook machen.

Also auch bei dem inzwischen sechsten b.FAST wurde wieder fleißig diskutiert – wenn auch ausnahmsweise in deutlich kleinerer Runde. Nun freuen wir uns auf das nächste Mal, das hoffentlich wieder mindestens genauso erfolgreich sein wird!

Social Media und Datenschutz: Was Unternehmer wissen sollten

Informationen, Daten, Bilder – im Internet gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Und wir alle teilen, kommentieren und veröffentlichen, was das Zeug hält. Doch auch hier, wo manche Nutzer freiwillig ihre intimsten Geheimnisse offenbaren, gilt der Datenschutz. Was vor allem Unternehmen beachten sollten, war am 5. Juni in Hofheim Thema eines Vortrags des Datenschutzfachmanns Ralf Becker von der daschug.

Datenschutz ist kein Hexenwerk. Das meiste daran wird bzw. würde von einem seriösen, sorgfältig arbeitenden Unternehmen ohnehin beachtet. Schließlich gibt es Datensammlungen schon seit Jahrtausenden, und ob auf Tontäfelchen, Karteikarten oder Festplatten, ist dabei sekundär.

Risikozone Facebook

Schwierig wird es in Bereichen, die so neu sind, dass bisher weder der Gesetzgeber noch die Rechtsprechung eine wirkliche Richtschnur bieten. Leider zählen die sozialen Netze zu dieser Gruppe. Insbesondere Facebook sticht hervor: So geht zur Zeit der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein gegen Like-Buttons und Fanpages vor, da mit diesen Diensten quasi zwangsläufig gegen “das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH) verstoßen” wird (Quelle: Computerbild).

Für den heute fast allgegenwärtigen Like-Button hat sich inzwischen die sogenannte 2-Klick-Lösung etabliert. So werden Daten nicht mehr ungefragt an die Facebook-Server in den USA übermittelt, sondern erst nach einem entsprechenden Hinweis. Für die Praxis bietet der renommierte Web-Dienst Heise ein Plug-in zum kostenlosen Download.

Ebenfalls leicht lösen lässt sich die für alle Unternehmens-Webseiten geltende Impressumspflicht. Entweder findet das korrekte Impressum auf der Info-Seite der Fanpage Platz. Oder ein eindeutig gekennzeichneter Link führt – Vorschrift: mit nur 1 Klick – auf das Impressum der eigenen Website.

Bisher ungelöst ist die Frage, wie der Datenstrom kontrolliert – und begrenzt – werden könnte, der durch die Fanpage-Nutzung abfließt. Hinweise darüber an die Nutzer auf der Info-Seite würden wohl die rechtliche Position des Unternehmens etwas verbessern. Doch für Laien bleiben Mechanismen und Inhalte der Datenweitergabe an Facebook auch damit kaum nachvollziehbar. Somit bewegt sich streng genommen jedes Unternehmen mit einer Fanpage bereits in einer rechtlichen Grauzone.

Partylöwe oder Extremsportlerin?

Wer möchte nicht gern wissen, ob er als Arbeitgeber einem neuen Mitarbeiter trauen kann? Da bewirbt sich eine offenbar sehr sportliche junge Frau, oder der neue Abteilungsleiter strahlt Fröhlichkeit für zwei aus. Nun heißt es standhaft bleiben: Das Facebook-Profil und ähnliche Seiten des Bewerbers sind tabu! Was diese Menschen privat online veröffentlichen, darf keinen Einfluss auf die Entscheidung zur Einstellung haben.

Wer die Weisheit dieser etwas weltfremd wirkenden Regelung nicht nachvollziehen kann, sollte bedenken, dass das auch andersherum funktioniert: Der online tadellos wirkende Familienvater ist in Wirklichkeit vielleicht ein einsamer Kneipengänger, und die bildungsbeflissene Jungakademikerin feiert mehrfach pro Woche die Nächte durch.

Eine Ausnahme bilden Plattformen wie Xing. Hier wird vorausgesetzt, dass die Profile zur beruflichen Präsentation angelegt wurden. Sie anzuschauen und sich beim Vorstellungsgespräch darauf zu beziehen, ist Arbeitgebern also erlaubt.

Eine Feier, die ist lustig …

Besondere Beachtung sollte Bildern von Mitarbeitern gelten, die in den sozialen Netzen veröffentlich werden. Ein seriöses Passfoto zur Vorstellung eines Vertriebsmitarbeiters wird kaum ein Problemfall werden. Doch wie sieht es bei dem Werbemotiv mit der hübschen Sekretärin für das neue Produkt aus? Oder gar mit dem Bericht von der feuchtfröhlichen Firmenfeier?

Grundsätzlich der beste Weg – und nicht nur für online veröffentlichte Bilder – ist, sich von den Mitarbeitern vorab eine schriftliche Einwilligung zu holen. Dabei sollte auch eine Regelung enthalten sein, was mit den Bildern geschieht, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen irgendwann verlässt. Einen Haken allerdings hat die Sache dennoch: Diese Einwilligungen müssen widerrufbar sein. Unklar ist dabei vorerst die Rechtslage, wo Bilder in sozialen Netzen geteilt werden können oder u.U. überhaupt nicht löschbar sind.

Fazit: Die meisten Datenschutzfragen beim Einsatz von Social Media für Unternehmen lassen sich leicht lösen. Es bleibt jedoch ein Rest Unsicherheit. Wer sich da zusätzlich absichern möchte, sollte sich auf jeden Fall an eine Beratung wie die daschug wenden.

 

 

Wer sind wir und was wollen wir? – ein kurzer Rückblick auf das erste Mal b.FAST

Am 11. April hat unser erster b.FAST – Business Facebook Stammtisch im Alex in Wiesbaden stattgefunden – nun folgt auch endlich ein kurzer Bericht.

Wir konnten uns bei unserer Premiere einer sehr regen Teilnahme erfreuen: insgesamt kamen zu uns – den drei Veranstaltern – 17 Besucher. Vor allem die bunte Mischung hat uns sehr erfreut! Neben PR Beratern, Textern und Kommunikationsdesignern fanden auch Fotografen, Software-Entwickler und sogar Vermesser zu uns.

b.FAST – keine Expertenrunde

Eröffnet wurde der Stammtisch mit einer kurzen Begrüßung durch die beiden Hauptinitiatoren Michael A. Schmidt und Dr. Klaus M. Bernsau. Der b.FAST Business Facebook Stammtisch soll Menschen mit Fragen und Menschen mit Antworten zusammenbringen. Im Mittelpunkt steht dabei – wie der Name schon sagt – Facebook. Da die Vernetzung aber sehr wichtig ist, werden andere Soziale Medien Plattformen in die Diskussion miteingeschlossen. Wichtig ist: es handelt sich nicht um eine der üblichen Diskussionsrunden von/für Experten – jeder ist herzlich willkommen, gerade wer sich frisch und unvoreingenommen dem Thema nähert, und es gibt keine „blöden“ Fragen!

Nach dieser ersten Einführung stellten sich alle Teilnehmer vor und berichteten von ihren Erfahrungen mit Facebook und Co. So wurde schnell klar, wer sich an wen mit seinen Fragen wenden konnte und wer die nötigen Antworten parat hatte. In der nächsten Runde hatte jeder dann die Möglichkeit, den für sie/ihn  interessanten Teilnehmer direkt anzusprechen.

Und was war an diesem Abend besonders wichtig?

Diskutiert wurden ganz unterschiedliche Themen. „Wie bekomme ich viele Fans?“, „Kann man seine Fans selektieren?“ oder „Wie kann man durch Facebook an neue Mitarbeiter kommen?“ … Die Teilnehmer waren sich beispielsweise einig, dass Gewinnspiele zwar viele Fans bringen, diese aber in keinerlei Verbindung zum Unternehmen stehen und deshalb weder treu noch „zu gebrauchen“ sind. Es ist auch nicht wichtig, dass ein Unternehmen viele Fans hat. Wenige, die aber eine Bindung zum Unternehmen haben, bringen der Organisation unter Umständen viel mehr. Möchte man nach Zielgruppen selektieren, hat man bei Facebook dazu nur über Werbung die Möglichkeit, wie einer der Teilnehmer erklärte. Eigene Fans spezifisch anzusprechen, sei bei Facebook leider noch nicht möglich. Die Frage nach der Möglichkeit, durch Facebook an neue Mitarbeiter zu kommen, wurde ebenfalls heftig diskutiert.

Es gab auch einige weitere grundlegende Ergebnisse: Interessant für die Teilnehmer war zum Beispiel das Durchschnittsalter der Facebook-Nutzer und ob diese in ihr Kundenschema passen. Dieses Durchschnittsalter wollten wir – die Initiatoren – mit unserer Location-Wahl demonstrieren: Das Alex ist eine junge und einigermaßen hippe Location, in der man ganz sicher sehr viele Facebook-Nutzer findet. Andererseits kann man gerade in den älteren Zielgruppen die größten Zuwächse bei Facebook feststellen.

Einige Teilnehmer betonten auch mit Nachdruck, dass wenn man sich einmal für eine Facebook-Fanseite entschieden hat, diese mit einem großen Aufwand verbunden ist. Sie muss gepflegt werden und darf nicht einfach vor sich hin existieren – das sollte jedem, der sich dafür entschließt, bewusst sein. Einer der Gäste sprach sich zudem für Facebook-Gruppen aus. Diese seien viel besser für die direkte Kommunikation geeignet als Fan-Pages. Eine andere These war, dass die Facebook-Fan-Page die eigentliche Unternehmens-Homepage ablösen könnte und es in manchen Fällen auch bereits tut. Die Einen waren eben überzeugt, dass Facebook die Plattform der Zukunft sei, Andere vertraten wiederrum die Meinung, der Hype rund um die Plattform Facebook ginge wieder zurück. Dies konnte auch durch Zahlen von einigen Teilnehmern untermauert werden. Klar sollte aber auf jeden Fall sein, dass hinter einem Facebook-Auftritt – ganz egal in welcher Form – eine Strategie stecken sollte. Diese muss vor der Einrichtung einer Fan-Page oder einer Gruppe gut durchdacht werden. Was ist mein Ziel? Wer ist meine Zielgruppe? Was ist mir wichtig? – nur einige der Fragen, die man such am Anfang stellen sollte! Das sollte jedoch auf gar keinen Fall als Abschreckung missverstanden werden! Besser man fängt mit kleinen Schritten an und steigert sich, als wenn man gar nicht anfängt!

Nicht ohne meine anderen Plattformen – oder doch?

Natürlich haben sich die Teilnehmer an diesem Abend nicht nur über Facebook, sondern auch über andere virtuelle Plattformen wie Xing und Google+ austauschen wollen. Interessant war für sie beispielsweise, welche dieser Plattformen sich denn nun am besten für ein Unternehmen eignet. Dies konnte aber natürlich nicht allgemeingültig herausgearbeitet werden und wurde heftig diskutiert! Ein Marketingberater stellte sich als großer Fan von Google+ heraus und hielt es für sehr sinnvoll, diese Plattform zu nutzen. Ein Software-Entwickler versuchte dagegenzuhalten und erklärte, dass Google+ noch nicht bei der breiten Masse angekommen sei und oft nur aus fachlichem Interesse genutzt würde, weshalb es nicht so erfolgreich und für die Ziele der Teilnehmer eher ungeeignet wäre. Letztendlich konnten sie sich einigen, dass für jeden etwas anderes das Richtige sein kann – es ist nur wichtig, sich erst einmal ein Ziel zu setzten. Sie konnten sich ebenfalls darauf einigen, dass es auf keinen Fall schadet, Profile bei mehreren Plattformen aufzubauen – ganz im Gegenteil: Dies schien allen die beste Lösung zu sein, was auch b.FAST zeigt! Uns findet man nämlich sowohl auf einem eigenen Blog als auch bei Facebook und Xing. Natürlich muss man sich dabei aber über den größeren Aufwand im Klaren sein.

Zum Schluss noch ein kurzer Ausblick

Trotz des großen Interesses an den verschiedenen virtuellen Plattformen wurde ganz schnell klar, dass der direkte Kontakt immer noch unverzichtbare Qualitäten bietet, weshalb sich auch so viele für b.FAST Zeit genommen haben. Und genau aus diesem Grund wird der b.FAST Stammtisch auch weiter fortgeführt. Das nächste Mal soll er erneut ganz allgemein gehalten werden, so dass noch einmal über alles diskutiert werden kann. Die späteren Termine sollen jedoch alle unter einem eigenen Leitthema stattfinden. Vorschläge sind sehr willkommen, über diese wird dann in der Facebook-Gruppe abgestimmt. Die Themen mit den meisten Stimmen werden dann zu Leitthemen der nächsten Stammtische. Der Termin für das nächste Mal steht bereits fest: Wir treffen uns am 9. Mai wieder. Da wir mit der Lautstärke im ALEX unzufrieden waren, sind nun auch neue Örtlichkeiten organisiert: Auf Empfehlung eines der Teilnehmer würden wir b.FAST gerne in das Insight (http://insightwiesbaden.de/) in Wiesbaden verlegen. Nähere Infos hierzu folgen noch.