Erfolg mit Social Media Marketing sichtbar machen – Kenngrößen für eine quantitative Ergebnisbestimmung

Der erste Business Facebook Stammtisch im Jahr 2016 startete mit einem Impuls-Vortrag über das Sichtbarmachen des Erfolgs im Social Media Marketing. Fast jeder Unternehmer kennt schließlich die Schwierigkeiten: eine Facebook-Unternehmens-Fanseite besitzen, interessanten und bedeutenden Content posten, Likes generieren und die Zahl der Fans steigern – doch was bringt das Ganze überhaupt? Wie man sich diesem Thema am besten nähert, zeigte uns Michael A. Schmidt in seinem Vortrag.

Nach einer kurzen Einführung in das Marketing und die Markenwahrnehmung allgemein, ging es ans Eingemachte. Um einen Erfolg messen zu können, müssen numerische Kenngrößen ermittelt werden. Das heißt, wie viele Fans/Follower gibt es, wie viele Seitenaufrufe, wie viele Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte), wie viel negatives Feedback bekommt das Unternehmen usw. Für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) erscheint das als überschaubare Arbeit, da die Masse an Interaktionen überschaubar ist, große Unternehmen mit vielen Followern und Interaktionen haben wesentlich mehr Informationen zum Auswerten. Allerdings haben eben diese auch das dafür benötigte Social Media Team die Interaktionen zu analysieren; KMU dagegen haben selten die nötigen Ressourcen. Es ist nicht nur wichtig die Anzahl der verschiedenen Interaktionen aufzulisten, sondern es ist auch wichtig diese zu analysieren und auszuwerten. Dafür werden zum Beispiel die Kommentare der Fans in unterschiedliche Tonfälle einsortiert. Hier ein Beispiel des Referenten:

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Durchschnittlich hat jedes KMU in Deutschland 387 Fans. Teilt man diesen Wert durch die durchschnittliche Anzahl an Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte usw.), erhält man eine sogenannte Engagement-Rate. Je höher diese ist, desto mehr Wachstum bei der Fan- bzw. Followerzahl! Der Erfolg einer Facebook Seite lässt sich also prozentual bestimmen: liegt der Wert unter 0,64% Wachstum, gehört man zu den „schlechten Fanpages“, liegt der Wert darüber, befindet man sich im guten Mittelfeld oder gehört sogar zu den „besten Fanpages“.

Das Fazit unseres Referenten:

  • Marketing in sozialen Netzen funktioniert durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren, die sich auf unterschiedliche Medien verteilen können
  • Nur eine systematische Erfassung möglichst vieler Kennzahlen und Analysewerte kann hier einen echten Nachweis des Nutzens bringen
  • Wenn möglich, sollten dabei auch Mitbewerber beobachtet werden
  • Anfängliche Ergebnisse lassen sich leicht durch händische Auswertung erreichen – ab einer bestimmten Kosten- und Aufwandsschwelle werden softwaregestützte Lösungen oder ein Outsourcing unumgänglich

Das Thema führte auch während des Vortrags zu allerlei Diskussionen und Fragen, die die Ausführung bereicherten und das Interesse der Teilnehmer zeigte. Auch an diesem Abend konnten viele Impulse und Antworten mit auf dem Weg gegeben werden und wir freuen uns auf das nächste spannende Thema am 10. Februar.

Rückblick b.FAST im Oktober: Die 7+1 Thesen zum Umgang mit Social Media im Marketing

Der b.FAST-Stammtisch vom 14. Oktober stand ganz unter dem Motto Marketing 2.0. Um einen passenden Einstieg in das Thema zu finden, hat Mirke Kopmann von KMB| zu Beginn einen kurzen Impuls-Vortrag zu dem Thema gehalten. Darin hat sie 7+1 Thesen vorgestellt, die eine Anregung für die kommende Diskussion bieten sollten.

Ursprünglich wurden diese Thesen von KMB| für ein Bitkom-Seminar zu Social Media herausgearbeitet. Beim Stammtisch wurden sie verkürzt dargestellt und erklärt.

  1. „New Online“ steht im Mittelpunkt des Marketing 2.0!
    Gemeint ist damit Social Media, mobiles Internet, usw. – eben alles was über das klassisch bekannte Internet hinausgeht.
  2. Old Marketing muss mit New Online vernetzt werden!
    Diese These sorgte für viel Diskussionsbedarf, da die Formulierung das Gefühl einer Abwertung gegenüber den bisher genutzten Marketingstrategien erweckt. Das New Online sollte vor allem als gleichwertige Ergänzung und nicht als Ablösung zu den bisherigen Marketingmaßnamen gesehen werden.
  3. Go Mobile!
    Dieser Punkt wurde von allen Teilnehmern als wichtig empfunden, doch war man sich über die richtige Nutzung nicht einig. Da es schon einige gescheiterte Versuche vor allem im Bereich des Online-Shopping gibt. Vieles hat sich dort nicht durchgesetzt. Außerdem muss nicht jedes Angebot als App zur Verfügung stehen, wenn sie keinen Mehrwert schafft.
  4. Treten Sie in einen echten Dialog! Die vierte These behandelte den Dialog zwischen Unternehmen und Kunden. Vor allem Social Media wird oft missverstanden und zwar als Monolog statt als Dialog. Hier kamen von den Teilnehmern viele Einwürfe hinsichtlich der Zeit, in der auf Kommentare oder Beschwerden geantwortet werden sollte. Viele waren der Meinung, dass es nur einige Minuten dauern sollte, bis auf Nutzerkommentare reagiert und geantwortet wird. Ein weiterer Fehler, der unbemerkt zum sogenannten „Shitstorm“ führen kann, sei es, am Freitag Inhalte zu posten, die sich dann über das Wochenende verselbständigen. Bis Montag ist oftmals das Posten, Kommentieren und Teilen schon geschehen und ein Reagieren seitens des Unternehmens ist zu spät.

    Die Diskussionsrunde im Oktober bei b.FAST.
    Die Diskussionsrunde im Oktober bei b.FAST.
  5. Werden Sie schneller!
    Hier geht es darum, schneller zu werden: die Homepages, Antworten, Entscheidungen und Informationen müssen schnell an den Nutzer gebracht werden. Doch dabei ist immer zu beachten, dass der Content stimmt.
  6. Content ist King!
    Der Nutzer greift im Internet, anders als bei TV-Werbespots, aktiv auf die Inhalte zu. Daher muss das, was vom Unternehmen angeboten wird, auch relevant für ihn sein. Viele der Teilnehmer stimmten dem zu und brachten eigene Erfahrungen zum Stichwort „Contentmarketing“ mit an.
  7. Kontrolle ist besser!
    Ein sehr positiver Effekt beim Marketing 2.0 ist die Kontrolle bzw. das Feedback, das man daraus schließen kann. Dies ist einer der größten Vorteile im Gegensatz zum klassischen Marketing, denn die Resonanz bei einem Plakat zu messen, ist weitaus schwieriger als bei einem Facebook-Post. Diese letzte These war bei den Stammtisch-Teilnehmern mit Abstand die umstrittenste, denn hier ging es um den Kampf von Old Marketing gegen New Marketing, wodurch noch eine weitere These aufgestellt werden musste:
  8. Vom Kampf von Old Marketing gegen New Marketing nicht täuschen lassen!
    Hier fanden viele Teilnehmer aber zum einen die Formulierung zu unpassend, zum anderen wurde das Wort „Kampf“ als zu radikal gesehen und sollte eher durch Konflikt oder Wettstreit ersetzt werden. Im Grunde geht es darum, dass das Geld und die Ressourcen im Unternehmen zugeteilt werden, da müssen sich dann New Marketing und klassisches Marketing gegeneinander behaupten und abgewogen werden. Gerade in Hinblick auf die bisherigen Thesen wurde aber deutlich, dass es auf ein Gleichgewicht beider hinausläuft. Je nachdem eben, was zu dem Unternehmen und Produkt passt.

An diesem Abend wurden vor allem verschiedene Ansichten und Erfahrungen ausgetauscht. Das war besonders interessant, um über den eigenen Tellerrand hinaus und zu anderen Branchen zu blicken. Wir hoffen, dass wir dem einen oder anderen neue Anreize und anregende Gespräche mit auf den Weg geben konnten und freuen uns auf das nächste b.FAST-Treffen im November.

So war der b.FAST-Stammtisch im September – ein Bericht

Am Mittwoch, dem 9. September, gab es das erste b.FAST-Treffen nach der Sommer­pause, bei dem interessierte Unternehmer Fragen rund um Facebook stellen konnten. Der b.FAST-Tradition nach hat sich jeder Teilnehmer erstmal vorgestellt. Dadurch stellte sich heraus, dass die Mitglieder des Stamm­tisches aus verschieden Branchen kommen wie z.B. aus der Steuer­beratung oder dem Business­coaching.

Die Diskussionsrunde vom b.FAST im Septmber
Die Diskussionsrunde vom b.FAST im September

Bei netter Gesellschaft und leckerem Essen konnte sich entspannt dem Thema des Abends „Facebook“ genähert werden. Eine wichtige Frage der Runde drehte sich um die optimale Nutzung von Facebook für Steuer­berater. Ist Facebook eine gute Plattform, um Business­personen anzusprechen oder sind Gruppen bei Xing letzt­endlich doch ein geeigneteres Medium? Nach langer Diskussion kamen wir zu dem Ergebnis, dass man diese Frage nicht so einfach beantworten kann. Die Social Media Platt­formen haben unter­schiedliche Vor- und Nachteile, die von Branche zu Branche variieren. Wichtig ist, die Resonanz der Leser zu beobachten, um die optimale Nutzung für sich und sein Unternehmen zu finden. Gute Ideen und Tipps für Facebook-Seiten, die zur Vermarktung des Unternehmens dienen, sind aus dem Treffen natürlich auch hervorgegangen. Z.B. kann man im Arbeits­alltag Zeit gewinnen, indem man am Wochenende die Beiträge vorbereitet, die in der kommenden Woche gepostet werden sollen und in Facebook festlegen, wann diese in den Neuigkeiten erscheinen sollen. Diese Funktion findet man, wenn man neben dem Posten-Button das Untermenü anklickt und Planen auswählt. Anschließend kann man in einem neuen Fenster angeben, wann der Bericht veröffentlicht werden soll.

So konnten wir an diesem Abend einige brauchbare Hilfe­stellungen geben und weitere Fragen auch über Facebook hinaus klären. Nun freuen wir uns schon sehr auf das nächste b.FAST-Treffen am 14. Oktober 2015.

Trennung von privat und geschäftlich – Rückblick b.FAST 13.05.2015

Nachdem das letzte Thema „Dos und Don’ts bei Facebook“ so viel Diskussionsstoff geboten hatte, tauschten wir uns im Mai über ein nicht weniger diskussionsbedürftiges Thema aus: „Trennung von privat und geschäftlich bei Facebook“. Die wesentlichen Fragen waren:

  • Sollte man privat und geschäftlich trennen?
  • Geht das überhaupt?
  • Was sind die Herausforderungen und Konsequenzen?

Einig waren wir uns zwar, dass man versuchen sollte, das private Umfeld vom geschäftlichen zu trennen, doch kamen wir auch zu dem Schluss, dass das gar nicht so einfach ist. Einen entsprechenden Impuls gab uns Frank Hamm:

Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion
Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion

In einem kurzen Impuls-Vortrag erzählte er uns, wie er mit dem Thema umgeht und was die wesentlichen Schwierigkeiten sind. Mehr dazu lesen Sie in seinem Blog.

Das nächste Mal wird der b.FAST Stammtisch am 10. Juni stattfinden. Ein passendes Diskussionsthema werden wir uns noch überlegen und bis dahin bekannt geben. Über Vorschläge Ihrerseits würden wir uns aber selbstverständlich auch sehr freuen!

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

„Haftungsrisiken im Social Media Bereich“ – Werner Reeb von Dr. Rünz & Reeb bei b.FAST

Mit einem ganz spannenden Thema haben wir uns bei b.FAST in die Sommerpause verabschiedet: „Haftungsrisiken im Social Media Bereich“. Es gibt kaum jemanden, der keine rechtliche Frage im Bereich Social Media hat – außer man ist vielleicht ein Anwalt. Und genau aus diesem Grund haben wir einen Anwalt, der auch sonst oft an unserem monatlichen Stammtisch im Ratskeller Biebrich teilnimmt, eingeladen, einen Vortrag zu halten und die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Werner Reeb teilte seinen Vortrag in vier Unterthemen: Anwendbares Recht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht sowie Vorgehen bei Inanspruchnahme – alles Themen, die sehr wichtig für ein Unternehmen sind, das im Bereich Social Media tätig sein möchte und ist. Braucht man tatsächlich ein Impressum und was gehört da eigentlich rein? Wie sieht es mit den Urheberrechten genau aus? Und was kann passieren, wenn man auf seiner Facebook Fanpage etwas mit einem Vorschaubild teilt und dann abgemahnt wird? Alles Fragen mit denen wir uns beschäftigen wollten. Und Herr Reeb hat sich bemüht, alles anzusprechen und zu beantworten – soweit es eben allgemein möglich ist. Und hier nun die zwei interessantesten Dinge, die wir am Mittwoch von Werner Reeb lernen konnten.

Beispielsweise ist jeder Anbieter von Telemedien zu einem Impressum verpflichtet – also jeder, der elektronische Informations- und Kommunikationsdienste anbietet. Auch eine sich im Aufbau befindende Seite muss bereits über ein Impressum verfügen. Das Impressum muss aber nicht zwangsläufig auf der Facebook Fanseite selbst integriert sein, sondern kann auf der eigenen Website verlinkt werden – vorausgesetzt: man findet es in weniger als zwei Klicks. Zwei spannende Details: Das Impressum muss nicht einmal „Impressum“ heißen. Hauptsache die notwendigen Informationen sind enthalten. Und Freiberufliche sind auf der sicheren Seite, wenn Sie auch auf ihrer Facebook-Personenseite ein Impressum haben.

Ein anderes interessantes Thema war, dass man grundsätzlich natürlich das Recht am eigenen Bild hat – Personen der Zeitgeschichte einmal ausgenommen. Wird jedoch eine Aufnahme gemacht, auf der man sich nicht im Mittelpunkt befindet, ist man nur Beiwerk und die ausdrückliche Genehmigung zur Veröffentlichung ist nicht mehr notwendig. Außerdem ist eine Bildbearbeitung, die die Realität sehr stark verzerrt nicht zulässig: Man darf also keinen Menschen fotografieren und seinen Kopf dann auf einen anderen – zum Beispiel nackten – Körper setzen. Das sollte man bei der nächsten Fotomontage besser beachten…

So viel zu dem kurzen Auszug aus den am 12. Juni behandelten Punkten. Selbstverständlich haben wir noch mehr interessante Fakten zu diesem rechtlichen Thema erfahren und auch bei der Diskussion wurden viele spannende Fragen gestellt. Unter den Teilnehmern war sogar noch ein Anwalt dabei, wodurch die Diskussion noch spannender wurde. Für den Vortrag und das Beantworten aller Fragen möchten wir uns bei Herrn Reeb noch einmal bedanken.

Beim Stammtisch am letzten Mittwoch haben wir es bereits angekündigt, hier nun aber noch einmal für alle: b.FAST geht für die nächsten zwei Monate in die Sommerpause. Das heißt, sowohl am 10. Juli als auch am 14. August wird kein Stammtisch stattfinden. Das nächste Mal sehen wir uns also im Herbst wieder. Wir freuen uns schon viele alte aber auch hoffentlich neue Gesichter am 11. September im Ratskeller Biebrich wiederzusehen!

Bis dahin

Ihr b.FAST Team

Unser Thema im November: Facebook-Apps – was Unternehmen noch rausholen können

Wieder im Momo’s, wieder in kleiner Runde – b.FAST im November war wieder kuschelig-gemütlich. Großer Vorteil: Alle Interessierten konnten problemlos alle ihre Fragen loswerden! Keine blieb unbeantwortet!

Der November hat zudem einen Referenten mitgebracht: Sebastian Weyrauch, selbstständiger Software-Entwickler, führte uns in die spannende Welt der Facebook-Anwendungen hinein. An selbsterstellten Beispielen zeigte er uns, was technisch alles möglich ist und was inhaltlich so geht. Wir haben verschiedene Darstellungsweisen von Apps kennengelernt und auch gezeigt bekommen, wie die verschiedenen Anwendungen funktionieren. Wir haben gelernt, dass es diverse inhaltliche Ausrichtungen gibt und dass verschiedene Apps unterschiedliche Zwecke verfolgen. Am Ende des Vortrags hat uns Herr Weyrauch auch noch einige Tipps mitgegeben: wie man beispielsweise je nach Zweck und Zielgruppe am besten Fans generiert oder Markenbindungen aufbaut.

Selbstverständlich kamen auch einige Fragen auf. Herr Weyrauch beantwortet diese gern und versuchte immer mit passenden Beispielen auf die verschiedenen Unternehmen einzugehen. Sogar einen Exkurs in die Werbung auf Facebook gab es am 14. November. Sebastian Weyrauch zeigte uns die verschiedenen Optionen und erklärte, wie sich die Kosten dafür zusammensetzen.

Gerne plauderte der Software-Entwickler aus dem Nähkästchen – doch nur in der privaten Runde. Online können wir seine Präsentation leider nicht stellen, da sie zu viele Kundenbeispiele enthält. Sollte dieses Thema aber für noch mehr Facebook-Interessierte spannend sein, erklärte er sich bereit, den Vortrag irgendwann noch einmal zu halten – dann selbstverständlich mit aktuellen Beispielen!

Der letzte Herbstmonat brachte auch eine Änderung mit sich: In diesem Monat fand unser Stammtisch das letzte Mal im Momo’s statt. Trotz des leckeren Essens, des netten Ambientes und der insgesamt großen bisherigen Zufriedenheit mit dem Lokal müssen wir uns jetzt leider davon verabschieden. Einige Gäste fühlten sich durch unsere Vorträge mit Leinwand und Beamer gestört. Aus diesem Grund werden wir uns nach einer neuen Location umsehen müssen. Sobald wir fündig geworden sind, werden Sie selbstverständlich informiert. Wir freuen uns jedenfalls schon auf das nächste Mal!

Facebook wirkt! WebXF-Studie vergleicht erstmals Wirkung von Fanpages und Websites auf das Unternehmensimage.

Pressemeldung des Web Excellence Forum:

Kommunikationsverantwortliche internationaler Großunternehmen haben die Imagewirkung von Facebook vergleichend untersucht. Ergebnis der umfangreichen Studie: Fanpages wirken positiv auf die Unternehmensmarke; aber nicht so effektiv wie Corporate Websites.

Berlin, 23.04.2012 – Das Web Excellence Forum, eine Benchmark-Initiative von Kommunikationsverantwortlichen internationaler Großunternehmen, hat in einem wissenschaftlich fundierten Experiment mit mehr als 3.600 Teilnehmern erstmals die Wirkung von Fanpages auf das Markenimage von Unternehmen untersucht. Das Ergebnis: Der Kontakt mit einer Fanpage hat nachweisbar positiven Einfluss auf das Image. Allerdings wirkt der Besuch einer Corporate Website um ein Drittel stärker und zudem differenzierter auf das Image. Das vom WebXF gemeinsam mit Kommunikationswissenschaftlern der Universitäten Leipzig, St. Gallen und FU Berlin entwickelte Methodendesign ermöglicht erstmals detailliert vergleichende Wirkungsaussagen zu jeder Fanpage und Website.

„Unsere Fanpage Impact Messung zeigt eine klar positive Wirkung von Facebook auf das Markenimage. Man muss aber darauf hinweisen, dass Websites stärker und deutlich differenzierter wirken. Dennoch, im Vergleich zu Websites ist Facebook überraschend effizient“, fasst Michael Heine, Gründer des Web Excellence Forums, die Ergebnisse zusammen. „Durch unseren WebXF Benchmark sehen wir außerdem, dass einige Social Media Teams einen besseren Job machen, als andere. Es wurde höchste Zeit, dass Unternehmen solch fundierte Leistungsvergleiche durchführen können. Das Web Excellence Forum steht allen Unternehmen offen, die ihre digitale Kommunikation über Benchmarks steuern und verbessern möchten.“

„Im Web Excellence Forum haben wir seit 2004 gemeinschaftlich Standards zur vergleichenden Bewertung digitaler Kommunikation entwickelt, die bei zahlreichen Großunternehmen im Einsatz sind. Bisher lag der Fokus auf Websites. Mit der Fanpage Impact Studie und unseren neuen Instrumenten Fanpage Kompass und Brand Effects Cockpit erhalten Unternehmen nun auch klare Belege darüber, wie gut und wie erfolgreich sie in Sozialen Medien kommunizieren. Dies liefert den Verantwortlichen handfeste Argumente für ihre Social Media-Aktivitäten und -Investments“, ergänzt Matthias Schultze, 1. Vorsitzender des WebXF e.V.

Die WebXF Fanpage Impact Studie

An der WebXF Fanpage Impact Studie haben im Frühjahr 2012 3.638 Personen teilgenommen (rekrutiert aus einem Online Access-Panel, internetrepräsentativ nach Alter und Geschlecht quotiert). Alle Probanden besuchten unter kontrollierten Bedingungen entweder die Fanpage oder die Corporate Website eines von acht untersuchten Unternehmen aus dem Web Excellence Forum. Anschließend bewertete jeder Proband das Image des Unternehmens sowie das eines weiteren Unternehmens, dessen digitale Präsenz er nicht gesehen hatte.

Das wichtigste Ergebnis: Probanden, die weder Kontakt zur Fanpage noch zur Website eines Unternehmens hatten, benoten das Unternehmensimage im Durchschnitt mit einer 3.0. Hatten die Probanden die Fanpage aufgerufen, resultiert dies in einer durchschnittlichen Unternehmensnote von 2.6 (entspricht einem Imagegewinn von rund 10 %). Besuchten sie die Corporate Website, so gaben sie dem Unternehmen danach im Schnitt die Note 2.5 (entspricht einem Imagegewinn von rund 15 %).

Über das Web Excellence Forum (WebXF)

WebXF ist eine weltweit einzigartige Benchmarking-Initiative zur Bewertung digitaler Kommunikation. In ihr engagieren sich Corporate Web- und Social Media-Verantwortliche aus internationalen Großunternehmen; darunter B. Braun, Commerzbank, Daimler, Deutsche Telekom, EnBW, MLP, Schweizerische Post und Siemens. Wissenschaftliche Expertise steuern Professoren der Universitäten St. Gallen, Leipzig, Darmstadt sowie der FU Berlin bei. Weitere Informationen: www.webxf.org