„Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ – so war b.FAST im November

Wie bereits angekündigt startete im Oktober unsere Vortragsreihe mit dem Motto „Der Blick über den Tellerrand von Facebook – Aktuelle Trends von Social Media und Online-Kommunikation“. Den Anfang machte Michael A. Schmidt mit seinem Impulsvortrag zu Sozialen Medien heute.

Im November stellte uns Frank Hamm (Frank Hamm Kommunikation und Kollaboration) nun das Thema „Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ vor. In seinem Impulsvortrag berichtete er zu Anfang von iKoKo. Eine Unkonferenz beschreibt das Gegenteil einer typischen Konferenz: es gibt kein fest vorgeschriebenes Programm und auch die Referenten ergeben sich erst spontan – nur um einige Beispiele zu nennen.

b.FAST im November im kleinen König in Wiesbaden
b.FAST im November im kleinen König in Wiesbaden

In diesem Zusammenhang hat Frank Hamm auch das Barcamp-Format geschildert und kurz das OpenSpace-Format umrissen. Dabei zeigte er sowohl Überschneidungen als auch Differenzen dieser beiden Konferenz- bzw. Unkonfrenz-Formate auf. Während OpenSpace insgesamt mehr einen Workshop-Charakter aufweist, geht es beim Barcamp tatsächlich um das Präsentieren – sei es eines bestimmten, ganzheitlichen Themas, nur einer groben Idee oder auch einer Fragestellung. Die Referenten melden sich zu Beginn eines Barcamps freiwillig und werden je nach Anzahl der Interessierten ausgewählt. Anschließend finden die Sessions mit diesen Referenten statt, die die anderen Teilnehmer besuchen können. Entspricht eine Session nicht den eigenen Erwartungen, erlaubt es die lockere Atmosphäre einer Unkonferenz, diese Session zu verlassen und zu einer anderen zu gehen oder einfach am Kaffeeautomaten ein Gespräch anzufangen.

 

Wir danken Frank Hamm auch auf diesem Weg noch einmal für seinen interessanten und aufschlussreichen Vortrag!

Außerdem freuen wir uns jetzt schon auf den Dezember-Termin (14.12.), bei dem wir alle b.FASTler recht herzlich zum Glühwein-Umtrunk auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt einladen! Der genaue Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Im Januar geht es dann weiter mit unserer Vortragsreihe – am 11.1. wird uns Manuel Conrad (CEO bei Merkurist.de) das Thema „Das Online-Nachrichtenportal Merkurist.de: Journalismus im Zeitalter der Online-Kommunikation“ vorstellen.

Wie immer freuen wir uns auf Sie!

„Jung gegen Alt – Typische Inhalte im Facebook-Feed“ – So war‘s

Das Thema des März-b.FAST war wie ange­kündigt „Jung gegen Alt – Typische Inhalte im Facebook-Feed“. Klaus Bernsau und zwei Kolle­ginnen von KMB| haben jeweils zehn typische Inhalte ihrer Facebook-Feeds vorstellt. Ziel war es, zu schauen, wie die Inhalte variieren und was für Auf­fälligkeiten und Tendenzen wir feststellen können, schließlich gehen verschiedene Ziel­gruppen auch unter­schiedlich mit Facebook um. Dabei fragten wir uns beispiels­weise „Wie unterscheiden sich die Nutzungs­gewohnheiten?“ aber auch „Wie spricht man am besten junge Leute an und wie ältere?“ oder „Wem gefallen eher Bilder, wem Videos und wem eher Texte?“.

Tatsächlich konnten wir feststellen, dass sich die Inhalte unterscheiden. Während die jüngere Generation mehr Spaß- und Lifestyle-basierte Posts sieht, nimmt die ältere Generation die Facebook-Angelegenheit deutlich ernster. Das mag natürlich auch daran liegen, dass sich die Hobbys der Vortragenden – wahrscheinlich auch dem Alter geschuldet – unterscheiden. Die beiden jungen Kolle­ginnen sehen mehr Fitness- und Ernährungs­tipps, der etwas ältere Klaus Bernsau dagegen Posts von Geschäfts­partner, Themen aus dem Bereich der Unternehmens­kommunikation sowie Posts rund um seine Wahl-Heimat Wiesbaden.

Die Posts "Jung gegen Alt".
Die Posts “Jung gegen Alt”.

Natürlich gab es auch Überschneidungen – sie alle finden so gut wie täglich Geburtstags-Posts ihrer Freunde in ihrem Feed oder auch Veranstaltungen, die ihre Freunde interessieren. Viel mehr sehen sie von ihren Freunden oder gar Bekannten aber nicht. Man könnte spekulieren, dass hier der ausgetüftelte Facebook-Algorithmus dahintersteckt, der Unternehmensseiten nach oben und Freundesposts nach unten pusht. Viel wahrscheinlich ist jedoch die Theorie, dass junge Menschen immer weniger in Facebook und immer mehr in anderen Social Networks preisgeben – zum Beispiel auf Instagram oder Snapchat.

Die Geburtstagsposts bei Facebook.
Die Geburtstagsposts bei Facebook.

Was sie alle nicht sehen: Shit­storms. Was etwas überraschend ist, schließlich gibt es bei Shit­storms fast die meisten Inter­aktionen. Alle nutzen die Gelegenheit, um dem Unternehmen auch mal zu sagen, dass der Akku viel zu wenig durchhält oder die neue Motori­sierung so gar nicht umwelt­freundlich ist.

Die anschließende Diskussion ergab aber letzt­endlich, dass auch wenn es „junge“ und „ältere“ Tendenzen gibt, die Facebook-Nutzer keines­falls gleich sind. Die einen mögen Gewinn­spiele, die anderen Katzen­videos und die nächsten wollen sich bloß auf Facebook-Fanpages von Zeitungen über das Welt­geschehen informieren. Nur weil man junge Menschen als Ziel­gruppe hat, heißt das nicht zwangs­läufig, dass man sie mit witzigen Posts locken kann. Wichtig sind vor allem der Bezug zum Unternehmen und der Mehrwert. Letzteres kann man aber wahr­scheinlich erst durch Aus­probieren bestimmen.

Nachdem es im März so anregend und unterhaltsam war, freuen wir uns nun natürlich umso mehr auf den April. Konkretes Thema und die Einladungen werden demnächst folgen!

Erfolg mit Social Media Marketing sichtbar machen – Kenngrößen für eine quantitative Ergebnisbestimmung

Der erste Business Facebook Stammtisch im Jahr 2016 startete mit einem Impuls-Vortrag über das Sichtbarmachen des Erfolgs im Social Media Marketing. Fast jeder Unternehmer kennt schließlich die Schwierigkeiten: eine Facebook-Unternehmens-Fanseite besitzen, interessanten und bedeutenden Content posten, Likes generieren und die Zahl der Fans steigern – doch was bringt das Ganze überhaupt? Wie man sich diesem Thema am besten nähert, zeigte uns Michael A. Schmidt in seinem Vortrag.

Nach einer kurzen Einführung in das Marketing und die Markenwahrnehmung allgemein, ging es ans Eingemachte. Um einen Erfolg messen zu können, müssen numerische Kenngrößen ermittelt werden. Das heißt, wie viele Fans/Follower gibt es, wie viele Seitenaufrufe, wie viele Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte), wie viel negatives Feedback bekommt das Unternehmen usw. Für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) erscheint das als überschaubare Arbeit, da die Masse an Interaktionen überschaubar ist, große Unternehmen mit vielen Followern und Interaktionen haben wesentlich mehr Informationen zum Auswerten. Allerdings haben eben diese auch das dafür benötigte Social Media Team die Interaktionen zu analysieren; KMU dagegen haben selten die nötigen Ressourcen. Es ist nicht nur wichtig die Anzahl der verschiedenen Interaktionen aufzulisten, sondern es ist auch wichtig diese zu analysieren und auszuwerten. Dafür werden zum Beispiel die Kommentare der Fans in unterschiedliche Tonfälle einsortiert. Hier ein Beispiel des Referenten:

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Durchschnittlich hat jedes KMU in Deutschland 387 Fans. Teilt man diesen Wert durch die durchschnittliche Anzahl an Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte usw.), erhält man eine sogenannte Engagement-Rate. Je höher diese ist, desto mehr Wachstum bei der Fan- bzw. Followerzahl! Der Erfolg einer Facebook Seite lässt sich also prozentual bestimmen: liegt der Wert unter 0,64% Wachstum, gehört man zu den „schlechten Fanpages“, liegt der Wert darüber, befindet man sich im guten Mittelfeld oder gehört sogar zu den „besten Fanpages“.

Das Fazit unseres Referenten:

  • Marketing in sozialen Netzen funktioniert durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren, die sich auf unterschiedliche Medien verteilen können
  • Nur eine systematische Erfassung möglichst vieler Kennzahlen und Analysewerte kann hier einen echten Nachweis des Nutzens bringen
  • Wenn möglich, sollten dabei auch Mitbewerber beobachtet werden
  • Anfängliche Ergebnisse lassen sich leicht durch händische Auswertung erreichen – ab einer bestimmten Kosten- und Aufwandsschwelle werden softwaregestützte Lösungen oder ein Outsourcing unumgänglich

Das Thema führte auch während des Vortrags zu allerlei Diskussionen und Fragen, die die Ausführung bereicherten und das Interesse der Teilnehmer zeigte. Auch an diesem Abend konnten viele Impulse und Antworten mit auf dem Weg gegeben werden und wir freuen uns auf das nächste spannende Thema am 10. Februar.

Trennung von privat und geschäftlich – Rückblick b.FAST 13.05.2015

Nachdem das letzte Thema „Dos und Don’ts bei Facebook“ so viel Diskussionsstoff geboten hatte, tauschten wir uns im Mai über ein nicht weniger diskussionsbedürftiges Thema aus: „Trennung von privat und geschäftlich bei Facebook“. Die wesentlichen Fragen waren:

  • Sollte man privat und geschäftlich trennen?
  • Geht das überhaupt?
  • Was sind die Herausforderungen und Konsequenzen?

Einig waren wir uns zwar, dass man versuchen sollte, das private Umfeld vom geschäftlichen zu trennen, doch kamen wir auch zu dem Schluss, dass das gar nicht so einfach ist. Einen entsprechenden Impuls gab uns Frank Hamm:

Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion
Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion

In einem kurzen Impuls-Vortrag erzählte er uns, wie er mit dem Thema umgeht und was die wesentlichen Schwierigkeiten sind. Mehr dazu lesen Sie in seinem Blog.

Das nächste Mal wird der b.FAST Stammtisch am 10. Juni stattfinden. Ein passendes Diskussionsthema werden wir uns noch überlegen und bis dahin bekannt geben. Über Vorschläge Ihrerseits würden wir uns aber selbstverständlich auch sehr freuen!

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Malerischer Social Media Erfolg

Insgesamt 35 Gäste hatten gestern Abend zu uns gefunden, um Volker Geyer, dem Inhaber von Malerische Wohnideen, ihre Fragen stellen zu können. Gespannt hatten sie sich an den zwei langen Tafeln im Biebricher Ratskeller versammelt. Mit einer kurzen Einleitung begann unser Mit-Initiator Dr. Klaus M. Bernsau und eröffnete dann die Fragerunde. Die Anfangsfragen gingen zwar vom Herrn Bernsau aus, bald klinkten sich jedoch auch die übrigen Teilnehmer ein.

Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.
Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.

Obwohl Herr Geyer erst seit vier Monaten ein Smartphone besitzt und nicht einmal E-Mails darauf empfängt, gilt er als anerkannter Profi im Bereich Social Media. 15000 Twitter-Follower, insgesamt 40000 Kontakte, 12 Prozent mehr Website-Besucher jeden Monat – aber wie macht er das? „Mit dem nötigen Durchhaltevermögen und der Disziplin, die vielen oft fehlt“. Drei Stunden am Tag beschäftigt sich der Inhaber von Malerische Wohnideen mit den verschiedenen Plattformen – im Vordergrund stehen dabei Twitter, Xing und Facebook. Hinzu kommt, dass ihm seine Arbeit und der Umgang mit Social Media einfach Spaß machen. Er „kümmert“ sich um jeden seiner Kontakte und schreibt alle seine Blog-Beiträge selbst! Zu einem guten Beitrag gehören seiner Ansicht nach „ein gutes Bild und ein Mensch, der integriert ist – der Rest ergibt sich von selbst“.

Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.
Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.

Volker Geyer ist aber auch als Malermeister ein Spezialist und bietet eben nicht die Standardleistungen an, also möglichst viel Fläche zu bestem Preis. Das ist seiner Meinung nach viel wichtiger ist als Social Media. Er hat sich eine Nische gesucht, was er auch jedem anderen empfehlen würde. „Nicht Social Media macht erfolgreich, sondern ein Konzept und eine Positionierung“ – wohl eine der wichtigsten und prägnantesten Aussagen von Volker Geyer gestern Abend! Es reicht nicht, einfach eine Facebook Fanpage zu haben, die Strategie dahinter ist wichtig!

Natürlich plauderte Herr Geyer auch über andere Dinge aus dem Nähkästchen. „Man muss seine Grenzen kennen“, war eine seiner Aussagen. Irgendwann muss also Schluss sein, sodass sich Familie und Freunde nicht vernachlässigt fühlen. Das offene Interview dauerte gut anderthalb Stunden. Danach startete der persönliche Austausch bei Wein und Bier zwischen den Teilnehmern, sodass Volker Geyers Antworten in kleineren Runden sowie mit ihm unter vier Augen diskutiert werden konnten.

Wer dieses Mal das Thema spannend fand, kann sich auch schon auf den nächsten Monat freuen. Am 8. Mai haben wir Herrn Christian Wild von Loci GmbH zu uns eingeladen. Unter dem Motto „Wir machen Social Media Erfolge“ wird er uns erzählen, wie Social Media Marketing geht, wenn man es nicht selbst macht, sondern von spezialisierten Dienstleistern betreiben lässt. Das komplette Gegensatzprogramm zu Volker Geyers Malerischen Wohnideen also. Wir sind gespannt.

Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr b.FAST Team

Dr. Klaus M. Bernsau

Michael A. Schmidt

Inna Vornovitcaia

Werbeprofis sehen Facebook kritisch

 

Alle 3 Monate veröffentlicht das Fachblatt Werben&Verkaufen den Quartals-Werbeindex. Und der zeigt für das 4. Quartal 2012, dass Werbeprofis die Rolle von Facebook zunehmend kritisch sehen.

Die Bedeutung als Werbekanal werde überschätzt, fasst die W&V die Ergebnisse zusammen. Im einzelnen wurden 4 Fragen beantwortet:

1.) Facebook hat fast eine Milliarde Mitglieder. Die Zahl wird weiter wachsen und Facebook noch unumgänglicher machen:
– trifft (eher) zu                          52 %
– trifft (eher) nicht zu                48 %

2.) Die Bedeutung wird und bleibt in Werbe- und Marketingkreisen überschätzt:
– trifft (eher) zu                          80 %
– trifft (eher) nicht zu                20 %

3.) Facebook wird es bald gelingen, überzeugende Erlösmodelle zu präsentieren und seine hohe Bewertung zu rechtfertigen:
– trifft (eher) zu                          14 %
– trifft (eher) nicht zu                87 %

4.) Facebook hat im Hinblick auf die Nutzung einen unerreichbaren Vorsprung und kann Schwächephasen leicht überbrücken:
– trifft (eher) zu                          49 %
– trifft (eher) nicht zu                51 %

 

 

 

 

Unter dem Sonnenschirm netzwerkt es sich eben am besten

Bei sommerlichen Temperaturen fand zum ersten Mal ein b.FAST Stammtisch im Freien statt. Die Sonne wärmte unsere Gedanken und MOMO’s Bar am Wiesbadener Marktplatz hat uns mit leckerem Essen und erfrischenden Drinks empfangen, so dass wir uns rundum wohl fühlten.

Bereits über Facebook äußerten die Teilnehmer den Wunsch, gemeinsam konkrete Themen zu diskutieren, was uns natürlich sehr recht war. Die nette kleine Runde von diesmal 11 Personen fand besonders ein Thema sehr spannend: Corporate Fashion! Deshalb drehte sich an diesem Abend alles um interessante Ideen rund um Mode und gutes Aussehen im Geschäft. Dabei war wie immer die Frage der Fragen: Ich habe eine Facebook-Seite und nun?

Natürlich kamen auch diesmal einige gute und sehr kreative Ideen zusammen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer App, bei der man nur seine Outfits abfotografieren muss und sie sagt dann sofort, ob das zu einem stilvollen Auftritt führt oder doch eher ein Griff in die Altkleidersammlung war? Oder sollten wir mal den bestgekleideten DAX-Vorstand küren lassen, indem wir öffentlich auf der Facebook-Seite über die Outfits der „großen“ Männer und Frauen abstimmen lassen?

Neben solchen Kreativvorschlägen gab es aber auch etwas leichter umsetzbare Ideen. Alle waren sich beispielsweise einig, dass sowohl ein Facebook- als auch Xing-Auftritt für eine Modedesignerin neben einer gut gestalteten Webseite wichtig seien. Facebook ist eben viel bildlastiger als Xing und deshalb sehr wichtig in diesem Bereich. Eine der Ideen, um sich da von anderen abzuheben, war eine kostenlose Online-Kurzberatung einmal wöchentlich. Auf diese Weise könnte man sich als Expertin positionieren und so potentielle Kunden anlocken. Natürlich sollten nicht gleich alle Geheimnisse der Modebranche preisgegeben werden, wenn man sich jedoch gut präsentiert und interessante sowie allgemein spannende Themen anspricht, wollen die Follower oft mehr. Hier könnte man dann mit offenen Seminaren inklusive einer individuellen Stilberatung weiter ansetzen. Auf diese Weise erreicht man natürlich einen gewissen Bekanntheitsgrad und spricht auch die „kleineren“ Leute wie Assistentinnen an, die ja aber vielleicht einen guten Draht zur Chefetage und den letztendlichen Entscheidern haben.

Ein guter Tipp zu der Organisation öffentlicher Seminare war, diese über Xing abzuwickeln. Mit dem Xing-eigenen Bezahlsystem Amiando kann man die Teilnehmer nämlich unkompliziert per Vorkasse bezahlen lassen, so dass keine Verluste bei Nichterscheinen entstehen. Zusätzlich kann man über Xing Freunde und Interessierte zu der Veranstaltung einladen, so dass ein gewisser sozialer Faktor wirken kann. An diesem Punkt wurde auch fleißig darüber diskutiert, wie viel man selbst für so ein Seminar bezahlen würde. So fungierte b.FAST nebenbei als kleine Markterhebung.

Alle Teilnehmer waren sich einig, b.FAST war wieder die gelungene Kombination aus echtem Mehrwert und entspannter Gesprächsatmosphäre.

2. b.FAST – heiße Themen in neuer Location

Frühlingshaft mild empfing Wiesbaden das runde Dutzend Besucher unseres 2. Live-Stammtischs am Mittwoch, dem 9. Mai. Bunt gemischt und damit ganz im Sinne von b.FAST war der Hintergrund der Besucher – von der Fotografin zum Handwerker, vom IT-Entwickler bis zum Medien-Berater, vom Traffic-Optimierer bis zur Anwältin, von der Immobilienberaterin bis zum Mediendesigner. Allen, die da waren, an dieser Stelle einen herzlichen Dank fürs Kommen und die engagierte Beteiligung!

Einladend präsentierte sich die neue Location: Das Insight in der Taunusstraße 38 ist ein entspannter Mix aus Café, Lifestyle-Boutique und Wohnzimmer in der Stadt. Als besonderen Pluspunkt hatten wir das Insight und seine freundliche Zuwendung mit tollem Service, leckeren Snacks und Getränken für uns allein. So konnten wir uns ungestört auf die Themen und Fragen des Abends konzentrieren. Und daran herrschte kein Mangel …

Timeline oder Deadline

Deutlich im Vordergrund stand bei fast allen das Thema, wie man Facebook und die übrigen sozialen Netzwerke möglichst effektiv, gewinnbringend und vor allem zeitoptimiert nutzen könne. Eine vollständige – und erfolgreiche – Bespielung der sozialen Netze kann schon bis zu 4 Stunden Arbeit pro Tag in Anspruch nehmen. Für viele Berufe und Tätigkeiten ist dies jedoch kaum vorstellbar. Sogar Agenturen, die für Ihre Kunden Online-Präsenz realisieren, kann es schwierig werden, neben der allgemeinen Workload auch noch den eigenen Auftritt zu gestalten. Allerdings gibt es inzwischen auch ein breites Spektrum an Dienstleistern, die entweder die tägliche Betreuung der Accounts und Kanäle direkt übernehmen oder durch automatisierte Verfahren Entlastung schaffen.

Ein Bild für tausend Worte

Ein zweiter Schwerpunkt, der von mehreren Teilnehmern auf unterschiedliche Weise angesprochen wurde, ist die Realisierung eines professionellen Erscheinungsbildes. Manchmal ist ja, wie z. B. auf Xing, das Profilfoto das einzige Bildelement und damit auch der einzige emotionale Anhaltspunkt. Gleichzeitig wissen wir, dass Bilder die am stärksten wahrgenommenen Elemente jeder Präsenz in den sozialen Netzen sind. “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”: Qualität und Professionalität sind also gerade bei diesem Thema besonders wichtig. Interessant war auch zu erfahren, dass Screen-Design inzwischen zu einem großen Teil die Anpassung auf mobile Endgeräte bedeuten kann: Wer SmartPhone & Co. in seinem Online-Auftritt ignoriert, muss schon heute mit Verlusten in der Wahrnehmung rechnen.

Analog und digital – Begegnung zweier Kulturen

Kann auch altehrwürdige Handwerkskunst von den neuen Techniken und Kanälen profitieren? Verändern die Geschwindigkeit und Perfektion digitaler Fotografie unsere Wahrnehmung? Und wie passt die Transparenz der Netze mit dem Erfordernis unbedingter Vertraulichkeit bei vielen beruflichen Tätigkeiten zusammen? Solche Fragen führten zu den lebendigsten Diskussionen des Abends. Und so unterschiedlich sie auch auf den ersten Blick wirken, lassen sie sich doch zu einem gemeinsamen Nenner zusammenführen: Wie verträgt sich die neue, manchmal sehr hektische Online-Welt mit dem gewohnten, analogen “Offline-Leben”?

b.FAST, be there

Auch bei diesem 2. Treffen hatten wir bewusst keinen thematischen Rahmen vorgegeben. Es wäre auch schade gewesen. Die offene und vielseitige Diskussion war so spannend, dass vier Stunden wie im Nu vergingen. Dennoch wollen wir solche interessanten Themen nicht immer nur streifen oder kurz andiskutieren. Spätestens nach der Sommerpause (der nächste b.FAST ist am 13. Juni, der darauf folgende am 8. August) sollen einzelne Fragen oder Schwerpunktthemen im Mittelpunkt der Live-Stammtische stehen. Das könnten die allgemeine Social Media Strategie sein, technische Grundlagen, ein sinnvolles Zeitmanagement, das Design für Facebook & Co. oder ein Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft. Oder oder oder.

Ihre Themenvorschläge sind dazu sehr willkommen: Schreiben Sie uns hier, in Facebook oder Xing Ihre Wünsche oder Angebote für eine Key Note (maximal 20 Minuten, Screen und Web-Anschluss stehen zur Verfügung)!

Wer sind wir und was wollen wir? – ein kurzer Rückblick auf das erste Mal b.FAST

Am 11. April hat unser erster b.FAST – Business Facebook Stammtisch im Alex in Wiesbaden stattgefunden – nun folgt auch endlich ein kurzer Bericht.

Wir konnten uns bei unserer Premiere einer sehr regen Teilnahme erfreuen: insgesamt kamen zu uns – den drei Veranstaltern – 17 Besucher. Vor allem die bunte Mischung hat uns sehr erfreut! Neben PR Beratern, Textern und Kommunikationsdesignern fanden auch Fotografen, Software-Entwickler und sogar Vermesser zu uns.

b.FAST – keine Expertenrunde

Eröffnet wurde der Stammtisch mit einer kurzen Begrüßung durch die beiden Hauptinitiatoren Michael A. Schmidt und Dr. Klaus M. Bernsau. Der b.FAST Business Facebook Stammtisch soll Menschen mit Fragen und Menschen mit Antworten zusammenbringen. Im Mittelpunkt steht dabei – wie der Name schon sagt – Facebook. Da die Vernetzung aber sehr wichtig ist, werden andere Soziale Medien Plattformen in die Diskussion miteingeschlossen. Wichtig ist: es handelt sich nicht um eine der üblichen Diskussionsrunden von/für Experten – jeder ist herzlich willkommen, gerade wer sich frisch und unvoreingenommen dem Thema nähert, und es gibt keine „blöden“ Fragen!

Nach dieser ersten Einführung stellten sich alle Teilnehmer vor und berichteten von ihren Erfahrungen mit Facebook und Co. So wurde schnell klar, wer sich an wen mit seinen Fragen wenden konnte und wer die nötigen Antworten parat hatte. In der nächsten Runde hatte jeder dann die Möglichkeit, den für sie/ihn  interessanten Teilnehmer direkt anzusprechen.

Und was war an diesem Abend besonders wichtig?

Diskutiert wurden ganz unterschiedliche Themen. „Wie bekomme ich viele Fans?“, „Kann man seine Fans selektieren?“ oder „Wie kann man durch Facebook an neue Mitarbeiter kommen?“ … Die Teilnehmer waren sich beispielsweise einig, dass Gewinnspiele zwar viele Fans bringen, diese aber in keinerlei Verbindung zum Unternehmen stehen und deshalb weder treu noch „zu gebrauchen“ sind. Es ist auch nicht wichtig, dass ein Unternehmen viele Fans hat. Wenige, die aber eine Bindung zum Unternehmen haben, bringen der Organisation unter Umständen viel mehr. Möchte man nach Zielgruppen selektieren, hat man bei Facebook dazu nur über Werbung die Möglichkeit, wie einer der Teilnehmer erklärte. Eigene Fans spezifisch anzusprechen, sei bei Facebook leider noch nicht möglich. Die Frage nach der Möglichkeit, durch Facebook an neue Mitarbeiter zu kommen, wurde ebenfalls heftig diskutiert.

Es gab auch einige weitere grundlegende Ergebnisse: Interessant für die Teilnehmer war zum Beispiel das Durchschnittsalter der Facebook-Nutzer und ob diese in ihr Kundenschema passen. Dieses Durchschnittsalter wollten wir – die Initiatoren – mit unserer Location-Wahl demonstrieren: Das Alex ist eine junge und einigermaßen hippe Location, in der man ganz sicher sehr viele Facebook-Nutzer findet. Andererseits kann man gerade in den älteren Zielgruppen die größten Zuwächse bei Facebook feststellen.

Einige Teilnehmer betonten auch mit Nachdruck, dass wenn man sich einmal für eine Facebook-Fanseite entschieden hat, diese mit einem großen Aufwand verbunden ist. Sie muss gepflegt werden und darf nicht einfach vor sich hin existieren – das sollte jedem, der sich dafür entschließt, bewusst sein. Einer der Gäste sprach sich zudem für Facebook-Gruppen aus. Diese seien viel besser für die direkte Kommunikation geeignet als Fan-Pages. Eine andere These war, dass die Facebook-Fan-Page die eigentliche Unternehmens-Homepage ablösen könnte und es in manchen Fällen auch bereits tut. Die Einen waren eben überzeugt, dass Facebook die Plattform der Zukunft sei, Andere vertraten wiederrum die Meinung, der Hype rund um die Plattform Facebook ginge wieder zurück. Dies konnte auch durch Zahlen von einigen Teilnehmern untermauert werden. Klar sollte aber auf jeden Fall sein, dass hinter einem Facebook-Auftritt – ganz egal in welcher Form – eine Strategie stecken sollte. Diese muss vor der Einrichtung einer Fan-Page oder einer Gruppe gut durchdacht werden. Was ist mein Ziel? Wer ist meine Zielgruppe? Was ist mir wichtig? – nur einige der Fragen, die man such am Anfang stellen sollte! Das sollte jedoch auf gar keinen Fall als Abschreckung missverstanden werden! Besser man fängt mit kleinen Schritten an und steigert sich, als wenn man gar nicht anfängt!

Nicht ohne meine anderen Plattformen – oder doch?

Natürlich haben sich die Teilnehmer an diesem Abend nicht nur über Facebook, sondern auch über andere virtuelle Plattformen wie Xing und Google+ austauschen wollen. Interessant war für sie beispielsweise, welche dieser Plattformen sich denn nun am besten für ein Unternehmen eignet. Dies konnte aber natürlich nicht allgemeingültig herausgearbeitet werden und wurde heftig diskutiert! Ein Marketingberater stellte sich als großer Fan von Google+ heraus und hielt es für sehr sinnvoll, diese Plattform zu nutzen. Ein Software-Entwickler versuchte dagegenzuhalten und erklärte, dass Google+ noch nicht bei der breiten Masse angekommen sei und oft nur aus fachlichem Interesse genutzt würde, weshalb es nicht so erfolgreich und für die Ziele der Teilnehmer eher ungeeignet wäre. Letztendlich konnten sie sich einigen, dass für jeden etwas anderes das Richtige sein kann – es ist nur wichtig, sich erst einmal ein Ziel zu setzten. Sie konnten sich ebenfalls darauf einigen, dass es auf keinen Fall schadet, Profile bei mehreren Plattformen aufzubauen – ganz im Gegenteil: Dies schien allen die beste Lösung zu sein, was auch b.FAST zeigt! Uns findet man nämlich sowohl auf einem eigenen Blog als auch bei Facebook und Xing. Natürlich muss man sich dabei aber über den größeren Aufwand im Klaren sein.

Zum Schluss noch ein kurzer Ausblick

Trotz des großen Interesses an den verschiedenen virtuellen Plattformen wurde ganz schnell klar, dass der direkte Kontakt immer noch unverzichtbare Qualitäten bietet, weshalb sich auch so viele für b.FAST Zeit genommen haben. Und genau aus diesem Grund wird der b.FAST Stammtisch auch weiter fortgeführt. Das nächste Mal soll er erneut ganz allgemein gehalten werden, so dass noch einmal über alles diskutiert werden kann. Die späteren Termine sollen jedoch alle unter einem eigenen Leitthema stattfinden. Vorschläge sind sehr willkommen, über diese wird dann in der Facebook-Gruppe abgestimmt. Die Themen mit den meisten Stimmen werden dann zu Leitthemen der nächsten Stammtische. Der Termin für das nächste Mal steht bereits fest: Wir treffen uns am 9. Mai wieder. Da wir mit der Lautstärke im ALEX unzufrieden waren, sind nun auch neue Örtlichkeiten organisiert: Auf Empfehlung eines der Teilnehmer würden wir b.FAST gerne in das Insight (http://insightwiesbaden.de/) in Wiesbaden verlegen. Nähere Infos hierzu folgen noch.

Facebook wirkt! WebXF-Studie vergleicht erstmals Wirkung von Fanpages und Websites auf das Unternehmensimage.

Pressemeldung des Web Excellence Forum:

Kommunikationsverantwortliche internationaler Großunternehmen haben die Imagewirkung von Facebook vergleichend untersucht. Ergebnis der umfangreichen Studie: Fanpages wirken positiv auf die Unternehmensmarke; aber nicht so effektiv wie Corporate Websites.

Berlin, 23.04.2012 – Das Web Excellence Forum, eine Benchmark-Initiative von Kommunikationsverantwortlichen internationaler Großunternehmen, hat in einem wissenschaftlich fundierten Experiment mit mehr als 3.600 Teilnehmern erstmals die Wirkung von Fanpages auf das Markenimage von Unternehmen untersucht. Das Ergebnis: Der Kontakt mit einer Fanpage hat nachweisbar positiven Einfluss auf das Image. Allerdings wirkt der Besuch einer Corporate Website um ein Drittel stärker und zudem differenzierter auf das Image. Das vom WebXF gemeinsam mit Kommunikationswissenschaftlern der Universitäten Leipzig, St. Gallen und FU Berlin entwickelte Methodendesign ermöglicht erstmals detailliert vergleichende Wirkungsaussagen zu jeder Fanpage und Website.

„Unsere Fanpage Impact Messung zeigt eine klar positive Wirkung von Facebook auf das Markenimage. Man muss aber darauf hinweisen, dass Websites stärker und deutlich differenzierter wirken. Dennoch, im Vergleich zu Websites ist Facebook überraschend effizient“, fasst Michael Heine, Gründer des Web Excellence Forums, die Ergebnisse zusammen. „Durch unseren WebXF Benchmark sehen wir außerdem, dass einige Social Media Teams einen besseren Job machen, als andere. Es wurde höchste Zeit, dass Unternehmen solch fundierte Leistungsvergleiche durchführen können. Das Web Excellence Forum steht allen Unternehmen offen, die ihre digitale Kommunikation über Benchmarks steuern und verbessern möchten.“

„Im Web Excellence Forum haben wir seit 2004 gemeinschaftlich Standards zur vergleichenden Bewertung digitaler Kommunikation entwickelt, die bei zahlreichen Großunternehmen im Einsatz sind. Bisher lag der Fokus auf Websites. Mit der Fanpage Impact Studie und unseren neuen Instrumenten Fanpage Kompass und Brand Effects Cockpit erhalten Unternehmen nun auch klare Belege darüber, wie gut und wie erfolgreich sie in Sozialen Medien kommunizieren. Dies liefert den Verantwortlichen handfeste Argumente für ihre Social Media-Aktivitäten und -Investments“, ergänzt Matthias Schultze, 1. Vorsitzender des WebXF e.V.

Die WebXF Fanpage Impact Studie

An der WebXF Fanpage Impact Studie haben im Frühjahr 2012 3.638 Personen teilgenommen (rekrutiert aus einem Online Access-Panel, internetrepräsentativ nach Alter und Geschlecht quotiert). Alle Probanden besuchten unter kontrollierten Bedingungen entweder die Fanpage oder die Corporate Website eines von acht untersuchten Unternehmen aus dem Web Excellence Forum. Anschließend bewertete jeder Proband das Image des Unternehmens sowie das eines weiteren Unternehmens, dessen digitale Präsenz er nicht gesehen hatte.

Das wichtigste Ergebnis: Probanden, die weder Kontakt zur Fanpage noch zur Website eines Unternehmens hatten, benoten das Unternehmensimage im Durchschnitt mit einer 3.0. Hatten die Probanden die Fanpage aufgerufen, resultiert dies in einer durchschnittlichen Unternehmensnote von 2.6 (entspricht einem Imagegewinn von rund 10 %). Besuchten sie die Corporate Website, so gaben sie dem Unternehmen danach im Schnitt die Note 2.5 (entspricht einem Imagegewinn von rund 15 %).

Über das Web Excellence Forum (WebXF)

WebXF ist eine weltweit einzigartige Benchmarking-Initiative zur Bewertung digitaler Kommunikation. In ihr engagieren sich Corporate Web- und Social Media-Verantwortliche aus internationalen Großunternehmen; darunter B. Braun, Commerzbank, Daimler, Deutsche Telekom, EnBW, MLP, Schweizerische Post und Siemens. Wissenschaftliche Expertise steuern Professoren der Universitäten St. Gallen, Leipzig, Darmstadt sowie der FU Berlin bei. Weitere Informationen: www.webxf.org