So war b.FAST Special @ncrm-Update mit dem Thema „Social Media für Berater“

Vortragende beim b.FAST Special: "Social Media für Berater"
Vortragende beim b.FAST Special: “Social Media für Berater”

Am 22. Februar fand in der Wirtschaftsförderung Wiesbaden in Kooperation mit dem ncrm e.V. das b.FAST Special statt. Zum Thema „Social Media für Berater“ zählten Frank Hamm (Frank Hamm Kommunikation und Kollaboration), Helmut König (Königskonzept) und Michael A. Schmidt (freier Texter) die wichtigsten Dinge auf, die Berater in Bezug auf soziale Medien beherzigen sollten. Die Kernessenz dieser drei Vorträge soll an dieser Stelle nun nochmals dargestellt werden:

  • Man braucht entweder Zeit oder Geld, um erfolgreich Social Media betreiben zu können.
  • Social Media Accounts ohne Aktivität sind schlecht; jedoch geht es in der heutigen Zeit kaum ohne Social Media.
  • Es ist wichtig, sich zu fokussieren – manche Medien eignen sich besser als andere; eine Priorisierung und Selektion sind notwendig.
  • Empfehlenswert ist es, sich einen Redaktionsplan weit im Voraus zurechtzulegen und sich dann an ihn zu halten.
  • Mindestens eine halbe Stunde sollte man am Tag für Social Media Aktivitäten einplanen.
  • Der persönliche Faktor sollte nicht ungenutzt bleiben.

An die Vorträge hat sich wie immer eine lebhafte Diskussion angeschlossen, sodass keine Fragen unbeantwortet blieben.

b.FAST findet das nächste Mal am 8. März im Gastwerk-Degenhardt statt. Wir freuen uns schon auf Ihre Fragen rund um Facebook for Business!

Das Online-Nachrichtenportal Merkurist.de – Journalismus im Zeitalter der Online-Kommunikation – so war b.FAST im Januar

Im Oktober startete unsere Vortragsreihe mit dem Motto „Der Blick über den Tellerrand von Facebook – aktuelle Trends von Social Media und Online-Kommunikation“. Den Anfang machte Michael A. Schmidt mit seinem Impulsvortrag „Soziale Medien heute: die neue Glotze“. Anschließend stellte uns Frank Hamm das Thema „Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ vor. Nach einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt im Dezember ging es letzten Mittwoch spannend weiter: Manuel Conrad, Gründer und CEO des Startups Merkurist.de, stellte uns das Konzept seiner Plattform für regionalen Online-Journalismus vor.

Bei Merkurist.de spielt der Leser eine besondere Rolle: Er kann über Themen, die er für berichtenswert hält, sogenannte „Snips“ erstellen. Mit dem „Oha!“-Button kann dann wiederum jeder Leser sein Interesse für ein bestimmtes Thema (Snip) bekunden. Interessieren sich viele Leser für einen Snip, so wird dieser zu einem Artikel ausgebaut. So entscheiden bei Merkurist.de die Leser mit, über welche regional interessanten Themen berichtet wird. Erfahren Sie hier, wie das genau funktioniert: https://merkurist.de/ oder https://merkurist.de/wiesbaden/howto.

Merkurist.de will den Lokaljournalismus neu und ausschließlich digital gestalten – ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass die Zahlungsbereitschaft für digitale Güter heute noch sehr gering ist. Das aktuelle Finanzierungsmodell basiert daher ausschließlich auf Einnahmen aus Werbung, PR und Marktforschung. Dennoch ist Merkurist.de nach nur wenigen Jahren bereits in drei Städten erfolgreich vertreten: Mainz, Wiesbaden und Frankfurt/M. Die Interaktion mit den Lesern, die Automatisierung vieler Prozesse sowie das Angebot attraktiver Werbeformen machen Merkurist.de zu dem, was es heute ist: ein Vorreiter im digitalen Journalismus.

Wir danken Manuel Conrad noch einmal für seinen spannenden und aufschlussreichen Vortrag!

Im Februar geht es am 09.02. mit einem offenen Stammtisch weiter, zu dem wir alle b.FASTler recht herzlich einladen – frei nach dem Motto “Kommen Sie mit Ihren Fragen!”

„Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ – so war b.FAST im November

Wie bereits angekündigt startete im Oktober unsere Vortragsreihe mit dem Motto „Der Blick über den Tellerrand von Facebook – Aktuelle Trends von Social Media und Online-Kommunikation“. Den Anfang machte Michael A. Schmidt mit seinem Impulsvortrag zu Sozialen Medien heute.

Im November stellte uns Frank Hamm (Frank Hamm Kommunikation und Kollaboration) nun das Thema „Frontalunterricht war gestern! Die Unkonferenz iKoKo und das Barcamp-Format“ vor. In seinem Impulsvortrag berichtete er zu Anfang von iKoKo. Eine Unkonferenz beschreibt das Gegenteil einer typischen Konferenz: es gibt kein fest vorgeschriebenes Programm und auch die Referenten ergeben sich erst spontan – nur um einige Beispiele zu nennen.

b.FAST im November im kleinen König in Wiesbaden
b.FAST im November im kleinen König in Wiesbaden

In diesem Zusammenhang hat Frank Hamm auch das Barcamp-Format geschildert und kurz das OpenSpace-Format umrissen. Dabei zeigte er sowohl Überschneidungen als auch Differenzen dieser beiden Konferenz- bzw. Unkonfrenz-Formate auf. Während OpenSpace insgesamt mehr einen Workshop-Charakter aufweist, geht es beim Barcamp tatsächlich um das Präsentieren – sei es eines bestimmten, ganzheitlichen Themas, nur einer groben Idee oder auch einer Fragestellung. Die Referenten melden sich zu Beginn eines Barcamps freiwillig und werden je nach Anzahl der Interessierten ausgewählt. Anschließend finden die Sessions mit diesen Referenten statt, die die anderen Teilnehmer besuchen können. Entspricht eine Session nicht den eigenen Erwartungen, erlaubt es die lockere Atmosphäre einer Unkonferenz, diese Session zu verlassen und zu einer anderen zu gehen oder einfach am Kaffeeautomaten ein Gespräch anzufangen.

 

Wir danken Frank Hamm auch auf diesem Weg noch einmal für seinen interessanten und aufschlussreichen Vortrag!

Außerdem freuen wir uns jetzt schon auf den Dezember-Termin (14.12.), bei dem wir alle b.FASTler recht herzlich zum Glühwein-Umtrunk auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt einladen! Der genaue Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Im Januar geht es dann weiter mit unserer Vortragsreihe – am 11.1. wird uns Manuel Conrad (CEO bei Merkurist.de) das Thema „Das Online-Nachrichtenportal Merkurist.de: Journalismus im Zeitalter der Online-Kommunikation“ vorstellen.

Wie immer freuen wir uns auf Sie!

Soziale Medien heute: die neue Glotze

Fast jeder ist heute “im Netz” und hat in mindestens einem Sozialen Medium schon mal ein Profil angelegt. Doch der inter-aktive Schein trügt, und das in mehr als einer Hinsicht. Denn nicht nur zeigt sich bei genauem Hinsehen, dass die meisten Nutzer lieber konsumieren als agieren. Oft sind sie auch längst weiter gezogen, und wer ihren Spuren folgen will, verheddert sich bald in einem heillosen Durcheinander, da jede Studie andere Medien ein- oder ausschließt.

Diese und andere interessante Erkenntnisse standen im Mittelpunkt unseres Oktober-b.FAST, bei dem es nach längerer Zeit wieder einen Impulsvortrag gab. Michael A. Schmidt berichtete im Kleinen König in der Wiesbadener Mauergasse über einige überraschende Erkenntnisse, wie Nutzer sich heute in Sozialen Medien verhalten.

Teilen und vergessen – ein typisches Phänomen

"Lesen wir die Beiträge, die wir teilen?" - Quelle: OnlineMarketing / Chartbeat 2014

“Lesen wir die Beiträge, die wir teilen?” – Quelle: OnlineMarketing / Chartbeat 2014Gerade Teilen bzw. Reposten ist doch ein sehr sozialer Akt … würde man meinen. Irrtum! An dem Beispiel zeigt sich anschaulich, wie weit die in Medien oft beschworene “soziale” Haltung der Nutzer von der Realität entfernt ist: So fand eine Studie heraus, dass gerade Nutzer, die Artikel fleißig teilen (gelbe, orange und rote Punkte), sich kaum mit Inhalten beschäftigen und auch insgesamt sehr wenig in den jeweiligen Medien engagieren. Wer dagegen oft im Netz ist, teilt Beiträge immer seltener.

Wenn überhaupt etwas geteilt wird, dann Inhalte, die äußerlich bewegen: interessante Bilder oder Statements sowie Momente aus dem eigenen Leben vom Abendessen bis zur Hochzeit oder dem Luxusurlaub. Oft steht hinter dem Teilen auch einfach der Wunsch, sich bei Netzfreunden in Erinnerung zu bringen oder eine bestimmte Sache zu unterstützen: “Mich gibt es noch!” und “Dafür/dagegen bin ich auch!” sind die häufigsten und oft auch die einzigen Botschaften.

Der Impulsvortrag von Michael A. Schmidt ist in vollem Gange.
Der Impulsvortrag von Michael A. Schmidt ist in vollem Gange.

Smalltalk is the Big Thing

Betrachtet man das ganze Bild, steht der Austausch mit Netzfreunden immer noch auf dem ersten Platz der Nutzungsinteressen. Danach haben vor allem Frauen den Wunsch, sich über Veranstaltungen und Angebote zu informieren, eigene Bilder hochzuladen sowie ihre Freunde um Rat und Hilfe zu bitten. Männer wollen sich eher über das Tages- und Weltgeschehen informieren, neue Kontakte knüpfen, berufliche Kontakte pflegen und Daten austauschen.

Unterschiede sind zwischen den Geschlechtern jedoch nur graduell; sie lassen sich eher an der Altersgruppe und den genutzten Medien festmachen. So ist der Messenger WhatsApp heute das mit Abstand am meisten genutzte Soziale Medium in Deutschland, gefolgt von YouTube. Facebook findet sich auf einem bescheidenen dritten Platz. Und selbst die Business-Plattform Xing, in der Gesamtnutzung auf Platz fünf, wird gern zum eher privaten Austausch genutzt (Rang 2 nach eigenen beruflichen Themen wie Jobsuche, Fortbildung, Arbeitswelt, Büroleben etc.).

Man klickt sich so durch

Privater Austausch unter Freunden – welches Unternehmen wünscht sich nicht, dabei sein zu dürfen und damit treue, engagierte Kunden ans eigene Angebot zu binden? Leider funktioniert es nicht. Nur wenigen Community Managern gelingt es, das spezielle Wir-Gefühl zu wecken, das sich wenigstens so ähnlich anfühlt wie ein privater Bekanntenkreis. Zum Teil liegt dies wohl an der Art der Themen – vor allem aber an der verbreiteten passiven Grundhaltung der Nutzer.

Dabei ist niemandem ein Vorwurf zu machen.  Zwei bis fünf Medien nutzen die meisten parallel – doch längst nicht immer dieselben. Gut zwei Dutzend Soziale Medien fallen in Deutschland in den “Relevant Set”, und immer wieder lockt ein hipper Newcomer wie zur Zeit Snapchat zum Weiterwandern. Das Überangebot hat seinen Preis: Die Zeit wird knapp, vor allem die fürs aktive Mitmachen. YouTube ist längst für die meisten das neue Lean-Back-Medium. Und auch in Facebook sowie fast allen anderen Kanälen wird vorzugsweise passiv konsumiert – immer häufiger auch überhaupt nicht mehr.

Willkommen im Chaos Counting Club

Die b.FAST Teilnehmer
Die b.FAST Teilnehmer

Wer nun als Werbetreibender in diesem Umfeld seine Kunden erreichen will und dazu ein paar Orientierungspunkte sucht, hat ein weiteres Problem – ob es ihm auffällt oder nicht: Es gibt keinen verbindlichen Kanon, welche Medien oder Anwendungen man zu den Sozialen zählt und welche nicht. Manchmal werden Messenger wie WhatsApp und Videoplattformen wie YouTube einbezogen, manchmal gelten sie als separate Kategorien. In einigen Studien wird Google+ verwunderlich weit oben eingeordnet, in anderen gar nicht erfasst. Ein ähnliches Schicksal teilen Pinterest oder Tumblr. US- oder globale Zahlen sind oft nicht als solche gekennzeichnet; mit Glück erkennt man sie daran, dass z. B. das international wichtige LinkedIn genannt wird, nicht aber Xing.

Wer sich für seine Social-Media-Werbeplanung keine Fachagentur leisten will, muss also seine Quellen selbst sorgfältig prüfen: Woher genau kommen die Leistungswerte, auf die er sich stützt? Welche Medien und Kenngrößen wurden erfasst? Und wie alt sind die ursprünglichen Zahlen? Denn oft verbergen sich hinter aktuellen Vergleichsstudien Ausgangswerte, die einige Jahre alt und in der Social Media Welt damit überholt sind.

Interpassivität – Herausforderung für kommerzielle Seitenbetreiber

Gut zwei Drittel der Deutschen bewegen sich regelmäßig im Internet und nutzen mindestens ein Soziales Medium, jüngere bis 30 zu über neunzig Prozent. Durch herkömmliche Display-Werbung erreicht man sie zwar kaum, doch sie erwarten ganz selbstverständlich, jeden Anbieter dort zu erreichen. Kein Firmenauftritt ist also auch keine Lösung.

Die vorherrschende Haltung der Nutzer ist eine eher “interpassive” als interaktive: Er bestimmt, wo, wann und wie lang, aber dann lässt er sich lieber berieseln. Für kommerzielle Seitenbetreiber ist das gut und schlecht zugleich: Gut, weil kaum Dialoge stattfinden, die aufwändig zeitnah betreut werden müssten. Schlecht, weil diese Berieselung immer neue Ideen und Impulse erfordert, wenn sie eine Chance haben will, die Nutzer an sich zu binden.

Nutzer wollen auf Augenhöhe “von Mensch zu Mensch” angesprochen werden. Von Unternehmen erwarten sie nützliche oder unterhaltsame Informationen, also einen “Content” mit Mehrwert – nur keine anstrengenden Details oder gar Verkaufe! Unerlässlich dazu sind ein langfristig tragfähiges Konzept mit guten Inhalten und eine Strategie, um mit möglichst wenig Aufwand mehrere Kanäle zu bespielen.

Quellen

ACTA 2015 (AfD Allensbach)
Adobe Digital Index: Best Of The Best 2015
allfacebook / GO Gulf 2014
ARD ZDF Online Studie 2015 (GfK)
Bitkom Research 2015
Blog2Social / ADENION 2016
Brandboost by Divimove 2015
Buffer Blog 2015
D21-Digital-Index 2015
eResult 2015
Faktenkontor / IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung 2016
GlobalWebIndex 2015
Google Consumer Barometer 2016
Gothaer 2016 (Forsa)
G+J Mobile 360° Studie 2014
HubSpot Consumer Behavior Survey, Q1 2016
Nielsen Digital Content Measurement 2015
OnlineMarketing / Chartbeat 2014
Overdrive Interactive 2016
PewInternet.Org 2013 / 2012
Seven One Media 2016 (Forsa)
Shell Jugendstudie 2015
Simmons Connect 2013
Social Media Kompass 2015/2016, BVDW Bundesverb. Digit. Wirtsch. (MEEDIA 2014)
Spotify 2016
TNS Infratest 2016
Toluna 2015
Tomorrow Focus Media 2015
YouGov Assekuranz-Studie 2015

 

b.FAST Bericht – so war’s im Mai und Juni

Dass der b.FAST Stammtisch auch ganz persönlich sein kann, haben die beiden letzten Treffen gezeigt. Sowohl im Mai als auch im Juni konnten einzelne Teilnehmer unsere ganz individuelle Betreuung genießen.

So sieht individuelle Betreuung bei b.FAST aus.
So sieht individuelle Betreuung bei b.FAST aus.

Im Mai setzten wir uns dabei mit der 10-Jahres-Zukunftsvision von Mark Zuckerberg auseinander. Gemeinsam diskutierten wir seine Pläne und erörterten, wie sich diese Vision auf den Mittelstand in unserer näheren Umgebung auswirken könnte. Die Charts dazu finden Sie hier:

 

Im Juni hatten wir dagegen einen offenen Stammtisch angeboten. Dies wurde auch wieder gerne genutzt und so diskutierten wir mit einer Teilnehmerin ihre Start-Up-Idee sowie den Nutzen und die Möglichkeiten von Facebook für ebendiese.

Auch am 13. Juli wird noch einmal vor der Sommerpause (August) ein offener Stammtisch stattfinden, zu dem Sie gerne Ihre Fragen, Anregungen und Wünsche mitbringen können. Wir freuen uns auf Sie!

Erfolg mit Social Media Marketing sichtbar machen – Kenngrößen für eine quantitative Ergebnisbestimmung

Der erste Business Facebook Stammtisch im Jahr 2016 startete mit einem Impuls-Vortrag über das Sichtbarmachen des Erfolgs im Social Media Marketing. Fast jeder Unternehmer kennt schließlich die Schwierigkeiten: eine Facebook-Unternehmens-Fanseite besitzen, interessanten und bedeutenden Content posten, Likes generieren und die Zahl der Fans steigern – doch was bringt das Ganze überhaupt? Wie man sich diesem Thema am besten nähert, zeigte uns Michael A. Schmidt in seinem Vortrag.

Nach einer kurzen Einführung in das Marketing und die Markenwahrnehmung allgemein, ging es ans Eingemachte. Um einen Erfolg messen zu können, müssen numerische Kenngrößen ermittelt werden. Das heißt, wie viele Fans/Follower gibt es, wie viele Seitenaufrufe, wie viele Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte), wie viel negatives Feedback bekommt das Unternehmen usw. Für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) erscheint das als überschaubare Arbeit, da die Masse an Interaktionen überschaubar ist, große Unternehmen mit vielen Followern und Interaktionen haben wesentlich mehr Informationen zum Auswerten. Allerdings haben eben diese auch das dafür benötigte Social Media Team die Interaktionen zu analysieren; KMU dagegen haben selten die nötigen Ressourcen. Es ist nicht nur wichtig die Anzahl der verschiedenen Interaktionen aufzulisten, sondern es ist auch wichtig diese zu analysieren und auszuwerten. Dafür werden zum Beispiel die Kommentare der Fans in unterschiedliche Tonfälle einsortiert. Hier ein Beispiel des Referenten:

b.FAST_Bild_Januar

Durchschnittlich hat jedes KMU in Deutschland 387 Fans. Teilt man diesen Wert durch die durchschnittliche Anzahl an Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte usw.), erhält man eine sogenannte Engagement-Rate. Je höher diese ist, desto mehr Wachstum bei der Fan- bzw. Followerzahl! Der Erfolg einer Facebook Seite lässt sich also prozentual bestimmen: liegt der Wert unter 0,64% Wachstum, gehört man zu den „schlechten Fanpages“, liegt der Wert darüber, befindet man sich im guten Mittelfeld oder gehört sogar zu den „besten Fanpages“.

Das Fazit unseres Referenten:

  • Marketing in sozialen Netzen funktioniert durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren, die sich auf unterschiedliche Medien verteilen können
  • Nur eine systematische Erfassung möglichst vieler Kennzahlen und Analysewerte kann hier einen echten Nachweis des Nutzens bringen
  • Wenn möglich, sollten dabei auch Mitbewerber beobachtet werden
  • Anfängliche Ergebnisse lassen sich leicht durch händische Auswertung erreichen – ab einer bestimmten Kosten- und Aufwandsschwelle werden softwaregestützte Lösungen oder ein Outsourcing unumgänglich

Das Thema führte auch während des Vortrags zu allerlei Diskussionen und Fragen, die die Ausführung bereicherten und das Interesse der Teilnehmer zeigte. Auch an diesem Abend konnten viele Impulse und Antworten mit auf dem Weg gegeben werden und wir freuen uns auf das nächste spannende Thema am 10. Februar.

b.FAST im November goes KMB| Abendevent

Liebe b.FASTler,

damit keine Missverständnisse entstehen, möchten wir alle b.FAST-Interessierten auch hier im Blog noch einmal darauf hinweisen, dass es im November eine kleine Änderung im b.FAST-Programm geben wird, was sich in einer Abweichung vom festen Termin (jeden zweiten Mittwoch im Monat) spiegeln wird. Und zwar veranstalten Klaus Bernsau und sein Team von KMB| am 12. November ein sogenanntes KMB| Abendevent, bei dem unser geschätzter b.FAST-Teilnehmer Frank Hamm einen Vortrag zum Thema: „Unendliche Welten – eine Zeitreise durch das Internet als Ort der Kommunikation“ halten wird. Dazu wird es in den Räumlichkeiten von KMB| Häppchen und Getränke geben, anschließend sollen wie immer interessante und anregende Gespräche folgen.

Somit entfällt der reguläre Mittwochstermin. Die Zeit bleibt aber gleich und so laden wir Sie herzlich ein, am Donnerstag, den 12. November 2015 um 18:30 Uhr mit Frank Hamm und uns gemeinsam auf die Zeitreise durch das Internet zu gehen. Veranstaltungsort ist die Biebricher Allee 29 in 65187 Wiesbaden.

Einladung KMB| Abendevent am 12. November
Einladung KMB| Abendevent am 12. November

Für mehr Informationen zu dem KMB| Abendevent, folgen Sie bitte dem Veranstaltungslink von Facebook oder Xing:
Facebook: https://www.facebook.com/events/1238510872832339/
Xing: https://www.xing.com/events/orte-kommunikation-1615245

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen und eine spannende Diskussion!

Viele Grüße
Inna Weyrauch| b.FAST

PS: Bitte lassen Sie uns bis zum 6. November 2015 wissen, ob Sie uns besuchen. Ohne eine Anmeldung können Sie leider nicht teilnehmen.

Trennung von privat und geschäftlich – Rückblick b.FAST 13.05.2015

Nachdem das letzte Thema „Dos und Don’ts bei Facebook“ so viel Diskussionsstoff geboten hatte, tauschten wir uns im Mai über ein nicht weniger diskussionsbedürftiges Thema aus: „Trennung von privat und geschäftlich bei Facebook“. Die wesentlichen Fragen waren:

  • Sollte man privat und geschäftlich trennen?
  • Geht das überhaupt?
  • Was sind die Herausforderungen und Konsequenzen?

Einig waren wir uns zwar, dass man versuchen sollte, das private Umfeld vom geschäftlichen zu trennen, doch kamen wir auch zu dem Schluss, dass das gar nicht so einfach ist. Einen entsprechenden Impuls gab uns Frank Hamm:

Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion
Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion

In einem kurzen Impuls-Vortrag erzählte er uns, wie er mit dem Thema umgeht und was die wesentlichen Schwierigkeiten sind. Mehr dazu lesen Sie in seinem Blog.

Das nächste Mal wird der b.FAST Stammtisch am 10. Juni stattfinden. Ein passendes Diskussionsthema werden wir uns noch überlegen und bis dahin bekannt geben. Über Vorschläge Ihrerseits würden wir uns aber selbstverständlich auch sehr freuen!

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Wie verlogen ist unsere Sittenmoral? – So war b.FAST im September

Markus   S t i f t e r   nutzte einen ZEIT-Titel als Aufhänger für seinen Vortrag zu Social Media Aktivitäten in der Erotikindustrie. Er zeigte auf, dass zum einen in Deutschland recht oft zu pornografischen Inhalten gegriffen wird – so landen 12,5 Prozent aller Website-Aufrufe auf pornografischen Seiten – zum anderen aber, dass dieses Thema dennoch immer noch sehr tabubehaftet ist. Letzteres macht das Bewerben von erotischen Produkten auf Social Media Plattformen natürlich durchaus schwierig. Nicht viele wollen Fanseiten liken, die beispielsweise ganz groß Vibratoren o.Ä. bewerben, denn was könnten bloß die Leute denken?

Auf diesen Hintergründen aufbauend stellte Markus   S t i f t e r  uns daraufhin die Chancen und Risiken seiner Arbeit als Berater vor. Seiner Ansicht nach besteht zum Beispiel weiterhin enormer Beratungsbedarf in der Erotikbranche, v.a. auch weil Social Media da oft Neuland ist. Dabei ist das Themenspektrum sehr vielfältig und man könnte recht viel damit machen. Natürlich zeigte uns Herr S t i f t e r  auch einige Beispiele aus seiner Projektarbeit, sodass wir einen Einblick bekommen haben und nun eine Vorstellung davon haben, wie so etwas richtig betrieben werden kann. Auch das Anschauungsmaterial durfte selbstverständlich nicht fehlen. So konnten wir nach dem Vortrag und der Diskussion auch ein bisschen das Spielkind in uns aufleben lassen 😉

Wir danken Markus S t i f t e r  noch einmal für seinen interessanten Vortag und freuen uns natürlich auch schon auf den 8. Oktober, wenn Dr. Tanja Bernsau ihren Vortrag hält zum Thema: „Wie schaffen sich Wissenschaftler und Kulturschaffende ein wirkungsvolles Netzwerk in den Sozialen Medien?“

„Haftungsrisiken im Social Media Bereich“ – Werner Reeb von Dr. Rünz & Reeb bei b.FAST

Mit einem ganz spannenden Thema haben wir uns bei b.FAST in die Sommerpause verabschiedet: „Haftungsrisiken im Social Media Bereich“. Es gibt kaum jemanden, der keine rechtliche Frage im Bereich Social Media hat – außer man ist vielleicht ein Anwalt. Und genau aus diesem Grund haben wir einen Anwalt, der auch sonst oft an unserem monatlichen Stammtisch im Ratskeller Biebrich teilnimmt, eingeladen, einen Vortrag zu halten und die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Werner Reeb teilte seinen Vortrag in vier Unterthemen: Anwendbares Recht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht sowie Vorgehen bei Inanspruchnahme – alles Themen, die sehr wichtig für ein Unternehmen sind, das im Bereich Social Media tätig sein möchte und ist. Braucht man tatsächlich ein Impressum und was gehört da eigentlich rein? Wie sieht es mit den Urheberrechten genau aus? Und was kann passieren, wenn man auf seiner Facebook Fanpage etwas mit einem Vorschaubild teilt und dann abgemahnt wird? Alles Fragen mit denen wir uns beschäftigen wollten. Und Herr Reeb hat sich bemüht, alles anzusprechen und zu beantworten – soweit es eben allgemein möglich ist. Und hier nun die zwei interessantesten Dinge, die wir am Mittwoch von Werner Reeb lernen konnten.

Beispielsweise ist jeder Anbieter von Telemedien zu einem Impressum verpflichtet – also jeder, der elektronische Informations- und Kommunikationsdienste anbietet. Auch eine sich im Aufbau befindende Seite muss bereits über ein Impressum verfügen. Das Impressum muss aber nicht zwangsläufig auf der Facebook Fanseite selbst integriert sein, sondern kann auf der eigenen Website verlinkt werden – vorausgesetzt: man findet es in weniger als zwei Klicks. Zwei spannende Details: Das Impressum muss nicht einmal „Impressum“ heißen. Hauptsache die notwendigen Informationen sind enthalten. Und Freiberufliche sind auf der sicheren Seite, wenn Sie auch auf ihrer Facebook-Personenseite ein Impressum haben.

Ein anderes interessantes Thema war, dass man grundsätzlich natürlich das Recht am eigenen Bild hat – Personen der Zeitgeschichte einmal ausgenommen. Wird jedoch eine Aufnahme gemacht, auf der man sich nicht im Mittelpunkt befindet, ist man nur Beiwerk und die ausdrückliche Genehmigung zur Veröffentlichung ist nicht mehr notwendig. Außerdem ist eine Bildbearbeitung, die die Realität sehr stark verzerrt nicht zulässig: Man darf also keinen Menschen fotografieren und seinen Kopf dann auf einen anderen – zum Beispiel nackten – Körper setzen. Das sollte man bei der nächsten Fotomontage besser beachten…

So viel zu dem kurzen Auszug aus den am 12. Juni behandelten Punkten. Selbstverständlich haben wir noch mehr interessante Fakten zu diesem rechtlichen Thema erfahren und auch bei der Diskussion wurden viele spannende Fragen gestellt. Unter den Teilnehmern war sogar noch ein Anwalt dabei, wodurch die Diskussion noch spannender wurde. Für den Vortrag und das Beantworten aller Fragen möchten wir uns bei Herrn Reeb noch einmal bedanken.

Beim Stammtisch am letzten Mittwoch haben wir es bereits angekündigt, hier nun aber noch einmal für alle: b.FAST geht für die nächsten zwei Monate in die Sommerpause. Das heißt, sowohl am 10. Juli als auch am 14. August wird kein Stammtisch stattfinden. Das nächste Mal sehen wir uns also im Herbst wieder. Wir freuen uns schon viele alte aber auch hoffentlich neue Gesichter am 11. September im Ratskeller Biebrich wiederzusehen!

Bis dahin

Ihr b.FAST Team