b.FAST Bericht – so war’s im Mai und Juni

Dass der b.FAST Stammtisch auch ganz persönlich sein kann, haben die beiden letzten Treffen gezeigt. Sowohl im Mai als auch im Juni konnten einzelne Teilnehmer unsere ganz individuelle Betreuung genießen.

So sieht individuelle Betreuung bei b.FAST aus.
So sieht individuelle Betreuung bei b.FAST aus.

Im Mai setzten wir uns dabei mit der 10-Jahres-Zukunftsvision von Mark Zuckerberg auseinander. Gemeinsam diskutierten wir seine Pläne und erörterten, wie sich diese Vision auf den Mittelstand in unserer näheren Umgebung auswirken könnte. Die Charts dazu finden Sie hier:

 

Im Juni hatten wir dagegen einen offenen Stammtisch angeboten. Dies wurde auch wieder gerne genutzt und so diskutierten wir mit einer Teilnehmerin ihre Start-Up-Idee sowie den Nutzen und die Möglichkeiten von Facebook für ebendiese.

Auch am 13. Juli wird noch einmal vor der Sommerpause (August) ein offener Stammtisch stattfinden, zu dem Sie gerne Ihre Fragen, Anregungen und Wünsche mitbringen können. Wir freuen uns auf Sie!

b.FAST im November: Der optimale Facebook-Post

Beim letzten Stammtisch hat Michael A. Schmidt uns Kriterien für den optimalen Facebook-Post vorgestellt. Viele spannende Inhalte, die man sich jedoch nicht alle auf einmal behalten kann. Aus diesem Grund möchten wir hier noch einmal die komplette Präsentation vom 13. November bereitstellen. Auf diese Weise können sich diejenigen, die dabei gewesen sind, noch einmal die interessanten Tipps ins Gedächtnis rufen – alle anderen sehen, was sie verpasst haben!

Der nächste Satmmtsich wird am 11. Dezmeber wie gewohnt im Ratskeller Biebrich stattfinden. Um etwas Weihnachtsstimmung zu verbreiten, werden wir ein Social-Media-Wichteln veranstalten. Mehr dazu bei Facebook und Xing.

Malerischer Social Media Erfolg

Insgesamt 35 Gäste hatten gestern Abend zu uns gefunden, um Volker Geyer, dem Inhaber von Malerische Wohnideen, ihre Fragen stellen zu können. Gespannt hatten sie sich an den zwei langen Tafeln im Biebricher Ratskeller versammelt. Mit einer kurzen Einleitung begann unser Mit-Initiator Dr. Klaus M. Bernsau und eröffnete dann die Fragerunde. Die Anfangsfragen gingen zwar vom Herrn Bernsau aus, bald klinkten sich jedoch auch die übrigen Teilnehmer ein.

Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.
Dr. Klaus M. Bernsau leitet ein.

Obwohl Herr Geyer erst seit vier Monaten ein Smartphone besitzt und nicht einmal E-Mails darauf empfängt, gilt er als anerkannter Profi im Bereich Social Media. 15000 Twitter-Follower, insgesamt 40000 Kontakte, 12 Prozent mehr Website-Besucher jeden Monat – aber wie macht er das? „Mit dem nötigen Durchhaltevermögen und der Disziplin, die vielen oft fehlt“. Drei Stunden am Tag beschäftigt sich der Inhaber von Malerische Wohnideen mit den verschiedenen Plattformen – im Vordergrund stehen dabei Twitter, Xing und Facebook. Hinzu kommt, dass ihm seine Arbeit und der Umgang mit Social Media einfach Spaß machen. Er „kümmert“ sich um jeden seiner Kontakte und schreibt alle seine Blog-Beiträge selbst! Zu einem guten Beitrag gehören seiner Ansicht nach „ein gutes Bild und ein Mensch, der integriert ist – der Rest ergibt sich von selbst“.

Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.
Volker Geyer von Malerische Wohnideen im Interview.

Volker Geyer ist aber auch als Malermeister ein Spezialist und bietet eben nicht die Standardleistungen an, also möglichst viel Fläche zu bestem Preis. Das ist seiner Meinung nach viel wichtiger ist als Social Media. Er hat sich eine Nische gesucht, was er auch jedem anderen empfehlen würde. „Nicht Social Media macht erfolgreich, sondern ein Konzept und eine Positionierung“ – wohl eine der wichtigsten und prägnantesten Aussagen von Volker Geyer gestern Abend! Es reicht nicht, einfach eine Facebook Fanpage zu haben, die Strategie dahinter ist wichtig!

Natürlich plauderte Herr Geyer auch über andere Dinge aus dem Nähkästchen. „Man muss seine Grenzen kennen“, war eine seiner Aussagen. Irgendwann muss also Schluss sein, sodass sich Familie und Freunde nicht vernachlässigt fühlen. Das offene Interview dauerte gut anderthalb Stunden. Danach startete der persönliche Austausch bei Wein und Bier zwischen den Teilnehmern, sodass Volker Geyers Antworten in kleineren Runden sowie mit ihm unter vier Augen diskutiert werden konnten.

Wer dieses Mal das Thema spannend fand, kann sich auch schon auf den nächsten Monat freuen. Am 8. Mai haben wir Herrn Christian Wild von Loci GmbH zu uns eingeladen. Unter dem Motto „Wir machen Social Media Erfolge“ wird er uns erzählen, wie Social Media Marketing geht, wenn man es nicht selbst macht, sondern von spezialisierten Dienstleistern betreiben lässt. Das komplette Gegensatzprogramm zu Volker Geyers Malerischen Wohnideen also. Wir sind gespannt.

Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr b.FAST Team

Dr. Klaus M. Bernsau

Michael A. Schmidt

Inna Vornovitcaia

Social Media: Viele machen mit. Wenige wissen, wieso.

Fast 3.000 Experten aus PR-Agenturen, Unternehmen und Medien wurden in einer aktuellen Trendstudie des Faktenkontors nach den Social Media Aktivitäten ihrer Unternehmen bzw. Auftraggeber befragt. Das verblüffende Ergebnis: 76 % sind aktiv, doch nur 13 % sehen darin einen echten Nutzen.

Wichtige Ergebnisse der Studie nennen bereits die frei erhältliche Zusammenfassung sowie ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der “Werben & Verkaufen” Printausgabe 17/2012.

Facebook ist die Nr. 1

Auch diese Studie bestätigt, dass an Facebook heute kein Weg vorbei führt: 66,4 % nutzen diese Plattform, gefolgt von Youtube, Xing und Twitter. Dabei werden hier in breiter Front alle gängigen Ziele der Marketingkommunikation verfolgt. So geht es (jeweils mit Anteil der Nennungen in Prozent) um:

  • Image-Pflege – 57 %
  • Kundenbindung – 43 %
  • Bekanntheit – 39 %
  • PR und Marketing – 30 %
  • Kundendialog – 29 %
  • Traffic für die Website – 26 %
  • Auffindbarkeit im Web – 15 %
  • Recruiting – 15 %
  • Service – 13 %
  • Neugeschäft – 11 %
  • Zielgruppen-Verständnis – 11 %

Es fällt auf, dass sich dabei neben sinnvollen, mediengerechten Aufgaben (z.B. Kundenbindung) weniger gut geeignete wie die Image-Pflege recht großer Beliebtheit erfreuen, während Paradedisziplinen der sozialen Netzwerke wie Service und Zielgruppen-Verständnis nur sehr wenig Ansehen genießen. Zum Teil mag das darin liegen, dass bereits ein “Wir sind dabei” als Imagefaktor gilt. Doch ob dieser Avantgarde-Charakter an sich heute noch eine nennenswerter Bedeutung hat, sei dahingestellt, zumal die meisten sozialen Netzwerke eines nicht erlauben: Eigenständige Darstellungsformen, die ein Unternehmen aus der Masse der zahlreichen Mitbewerber auf derselben Plattform herausheben könnten.

Fan-tasy statt harte Daten

Ein Kapitel, mit dem man sich am liebsten nur selten beschäftigt, ist die Erfolgsmessung: Gerade mal 21,3 % der Unternehmen führen regelmäßige Evaluierungen durch, 44 % dagegen nur sporadisch und 34,8 % überhaupt nicht. Dabei wird großen Zahlen deutlich der Vorzug vor validen Daten gegeben. Wichtigste Kriterien sind:

  • Follower und Fans – 52 %
  • Neue Kontakte / Leads – 41 %
  • Anzahl und Tonalität der Erwähnungen (“Word of mouth”-Wirkung) – 40 %

Multiplikatoren (“Influencer”) unter den Fans spielen mit 23 % dagegen kaum eine Rolle für die Unternehmen; klassische ROI-Faktoren wie Reichweite und Besuchsdauer werden gar nicht erst genannt. Dabei sind gerade das laut dem in der Gruppe bereits vorgestellten Thesenpapiers des Bundesverbands Digitale Wirtschaft BVDW die wirklich aussagefähigen Kriterien:
“Noch immer wird die Anzahl von Fans, Followern, Retweets oder Likes bei der ROI-Diskussion ins Feld geführt. Der Erfolg von digitaler Kommunikation bemisst sich nach wie vor anhand von bekannten Messgrößen, wie Reichweite, Besucher oder Besuchsdauer. Diese haben allerdings nur einen indirekten Zusammenhang mit den wirklichen Geschäftszielen der Unternehmen in Social Media.” (Quelle: BVDW)

Ein Bild sagt mehr als tausend Fans

Wohin sollte man also steuern, wenn man als Unternehmen echten Nutzen aus seinem Social Media Engagement ziehen möchte? Neben den vom BVDW genannten Kriterien bietet einen weitere Frage in der Studie Lösungsansätze: “Welche Inhalte lösen die meisten Reaktionen aus?”. Genannt wurden:

  • Bilder – 42 %
  • Videos – 38 %
  • Pressemitteilungen – 27 %
  • Verlosungen – 19 %
  • Blog-Beiträge – 15 %
  • Status-Updates – 14 %
  • Empfehlungen – 14 %
  • Umfragen – 12 %

Nicht genannt wird in der Zusammenfassung leider der Faktor Aktualisierung. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass hier – regelmäßig eingestellte – Neu-Inhalte gemeint sind. Ein Unternehmen, das nicht die Kapazität oder das Verständnis aufbringt, hier für regelmäßige Zufuhr zu sorgen, dürfte ohnehin in den sozialen Netzwerken schlechte Karten haben.

Die vollständige Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 75,- € beim Faktenkontor bestellt werden.