KMB| feiert fünfjähriges das Jubiläum des Wiesbadener Facebook-Stammtisches b.FAST

Die Referenten der b.FAST-Jubiläumsfeier.
Die Referenten der b.FAST-Jubiläumsfeier.

Anfang Mai war es so weit: Der Business Facebook Stammtisch – b.FAST – wurde fünf Jahre alt. Seit 2011 organisieren Dr. Klaus M. Bernsau, die langjährige KMB|Mitarbeiterin Inna Weyrauch und der KMB|Netzwerk-Partner und freie Texter Michael A. Schmidt den entspannten, monatlichen Stammtisch zum Thema Facebook und soziale Medien im Business-Kontext. Zum fünfjährigen Geburtstag kamen nun erneut zahlreiche b.FASTler zu einem Jubiläumsstammtisch im Biebricher Ratskeller zusammen. Nach einem Sektempfang und ein paar freundlichen Worten zur Begrüßung begann auch schon das spannende Programm rund ums Thema Social Media.

Den kompletten Bericht zur b.FAST-Jubiläumsfeier lesen Sie hier.

„Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ – so war b.FAST im November

Wie bereits angekündigt startete im Oktober unsere Vortragsreihe mit dem Motto „Der Blick über den Tellerrand von Facebook – Aktuelle Trends von Social Media und Online-Kommunikation“. Den Anfang machte Michael A. Schmidt mit seinem Impulsvortrag zu Sozialen Medien heute.

Im November stellte uns Frank Hamm (Frank Hamm Kommunikation und Kollaboration) nun das Thema „Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ vor. In seinem Impulsvortrag berichtete er zu Anfang von iKoKo. Eine Unkonferenz beschreibt das Gegenteil einer typischen Konferenz: es gibt kein fest vorgeschriebenes Programm und auch die Referenten ergeben sich erst spontan – nur um einige Beispiele zu nennen.

b.FAST im November im kleinen König in Wiesbaden
b.FAST im November im kleinen König in Wiesbaden

In diesem Zusammenhang hat Frank Hamm auch das Barcamp-Format geschildert und kurz das OpenSpace-Format umrissen. Dabei zeigte er sowohl Überschneidungen als auch Differenzen dieser beiden Konferenz- bzw. Unkonfrenz-Formate auf. Während OpenSpace insgesamt mehr einen Workshop-Charakter aufweist, geht es beim Barcamp tatsächlich um das Präsentieren – sei es eines bestimmten, ganzheitlichen Themas, nur einer groben Idee oder auch einer Fragestellung. Die Referenten melden sich zu Beginn eines Barcamps freiwillig und werden je nach Anzahl der Interessierten ausgewählt. Anschließend finden die Sessions mit diesen Referenten statt, die die anderen Teilnehmer besuchen können. Entspricht eine Session nicht den eigenen Erwartungen, erlaubt es die lockere Atmosphäre einer Unkonferenz, diese Session zu verlassen und zu einer anderen zu gehen oder einfach am Kaffeeautomaten ein Gespräch anzufangen.

 

Wir danken Frank Hamm auch auf diesem Weg noch einmal für seinen interessanten und aufschlussreichen Vortrag!

Außerdem freuen wir uns jetzt schon auf den Dezember-Termin (14.12.), bei dem wir alle b.FASTler recht herzlich zum Glühwein-Umtrunk auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt einladen! Der genaue Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Im Januar geht es dann weiter mit unserer Vortragsreihe – am 11.1. wird uns Manuel Conrad (CEO bei Merkurist.de) das Thema „Das Online-Nachrichtenportal Merkurist.de: Journalismus im Zeitalter der Online-Kommunikation“ vorstellen.

Wie immer freuen wir uns auf Sie!

b.FAST Bericht – so war’s im Mai und Juni

Dass der b.FAST Stammtisch auch ganz persönlich sein kann, haben die beiden letzten Treffen gezeigt. Sowohl im Mai als auch im Juni konnten einzelne Teilnehmer unsere ganz individuelle Betreuung genießen.

So sieht individuelle Betreuung bei b.FAST aus.
So sieht individuelle Betreuung bei b.FAST aus.

Im Mai setzten wir uns dabei mit der 10-Jahres-Zukunftsvision von Mark Zuckerberg auseinander. Gemeinsam diskutierten wir seine Pläne und erörterten, wie sich diese Vision auf den Mittelstand in unserer näheren Umgebung auswirken könnte. Die Charts dazu finden Sie hier:

 

Im Juni hatten wir dagegen einen offenen Stammtisch angeboten. Dies wurde auch wieder gerne genutzt und so diskutierten wir mit einer Teilnehmerin ihre Start-Up-Idee sowie den Nutzen und die Möglichkeiten von Facebook für ebendiese.

Auch am 13. Juli wird noch einmal vor der Sommerpause (August) ein offener Stammtisch stattfinden, zu dem Sie gerne Ihre Fragen, Anregungen und Wünsche mitbringen können. Wir freuen uns auf Sie!

„Jung gegen Alt – Typische Inhalte im Facebook-Feed“ – So war‘s

Das Thema des März-b.FAST war wie ange­kündigt „Jung gegen Alt – Typische Inhalte im Facebook-Feed“. Klaus Bernsau und zwei Kolle­ginnen von KMB| haben jeweils zehn typische Inhalte ihrer Facebook-Feeds vorstellt. Ziel war es, zu schauen, wie die Inhalte variieren und was für Auf­fälligkeiten und Tendenzen wir feststellen können, schließlich gehen verschiedene Ziel­gruppen auch unter­schiedlich mit Facebook um. Dabei fragten wir uns beispiels­weise „Wie unterscheiden sich die Nutzungs­gewohnheiten?“ aber auch „Wie spricht man am besten junge Leute an und wie ältere?“ oder „Wem gefallen eher Bilder, wem Videos und wem eher Texte?“.

Tatsächlich konnten wir feststellen, dass sich die Inhalte unterscheiden. Während die jüngere Generation mehr Spaß- und Lifestyle-basierte Posts sieht, nimmt die ältere Generation die Facebook-Angelegenheit deutlich ernster. Das mag natürlich auch daran liegen, dass sich die Hobbys der Vortragenden – wahrscheinlich auch dem Alter geschuldet – unterscheiden. Die beiden jungen Kolle­ginnen sehen mehr Fitness- und Ernährungs­tipps, der etwas ältere Klaus Bernsau dagegen Posts von Geschäfts­partner, Themen aus dem Bereich der Unternehmens­kommunikation sowie Posts rund um seine Wahl-Heimat Wiesbaden.

Die Posts "Jung gegen Alt".
Die Posts “Jung gegen Alt”.

Natürlich gab es auch Überschneidungen – sie alle finden so gut wie täglich Geburtstags-Posts ihrer Freunde in ihrem Feed oder auch Veranstaltungen, die ihre Freunde interessieren. Viel mehr sehen sie von ihren Freunden oder gar Bekannten aber nicht. Man könnte spekulieren, dass hier der ausgetüftelte Facebook-Algorithmus dahintersteckt, der Unternehmensseiten nach oben und Freundesposts nach unten pusht. Viel wahrscheinlich ist jedoch die Theorie, dass junge Menschen immer weniger in Facebook und immer mehr in anderen Social Networks preisgeben – zum Beispiel auf Instagram oder Snapchat.

Die Geburtstagsposts bei Facebook.
Die Geburtstagsposts bei Facebook.

Was sie alle nicht sehen: Shit­storms. Was etwas überraschend ist, schließlich gibt es bei Shit­storms fast die meisten Inter­aktionen. Alle nutzen die Gelegenheit, um dem Unternehmen auch mal zu sagen, dass der Akku viel zu wenig durchhält oder die neue Motori­sierung so gar nicht umwelt­freundlich ist.

Die anschließende Diskussion ergab aber letzt­endlich, dass auch wenn es „junge“ und „ältere“ Tendenzen gibt, die Facebook-Nutzer keines­falls gleich sind. Die einen mögen Gewinn­spiele, die anderen Katzen­videos und die nächsten wollen sich bloß auf Facebook-Fanpages von Zeitungen über das Welt­geschehen informieren. Nur weil man junge Menschen als Ziel­gruppe hat, heißt das nicht zwangs­läufig, dass man sie mit witzigen Posts locken kann. Wichtig sind vor allem der Bezug zum Unternehmen und der Mehrwert. Letzteres kann man aber wahr­scheinlich erst durch Aus­probieren bestimmen.

Nachdem es im März so anregend und unterhaltsam war, freuen wir uns nun natürlich umso mehr auf den April. Konkretes Thema und die Einladungen werden demnächst folgen!

So war der b.FAST-Stammtisch im September – ein Bericht

Am Mittwoch, dem 9. September, gab es das erste b.FAST-Treffen nach der Sommer­pause, bei dem interessierte Unternehmer Fragen rund um Facebook stellen konnten. Der b.FAST-Tradition nach hat sich jeder Teilnehmer erstmal vorgestellt. Dadurch stellte sich heraus, dass die Mitglieder des Stamm­tisches aus verschieden Branchen kommen wie z.B. aus der Steuer­beratung oder dem Business­coaching.

Die Diskussionsrunde vom b.FAST im Septmber
Die Diskussionsrunde vom b.FAST im September

Bei netter Gesellschaft und leckerem Essen konnte sich entspannt dem Thema des Abends „Facebook“ genähert werden. Eine wichtige Frage der Runde drehte sich um die optimale Nutzung von Facebook für Steuer­berater. Ist Facebook eine gute Plattform, um Business­personen anzusprechen oder sind Gruppen bei Xing letzt­endlich doch ein geeigneteres Medium? Nach langer Diskussion kamen wir zu dem Ergebnis, dass man diese Frage nicht so einfach beantworten kann. Die Social Media Platt­formen haben unter­schiedliche Vor- und Nachteile, die von Branche zu Branche variieren. Wichtig ist, die Resonanz der Leser zu beobachten, um die optimale Nutzung für sich und sein Unternehmen zu finden. Gute Ideen und Tipps für Facebook-Seiten, die zur Vermarktung des Unternehmens dienen, sind aus dem Treffen natürlich auch hervorgegangen. Z.B. kann man im Arbeits­alltag Zeit gewinnen, indem man am Wochenende die Beiträge vorbereitet, die in der kommenden Woche gepostet werden sollen und in Facebook festlegen, wann diese in den Neuigkeiten erscheinen sollen. Diese Funktion findet man, wenn man neben dem Posten-Button das Untermenü anklickt und Planen auswählt. Anschließend kann man in einem neuen Fenster angeben, wann der Bericht veröffentlicht werden soll.

So konnten wir an diesem Abend einige brauchbare Hilfe­stellungen geben und weitere Fragen auch über Facebook hinaus klären. Nun freuen wir uns schon sehr auf das nächste b.FAST-Treffen am 14. Oktober 2015.

Contentmarketing & Storytelling – Thema beim Juli b.FAST

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Michael A. Schmidt bringt den Teilnehmern Contentmarketing näher

“Contentmarketing” und “Storytelling” sind Schlagworte, die heute in praktisch jedem Fachbeitrag zum Thema Online-Marketing erscheinen. Sie sind offenbar ungeheuer wichtig. Doch was genau ist das überhaupt? Was ist Contentmarketing und was kann es leisten? Und wie kann man Storytelling sinnvoll einsetzen, so dass es auch auf die eigene Marke oder Leistung einzahlt? Für unser Juli-Treffen hat b.FAST Mitveranstalter Michael Schmidt im b.FAST “Wissensspeicher” recherchiert und die wichtigsten Stichworte zu einem kurzen Referat zusammengestellt.

Ausgangspunkt war ein Urlaubserlebnis – die Führung durch die ‘Buffalo Trace’ Bourbon-Destillerie. Da ging es um Maische und Destillation, um Lagerung und Abfüllung, um Historie und Anekdoten. Mit keinem Wort hat der Führer versucht, den Bourbon oder die zahlreichen Merchandise-Artikel zu “verkaufen”. Er hat einfach erzählt. Zum Beispiel, dass Buffalo Trace eine von nur vier Destillerien in den USA war, die während der Prohibitions­zeit weiter Whiskey produzieren durfte – zu “medizinischen Zwecken”. So klingen echte Storys: Informationen, die im Gedächtnis bleiben und den Hörer oder Leser mit der Marke vertraut machen, selbst wenn er nie einen Schluck Whiskey trinken würde.

Danach ging es in die Theorie (siehe Slideshow): Was kann Contentmarketing leisten und was nicht? Was ist “Nontent”, also Füllmaterial, das billig zu haben ist und leider oft für echten Inhalt herhalten muss? Echter Content dagegen muss drei Felder abdecken – nämlich themenbezogene Highlight-, Kern- und Zusatzinformationen – und dazu jeweils in ausreichender Menge vorhanden sein. Dabei ist Storytelling ein Element, das vor allem für Highlight- und Kerninformationen passt. Mit dem Redaktionsplan schließlich zeigt sich schnell, ob das Projekt Aussicht auf Erfolg hat: Sind die Inhalte und Storykonzepte serienfähig und reichhaltig genug für 1-2 Jahre bei mindestens 2 Veröffentlichungs­terminen pro Woche?

Im dritten Teil stand dann wieder die Praxis im Vordergrund: Woher kommen die “Geschichten”? Entlang einer amerikanischen Infografik schauten wir uns einige gute Ideenquellen an: von dritter Seite. Aus dem ganz normalen Alltag. Durch Kopieren bewährter Erzählmuster. Und durch gezieltes Anregen der eigenen Inspiration. Notfalls hilft natürlich auch ein Schluck Whiskey, doch das wollte der Referent nicht offiziell bestätigen …

Das erste Mal Junior-b.FAST – So war es im Juni

Da wir gestern ein relatives „junges“ Stammtisch-Thema hatten, haben wir den b.FAST Stammtisch mal unter das Motto „Junior-b.FAST“ gestellt und gehofft, so auch einige Meinungen der jüngeren Nutzer einzuholen. „Ist Facebook schon wieder out?“ haben wir uns gefragt und dies auch gemeinsam in der tatsächlich etwas jüngeren Runde diskutiert.

Junior-b.FAST im Juni
Junior-b.FAST im Juni

Die Meinungen lagen recht nah beieinander. Es ist ja schon länger bekannt, dass Facebook immer älter wird, weil die junge Generation der 14 bis 18-Jährigen sich inzwischen nach anderen Möglichkeiten umsieht. Dafür wächst die Stamm-Nutzerschaft mit und auch immer mehr ältere Menschen melden sich bei Facebook an. Trotzdem mussten wir feststellen, dass Facebook für uns nicht mehr dasselbe ist wie am Anfang. Es wird immer weniger gepostet, die gewerblichen Posts überwiegen immer mehr und die Nutzer verlieren langsam aber sicher das Interesse an der Plattform.

Junior-b.FAST im Juni
Junior-b.FAST im Juni

Wir konnten uns aber auch nicht einig werden über die neue In-Plattform. Instagram war im Gespräch und auch über Snapchat und Whats-App haben wir uns ausgetauscht, aber einen richtigen Boom konnten wir nicht feststellen. Es bleibt also spannend. Was wird die nächste große Sache?

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal b.FAST. Vielleicht hat ja dann jemand eine Idee…

Ihr b.FAST Team

Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen Teil 2 – Rückblick bFast 08.04.2015

Bei dem b.FAST-Stammtisch im April ging es wieder um das Thema „Dos und Dont’s für Facebook-Einsteiger“. Dabei knüpften wir alle gemeinsam an den Impuls-Vortrag von Dr. Klaus M. Bernsau vom letzten Monat an. Die von ihm präsentierten Dos und Don’ts finden Sie hier. Auch im März wurde nach dem Vortrag schon rege diskutiert, was in Facebook gemacht werden sollte und was ein „No-Go“ ist. Diese Diskussion konnte nun weitergeführt werden.

Die b.FAST Teilnehmer im April
Die b.FAST Teilnehmer im April

Vom kompletten Facebook-Neuling bis zum Facebook-„Profi“ war wieder jeder vertreten, wodurch der eine oder andere Tipp ausgetauscht und viele Fragen beantwortet werden konnten:

  • Wie präsentiere ich mein Unternehmen am besten auf Facebook?
  • Wie kann ich mehr Leute mit meiner Seite erreichen?
  • Was sollte ich auf jeden Fall auf Facebook unterlassen, damit mein Einstieg erfolgreich wird?
  • Wie gehe ich mit Spam/Spammern um?
  • Warum ist Facebook für meine Inhalte die bessere Plattform als Xing? Und ist das tatsächlich so?
  • Wie gehe ich mit fremden Bildern um und was sind die besten Quellen?
  • Und und und…

Wieder wurde schnell klar: Facebook funktioniert definitiv nach dem „learning-by-doing“-Prinzip. Jedoch ist es auch sinnvoll, sich Tipps, Empfehlungen aber auch Warnungen von erfahreneren Nutzern einzuholen, um am Anfang nicht nur auf sich allein gestellt zu sein. Dies kann nämlich schnell überfordern.

Der nächste Stammtisch findet 13. Mai statt. Eine gesonderte Einladung wird es wieder wie immer in Facebook und Xing geben. Am 15. April findet jedoch zum ersten Mal ein Schnupper-Workshop für Facebook-Anfänger statt. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt es hier auf Facebook und hier in Xing.

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen – Rückblick b.FAST 11.3.2015

Hier nochmal in aller Kürze die Ideen, die ich am 11.3.2015 zur Diskussion gestellt habe.

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Dos:

  1. VERSUCHEN
    Jeder, der als mittelständischer Unternehmer oder kleiner Selbstständiger in einem Markt aktiv ist, in dem es mehr als 100 potentielle Kunden gibt, sollte ausprobieren, wie es sich auf Facebook anfühlt.
    Hier sind die Menschen, hier sind die Massen. Und noch gibt es keine andere Plattform mit der ich so viele Menschen auf einmal erreichen kann. Gerade wer Angst vor Zeitverschwendung hat, sollte erstmal Facebook ausprobieren, vor anderen sozialen Medien.
  2. ZUHÖREN
    Facebook und alle sozialen Medien sind kein Werbekanal. Es geht nicht darum in möglichst hoher Frequenz Meldungen abzusetzen. Es geht darum mit Menschen in einen Dialog zu kommen – durchaus mit technischen Hilfsmitteln. Aber damit das nicht schnell verpufft, ist ein wichtiger Teil der Präsenz auch das Beobachten der Aktivitäten anderer Menschen und das gezielte Eingehen darauf.
  3. ZIEL
    Erfolg in Facebook kann sich nur einstellen, wenn man sich klare Ziele setzt. Bei Zielen hat sich das SMART-Prinzip bewährt. Ziele müssen spezifisch, messbar, anspruchsvoll, relevant und terminiert sein. ‚Ich will Facebook nur mal ausprobieren‘ ist auch ein legitimes Ziel, wenn es SMART ausformuliert ist. Und es ist okay, wenn sich mit den Erfolgen und ggf. Misserfolgen die Ziele ändern.
  4. POSITION
    Wie bei jeder kommunikativen Tätigkeit von Unternehmen ist auch in Facebook zentral, dass man seine eigene Position genau kennt. Wer bin ich, was zeichnet mich gegenüber meinem Wettbewerb aus, was sollen die Leute über mich wissen. Je klarer das vorab formuliert ist, desto einfacher fallen dann die inhaltlichen Aktivitäten.
  5. TEAM
    Es macht viel Sinn, sich die Arbeit an Inhalten, das Reagieren auf Aktivitäten anderer, auf mehrere Schultern zu verteilen. Wohl dem der Mitarbeiter hat, die er in die Facebook-Arbeit einbinden kann. Aber auch Verabredungen mit dem eigenen Netzwerk über den Tausch von Inhalten, das Zuspielen von Bällen etc. hilft es enorm. Hier nützt es auch viel, wenn man seine Wettbewerber achtet und auch mal lobt .

 

Don’ts:

  1. MAUERN
    Aus der allgemeinen Angst vor Facebook – über die man lange und differenziert diskutieren könnte – resultiert oft die Neigung alles Private aus den unternehmerischen Aktivitäten herauszuhalten. Aber gerade das halte ich für falsch. Lange bevor es Facebook gab, haben erfolgreiche Vertriebler immer betont, wie wichtig das Zwischenmenschliche, das Private für ihren Erfolg ist. Wenn der Generaldirektor in dieselbe Grundschule gegangen ist, dasselbe exotische Hobby pflegt und im selben Krankenhaus Zivildienst gemacht hat, dann ist der Auftrag schon halb in der Tasche. Warum sollten wir diese Erkenntnis nicht auch in Facebook ausnutzen? Wo gerade diese Verknüpfung von privat und geschäftlich viel eleganter und zwangloser gelingen kann, als in den 5 Minuten, in denen man plötzlich im Büro des vorher völlig unbekannten Generaldirektor steht.
  2. SCHLAMPEN
    Wenn die erste Scheu vor Facebook gefallen ist, loten Neulinge gerne aus, was alles so geht. Dabei werden oft unglückliche Fehler gemacht und in der ganzen Begeisterung über die Leichtigkeit des Mediums vergessen, dass Facebook gerade für Unternehmer kein rechtsfreier Raum ist. Die AGBs von Facebook, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb oder das Urheberrecht sollten man schon im Blick haben, wenn auf einmal Gewinnspiele und Sonderangebote in Facebook platziert werden.
  3. GEIZ
    Facebook kostet Zeit und überraschender Weise auch Geld. Hier darf man in der Anfangsphase nicht zu geizig sein. Wie beim Sport wenn noch alles etwas ungelenk und wenig routiniert ist, kostet es halt mehr Kraft und Energie. Man muss sich bewusst sein, dass Facebook eine Investition ist. Aber wenn man ein klares Ziel hat, ist man auch in der Lage zu erkennen, ob sich die Investition lohnt und wo man nach einer Weile nachsteuern und optimieren kann.
  4. STRESS
    Es sind unheimlich viele Menschen mit guten Ratschlägen unterwegs, die einem genau sagen, was man posten soll, wie und wann. Von diesen Ratschlägen darf man sich aber nicht verrückt machen lassen. Man muss sich ausprobieren und seinen Stil finden. Die eigene Position und das eigene Ziel stehen ganz oben. Natürlich sollten man offen sein für Tipps und Hilfestellung – aber entspannt.
  5. UNGLÜCK
    Es ist keine Schande wieder aus Facebook rauszugehen, wenn man feststellt, dass es nicht den erhofften Erfolg bringt oder dass es nicht zum persönlichen Arbeitsstil passt und dass man die Facebook-Arbeit auch nicht an professionelle Kräfte auslagern kann. Wenn das so ist, empfiehlt sich der saubere Ausstieg statt des halbherzigen Weitermachens. Sauber finde ich z.B. wenn auf einer Facebook-Unternehmensseite klar steht, dass man sich gegen Facebook entschieden hat und dass man in einem anderen Medium oder über die eigene Internetseite zu finden ist. Das wird nicht jeder honorieren, aber ist immer noch viel besser als seine Besucher vor einem unaktuellen Facebook-Profil ratlos zurück zu lassen.

Als letztes hab ich dann noch 5 Tipps für Einsteiger vorgestellt. Auch die will ich hier nicht verschweigen.

Tipps:

  1. Bilder – Bilder – Videos
    Facebook ist ein visuelles Medium. Es geht darum seine Ideen, Neuigkeiten und Meinungen in Bilder zu kleiden. Wohl dem, der schöne, vorzeigbare Produkte hat. Videos hingegen sind mit Vorsicht zu genießen. Vielen Nutzern sind sie zu lang und wer seine Nutzer da einmal gelangweilt hat, hat viel Kredit verspielt. Aber da ein Video immer auch ein Standbild mit liefert, spricht nichts gegen wirklich spannende 30 Sekunden Bewegbilder.
  2. Fragen in Posts
    Dass der Dialog das Ziel ist, drückt sich zwar banal aber wirkungsvoll darin aus, dass Fragen wirkungsvoller sind als Aussagen. ‚Mir geht es gut‘ lässt wohl die meisten Nutzer kalt. ‚Bei dem schönen Wetter geh ich erstmal 2 Stunden raus und nicht ins Büro. Wie sieht das bei Euch aus?‘ hat da ganz anderes Potential.
  3. Menschen markieren in Unternehmensposts
    Menschen sind das A und O in Facebook. Nur leider erlaubt Facebook bei Nachrichten von Unternehmensseiten anders als bei persönlichen Posts nicht das einfache Hinzufügen von Personen, die mit dem Ereignis verbunden sind. Aber es gibt einen charmanten Umweg. Das Unternehmen postet einen Betrag mit Bild und ein persönlicher Nutzer fügt dann mittel ‚Markieren‘ dem Bild Personen hinzu.
  4. Go Mobile
    Facebook macht gleich mehr Spaß, geht schneller von der Hand und zeigt mehr Wirkung, wenn man dazu (auch) ein Smartphone einsetzt. Man sammelt mehr Bilder, kann Ideen schneller umsetzen und kann das eine oder andere Zeitfenster sinnvoll nutzen.
  5. b.FAST Workshops
    Ganz zum Schluss einen Tipp, der ein bisschen Werbung in eigener Sache ist. Wir werden in diesem Jahr 4 sogenannte b.FAST-Workshops durchführen, die sich explizit an Facebook-Anfänger richten. In 2 – 2,5 Stunden können die Teilnehmer live eigene Erfahrungen mit Facebook sammeln, ohne sich gleich ein eigenes Facebook-Konto anlegen zu müssen. Wie geht posten, wie geht teilen. Was ist der Unterschied zwischen einem persönlichen Profil und einer Unternehmensseite/Fanpage?Die Termine für die b.FAST-Workshops sind:
  • 15.4.2015
  • 17.6.2015
  • 26.8.2015
  • 25.11.2015

Jeweils von 18.30 bis 21.00 Uhr. Das ganze findet in den Räumen von KMB| in der Biebricher Allee statt. Kosten: 50,- pro Teilnehmer inkl. Getränke. Selbst wenn Sie selbst schon Facebook-Routiniert sind, vielleicht kennen Sie jemanden, dem die b.FAST-Workshops weiter helfen können.

 

Aber natürlich bietet auch der reguläre b.FAST-Stammtisch immer eine Fülle von wertvollen Anregungen von Experten und von aktiven Facebook-Anwendern. Der nächste Stammtisch findet am 8. April 2015 statt. Wie freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme.

Kultur 2.0: Social Media auch bei angestaubten Themen? – So war b.FAST im Oktober

Am 8. Oktober durften wir Frau Dr. Tanja Bernsau bei b.FAST willkommen heißen. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin und untersuchte in ihrer Doktorarbeit den Central Collecting Point Wiesbaden und den Einfluss der Monuments Men auf die deutsche Kulturgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr Studium der Kunstgeschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und BWL hat sie an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität absolviert. Die Themen “Provenienzforschung” und “Cultural Heritage” sind Schwerpunkte in ihrer Forschung.

Dementsprechend erzählte Tanja Bernsau uns ein bisschen was über ihre Arbeit. Für b.FAST besonders interessant daran war, dass sie vor etwa einem Jahr auch ein Blog gestartet hatte, in dem es anfangs primär um die Monuments Men ging – welch glücklicher Zufall, dass genau zu dieser Zeit auch George Clooneys Film zu diesem Thema in die Kinos kam. Sicherlich nicht nur deswegen, aber dadurch natürlich angetrieben, konnte Tanja Bernsau große Erfolge mit ihrem Blog verzeichnen und wurde zu zahlreichen Interviews eingeladen.

Ihren Weg von dem ersten Blog-Post bis heute zeichnete sie in ihrem Vortrag für uns – mit all seinen Höhen und Tiefen. Damit hingen natürlich auch einige andere Plattformen wie beispielsweise Facebook zusammen. So haben wir einen sehr guten Einblick in ihre Strategie bekommen und konnten diese gemeinsam diskutieren, weitere Fragen stellen aber auch den einen oder anderen Vorschlag für die Zukunft machen. Denn auch jetzt ist das Blog sehr aktiv. Nur beschäftigt sich Tanja Bernau nicht mehr nur mit den Monuments Men, sondern auch mit vielen anderen historischen Themen.

Wir danken Dr. Tanja Bernsau noch einmal für ihren spannenden Vortag und freuen uns natürlich auch schon auf den 12. November, wenn wir wieder gemütlich und bei leckerem Essen über alles diskutieren können, was Sie interessiert.