Erfolg mit Social Media Marketing sichtbar machen – Kenngrößen für eine quantitative Ergebnisbestimmung

Der erste Business Facebook Stammtisch im Jahr 2016 startete mit einem Impuls-Vortrag über das Sichtbarmachen des Erfolgs im Social Media Marketing. Fast jeder Unternehmer kennt schließlich die Schwierigkeiten: eine Facebook-Unternehmens-Fanseite besitzen, interessanten und bedeutenden Content posten, Likes generieren und die Zahl der Fans steigern – doch was bringt das Ganze überhaupt? Wie man sich diesem Thema am besten nähert, zeigte uns Michael A. Schmidt in seinem Vortrag.

Nach einer kurzen Einführung in das Marketing und die Markenwahrnehmung allgemein, ging es ans Eingemachte. Um einen Erfolg messen zu können, müssen numerische Kenngrößen ermittelt werden. Das heißt, wie viele Fans/Follower gibt es, wie viele Seitenaufrufe, wie viele Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte), wie viel negatives Feedback bekommt das Unternehmen usw. Für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) erscheint das als überschaubare Arbeit, da die Masse an Interaktionen überschaubar ist, große Unternehmen mit vielen Followern und Interaktionen haben wesentlich mehr Informationen zum Auswerten. Allerdings haben eben diese auch das dafür benötigte Social Media Team die Interaktionen zu analysieren; KMU dagegen haben selten die nötigen Ressourcen. Es ist nicht nur wichtig die Anzahl der verschiedenen Interaktionen aufzulisten, sondern es ist auch wichtig diese zu analysieren und auszuwerten. Dafür werden zum Beispiel die Kommentare der Fans in unterschiedliche Tonfälle einsortiert. Hier ein Beispiel des Referenten:

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Durchschnittlich hat jedes KMU in Deutschland 387 Fans. Teilt man diesen Wert durch die durchschnittliche Anzahl an Interaktionen (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte usw.), erhält man eine sogenannte Engagement-Rate. Je höher diese ist, desto mehr Wachstum bei der Fan- bzw. Followerzahl! Der Erfolg einer Facebook Seite lässt sich also prozentual bestimmen: liegt der Wert unter 0,64% Wachstum, gehört man zu den „schlechten Fanpages“, liegt der Wert darüber, befindet man sich im guten Mittelfeld oder gehört sogar zu den „besten Fanpages“.

Das Fazit unseres Referenten:

  • Marketing in sozialen Netzen funktioniert durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren, die sich auf unterschiedliche Medien verteilen können
  • Nur eine systematische Erfassung möglichst vieler Kennzahlen und Analysewerte kann hier einen echten Nachweis des Nutzens bringen
  • Wenn möglich, sollten dabei auch Mitbewerber beobachtet werden
  • Anfängliche Ergebnisse lassen sich leicht durch händische Auswertung erreichen – ab einer bestimmten Kosten- und Aufwandsschwelle werden softwaregestützte Lösungen oder ein Outsourcing unumgänglich

Das Thema führte auch während des Vortrags zu allerlei Diskussionen und Fragen, die die Ausführung bereicherten und das Interesse der Teilnehmer zeigte. Auch an diesem Abend konnten viele Impulse und Antworten mit auf dem Weg gegeben werden und wir freuen uns auf das nächste spannende Thema am 10. Februar.

b.FAST im November goes KMB| Abendevent

Liebe b.FASTler,

damit keine Missverständnisse entstehen, möchten wir alle b.FAST-Interessierten auch hier im Blog noch einmal darauf hinweisen, dass es im November eine kleine Änderung im b.FAST-Programm geben wird, was sich in einer Abweichung vom festen Termin (jeden zweiten Mittwoch im Monat) spiegeln wird. Und zwar veranstalten Klaus Bernsau und sein Team von KMB| am 12. November ein sogenanntes KMB| Abendevent, bei dem unser geschätzter b.FAST-Teilnehmer Frank Hamm einen Vortrag zum Thema: „Unendliche Welten – eine Zeitreise durch das Internet als Ort der Kommunikation“ halten wird. Dazu wird es in den Räumlichkeiten von KMB| Häppchen und Getränke geben, anschließend sollen wie immer interessante und anregende Gespräche folgen.

Somit entfällt der reguläre Mittwochstermin. Die Zeit bleibt aber gleich und so laden wir Sie herzlich ein, am Donnerstag, den 12. November 2015 um 18:30 Uhr mit Frank Hamm und uns gemeinsam auf die Zeitreise durch das Internet zu gehen. Veranstaltungsort ist die Biebricher Allee 29 in 65187 Wiesbaden.

Einladung KMB| Abendevent am 12. November
Einladung KMB| Abendevent am 12. November

Für mehr Informationen zu dem KMB| Abendevent, folgen Sie bitte dem Veranstaltungslink von Facebook oder Xing:
Facebook: https://www.facebook.com/events/1238510872832339/
Xing: https://www.xing.com/events/orte-kommunikation-1615245

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen und eine spannende Diskussion!

Viele Grüße
Inna Weyrauch| b.FAST

PS: Bitte lassen Sie uns bis zum 6. November 2015 wissen, ob Sie uns besuchen. Ohne eine Anmeldung können Sie leider nicht teilnehmen.

Rückblick b.FAST im Oktober: Die 7+1 Thesen zum Umgang mit Social Media im Marketing

Der b.FAST-Stammtisch vom 14. Oktober stand ganz unter dem Motto Marketing 2.0. Um einen passenden Einstieg in das Thema zu finden, hat Mirke Kopmann von KMB| zu Beginn einen kurzen Impuls-Vortrag zu dem Thema gehalten. Darin hat sie 7+1 Thesen vorgestellt, die eine Anregung für die kommende Diskussion bieten sollten.

Ursprünglich wurden diese Thesen von KMB| für ein Bitkom-Seminar zu Social Media herausgearbeitet. Beim Stammtisch wurden sie verkürzt dargestellt und erklärt.

  1. „New Online“ steht im Mittelpunkt des Marketing 2.0!
    Gemeint ist damit Social Media, mobiles Internet, usw. – eben alles was über das klassisch bekannte Internet hinausgeht.
  2. Old Marketing muss mit New Online vernetzt werden!
    Diese These sorgte für viel Diskussionsbedarf, da die Formulierung das Gefühl einer Abwertung gegenüber den bisher genutzten Marketingstrategien erweckt. Das New Online sollte vor allem als gleichwertige Ergänzung und nicht als Ablösung zu den bisherigen Marketingmaßnamen gesehen werden.
  3. Go Mobile!
    Dieser Punkt wurde von allen Teilnehmern als wichtig empfunden, doch war man sich über die richtige Nutzung nicht einig. Da es schon einige gescheiterte Versuche vor allem im Bereich des Online-Shopping gibt. Vieles hat sich dort nicht durchgesetzt. Außerdem muss nicht jedes Angebot als App zur Verfügung stehen, wenn sie keinen Mehrwert schafft.
  4. Treten Sie in einen echten Dialog! Die vierte These behandelte den Dialog zwischen Unternehmen und Kunden. Vor allem Social Media wird oft missverstanden und zwar als Monolog statt als Dialog. Hier kamen von den Teilnehmern viele Einwürfe hinsichtlich der Zeit, in der auf Kommentare oder Beschwerden geantwortet werden sollte. Viele waren der Meinung, dass es nur einige Minuten dauern sollte, bis auf Nutzerkommentare reagiert und geantwortet wird. Ein weiterer Fehler, der unbemerkt zum sogenannten „Shitstorm“ führen kann, sei es, am Freitag Inhalte zu posten, die sich dann über das Wochenende verselbständigen. Bis Montag ist oftmals das Posten, Kommentieren und Teilen schon geschehen und ein Reagieren seitens des Unternehmens ist zu spät.

    Die Diskussionsrunde im Oktober bei b.FAST.
    Die Diskussionsrunde im Oktober bei b.FAST.
  5. Werden Sie schneller!
    Hier geht es darum, schneller zu werden: die Homepages, Antworten, Entscheidungen und Informationen müssen schnell an den Nutzer gebracht werden. Doch dabei ist immer zu beachten, dass der Content stimmt.
  6. Content ist King!
    Der Nutzer greift im Internet, anders als bei TV-Werbespots, aktiv auf die Inhalte zu. Daher muss das, was vom Unternehmen angeboten wird, auch relevant für ihn sein. Viele der Teilnehmer stimmten dem zu und brachten eigene Erfahrungen zum Stichwort „Contentmarketing“ mit an.
  7. Kontrolle ist besser!
    Ein sehr positiver Effekt beim Marketing 2.0 ist die Kontrolle bzw. das Feedback, das man daraus schließen kann. Dies ist einer der größten Vorteile im Gegensatz zum klassischen Marketing, denn die Resonanz bei einem Plakat zu messen, ist weitaus schwieriger als bei einem Facebook-Post. Diese letzte These war bei den Stammtisch-Teilnehmern mit Abstand die umstrittenste, denn hier ging es um den Kampf von Old Marketing gegen New Marketing, wodurch noch eine weitere These aufgestellt werden musste:
  8. Vom Kampf von Old Marketing gegen New Marketing nicht täuschen lassen!
    Hier fanden viele Teilnehmer aber zum einen die Formulierung zu unpassend, zum anderen wurde das Wort „Kampf“ als zu radikal gesehen und sollte eher durch Konflikt oder Wettstreit ersetzt werden. Im Grunde geht es darum, dass das Geld und die Ressourcen im Unternehmen zugeteilt werden, da müssen sich dann New Marketing und klassisches Marketing gegeneinander behaupten und abgewogen werden. Gerade in Hinblick auf die bisherigen Thesen wurde aber deutlich, dass es auf ein Gleichgewicht beider hinausläuft. Je nachdem eben, was zu dem Unternehmen und Produkt passt.

An diesem Abend wurden vor allem verschiedene Ansichten und Erfahrungen ausgetauscht. Das war besonders interessant, um über den eigenen Tellerrand hinaus und zu anderen Branchen zu blicken. Wir hoffen, dass wir dem einen oder anderen neue Anreize und anregende Gespräche mit auf den Weg geben konnten und freuen uns auf das nächste b.FAST-Treffen im November.

So war der b.FAST-Stammtisch im September – ein Bericht

Am Mittwoch, dem 9. September, gab es das erste b.FAST-Treffen nach der Sommer­pause, bei dem interessierte Unternehmer Fragen rund um Facebook stellen konnten. Der b.FAST-Tradition nach hat sich jeder Teilnehmer erstmal vorgestellt. Dadurch stellte sich heraus, dass die Mitglieder des Stamm­tisches aus verschieden Branchen kommen wie z.B. aus der Steuer­beratung oder dem Business­coaching.

Die Diskussionsrunde vom b.FAST im Septmber
Die Diskussionsrunde vom b.FAST im September

Bei netter Gesellschaft und leckerem Essen konnte sich entspannt dem Thema des Abends „Facebook“ genähert werden. Eine wichtige Frage der Runde drehte sich um die optimale Nutzung von Facebook für Steuer­berater. Ist Facebook eine gute Plattform, um Business­personen anzusprechen oder sind Gruppen bei Xing letzt­endlich doch ein geeigneteres Medium? Nach langer Diskussion kamen wir zu dem Ergebnis, dass man diese Frage nicht so einfach beantworten kann. Die Social Media Platt­formen haben unter­schiedliche Vor- und Nachteile, die von Branche zu Branche variieren. Wichtig ist, die Resonanz der Leser zu beobachten, um die optimale Nutzung für sich und sein Unternehmen zu finden. Gute Ideen und Tipps für Facebook-Seiten, die zur Vermarktung des Unternehmens dienen, sind aus dem Treffen natürlich auch hervorgegangen. Z.B. kann man im Arbeits­alltag Zeit gewinnen, indem man am Wochenende die Beiträge vorbereitet, die in der kommenden Woche gepostet werden sollen und in Facebook festlegen, wann diese in den Neuigkeiten erscheinen sollen. Diese Funktion findet man, wenn man neben dem Posten-Button das Untermenü anklickt und Planen auswählt. Anschließend kann man in einem neuen Fenster angeben, wann der Bericht veröffentlicht werden soll.

So konnten wir an diesem Abend einige brauchbare Hilfe­stellungen geben und weitere Fragen auch über Facebook hinaus klären. Nun freuen wir uns schon sehr auf das nächste b.FAST-Treffen am 14. Oktober 2015.

Contentmarketing & Storytelling – Thema beim Juli b.FAST

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Michael A. Schmidt bringt den Teilnehmern Contentmarketing näher

“Contentmarketing” und “Storytelling” sind Schlagworte, die heute in praktisch jedem Fachbeitrag zum Thema Online-Marketing erscheinen. Sie sind offenbar ungeheuer wichtig. Doch was genau ist das überhaupt? Was ist Contentmarketing und was kann es leisten? Und wie kann man Storytelling sinnvoll einsetzen, so dass es auch auf die eigene Marke oder Leistung einzahlt? Für unser Juli-Treffen hat b.FAST Mitveranstalter Michael Schmidt im b.FAST “Wissensspeicher” recherchiert und die wichtigsten Stichworte zu einem kurzen Referat zusammengestellt.

Ausgangspunkt war ein Urlaubserlebnis – die Führung durch die ‘Buffalo Trace’ Bourbon-Destillerie. Da ging es um Maische und Destillation, um Lagerung und Abfüllung, um Historie und Anekdoten. Mit keinem Wort hat der Führer versucht, den Bourbon oder die zahlreichen Merchandise-Artikel zu “verkaufen”. Er hat einfach erzählt. Zum Beispiel, dass Buffalo Trace eine von nur vier Destillerien in den USA war, die während der Prohibitions­zeit weiter Whiskey produzieren durfte – zu “medizinischen Zwecken”. So klingen echte Storys: Informationen, die im Gedächtnis bleiben und den Hörer oder Leser mit der Marke vertraut machen, selbst wenn er nie einen Schluck Whiskey trinken würde.

Danach ging es in die Theorie (siehe Slideshow): Was kann Contentmarketing leisten und was nicht? Was ist “Nontent”, also Füllmaterial, das billig zu haben ist und leider oft für echten Inhalt herhalten muss? Echter Content dagegen muss drei Felder abdecken – nämlich themenbezogene Highlight-, Kern- und Zusatzinformationen – und dazu jeweils in ausreichender Menge vorhanden sein. Dabei ist Storytelling ein Element, das vor allem für Highlight- und Kerninformationen passt. Mit dem Redaktionsplan schließlich zeigt sich schnell, ob das Projekt Aussicht auf Erfolg hat: Sind die Inhalte und Storykonzepte serienfähig und reichhaltig genug für 1-2 Jahre bei mindestens 2 Veröffentlichungs­terminen pro Woche?

Im dritten Teil stand dann wieder die Praxis im Vordergrund: Woher kommen die “Geschichten”? Entlang einer amerikanischen Infografik schauten wir uns einige gute Ideenquellen an: von dritter Seite. Aus dem ganz normalen Alltag. Durch Kopieren bewährter Erzählmuster. Und durch gezieltes Anregen der eigenen Inspiration. Notfalls hilft natürlich auch ein Schluck Whiskey, doch das wollte der Referent nicht offiziell bestätigen …

Das erste Mal Junior-b.FAST – So war es im Juni

Da wir gestern ein relatives „junges“ Stammtisch-Thema hatten, haben wir den b.FAST Stammtisch mal unter das Motto „Junior-b.FAST“ gestellt und gehofft, so auch einige Meinungen der jüngeren Nutzer einzuholen. „Ist Facebook schon wieder out?“ haben wir uns gefragt und dies auch gemeinsam in der tatsächlich etwas jüngeren Runde diskutiert.

Junior-b.FAST im Juni
Junior-b.FAST im Juni

Die Meinungen lagen recht nah beieinander. Es ist ja schon länger bekannt, dass Facebook immer älter wird, weil die junge Generation der 14 bis 18-Jährigen sich inzwischen nach anderen Möglichkeiten umsieht. Dafür wächst die Stamm-Nutzerschaft mit und auch immer mehr ältere Menschen melden sich bei Facebook an. Trotzdem mussten wir feststellen, dass Facebook für uns nicht mehr dasselbe ist wie am Anfang. Es wird immer weniger gepostet, die gewerblichen Posts überwiegen immer mehr und die Nutzer verlieren langsam aber sicher das Interesse an der Plattform.

Junior-b.FAST im Juni
Junior-b.FAST im Juni

Wir konnten uns aber auch nicht einig werden über die neue In-Plattform. Instagram war im Gespräch und auch über Snapchat und Whats-App haben wir uns ausgetauscht, aber einen richtigen Boom konnten wir nicht feststellen. Es bleibt also spannend. Was wird die nächste große Sache?

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal b.FAST. Vielleicht hat ja dann jemand eine Idee…

Ihr b.FAST Team

Trennung von privat und geschäftlich – Rückblick b.FAST 13.05.2015

Nachdem das letzte Thema „Dos und Don’ts bei Facebook“ so viel Diskussionsstoff geboten hatte, tauschten wir uns im Mai über ein nicht weniger diskussionsbedürftiges Thema aus: „Trennung von privat und geschäftlich bei Facebook“. Die wesentlichen Fragen waren:

  • Sollte man privat und geschäftlich trennen?
  • Geht das überhaupt?
  • Was sind die Herausforderungen und Konsequenzen?

Einig waren wir uns zwar, dass man versuchen sollte, das private Umfeld vom geschäftlichen zu trennen, doch kamen wir auch zu dem Schluss, dass das gar nicht so einfach ist. Einen entsprechenden Impuls gab uns Frank Hamm:

Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion
Trennung von privat und geschäftlich: Eine Illusion

In einem kurzen Impuls-Vortrag erzählte er uns, wie er mit dem Thema umgeht und was die wesentlichen Schwierigkeiten sind. Mehr dazu lesen Sie in seinem Blog.

Das nächste Mal wird der b.FAST Stammtisch am 10. Juni stattfinden. Ein passendes Diskussionsthema werden wir uns noch überlegen und bis dahin bekannt geben. Über Vorschläge Ihrerseits würden wir uns aber selbstverständlich auch sehr freuen!

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen Teil 2 – Rückblick bFast 08.04.2015

Bei dem b.FAST-Stammtisch im April ging es wieder um das Thema „Dos und Dont’s für Facebook-Einsteiger“. Dabei knüpften wir alle gemeinsam an den Impuls-Vortrag von Dr. Klaus M. Bernsau vom letzten Monat an. Die von ihm präsentierten Dos und Don’ts finden Sie hier. Auch im März wurde nach dem Vortrag schon rege diskutiert, was in Facebook gemacht werden sollte und was ein „No-Go“ ist. Diese Diskussion konnte nun weitergeführt werden.

Die b.FAST Teilnehmer im April
Die b.FAST Teilnehmer im April

Vom kompletten Facebook-Neuling bis zum Facebook-„Profi“ war wieder jeder vertreten, wodurch der eine oder andere Tipp ausgetauscht und viele Fragen beantwortet werden konnten:

  • Wie präsentiere ich mein Unternehmen am besten auf Facebook?
  • Wie kann ich mehr Leute mit meiner Seite erreichen?
  • Was sollte ich auf jeden Fall auf Facebook unterlassen, damit mein Einstieg erfolgreich wird?
  • Wie gehe ich mit Spam/Spammern um?
  • Warum ist Facebook für meine Inhalte die bessere Plattform als Xing? Und ist das tatsächlich so?
  • Wie gehe ich mit fremden Bildern um und was sind die besten Quellen?
  • Und und und…

Wieder wurde schnell klar: Facebook funktioniert definitiv nach dem „learning-by-doing“-Prinzip. Jedoch ist es auch sinnvoll, sich Tipps, Empfehlungen aber auch Warnungen von erfahreneren Nutzern einzuholen, um am Anfang nicht nur auf sich allein gestellt zu sein. Dies kann nämlich schnell überfordern.

Der nächste Stammtisch findet 13. Mai statt. Eine gesonderte Einladung wird es wieder wie immer in Facebook und Xing geben. Am 15. April findet jedoch zum ersten Mal ein Schnupper-Workshop für Facebook-Anfänger statt. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt es hier auf Facebook und hier in Xing.

Bis zum nächsten Mal!
b.FAST

Dos und Don’ts für Facebook-Einsteiger und solche, die es werden wollen – Rückblick b.FAST 11.3.2015

Hier nochmal in aller Kürze die Ideen, die ich am 11.3.2015 zur Diskussion gestellt habe.

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Dos:

  1. VERSUCHEN
    Jeder, der als mittelständischer Unternehmer oder kleiner Selbstständiger in einem Markt aktiv ist, in dem es mehr als 100 potentielle Kunden gibt, sollte ausprobieren, wie es sich auf Facebook anfühlt.
    Hier sind die Menschen, hier sind die Massen. Und noch gibt es keine andere Plattform mit der ich so viele Menschen auf einmal erreichen kann. Gerade wer Angst vor Zeitverschwendung hat, sollte erstmal Facebook ausprobieren, vor anderen sozialen Medien.
  2. ZUHÖREN
    Facebook und alle sozialen Medien sind kein Werbekanal. Es geht nicht darum in möglichst hoher Frequenz Meldungen abzusetzen. Es geht darum mit Menschen in einen Dialog zu kommen – durchaus mit technischen Hilfsmitteln. Aber damit das nicht schnell verpufft, ist ein wichtiger Teil der Präsenz auch das Beobachten der Aktivitäten anderer Menschen und das gezielte Eingehen darauf.
  3. ZIEL
    Erfolg in Facebook kann sich nur einstellen, wenn man sich klare Ziele setzt. Bei Zielen hat sich das SMART-Prinzip bewährt. Ziele müssen spezifisch, messbar, anspruchsvoll, relevant und terminiert sein. ‚Ich will Facebook nur mal ausprobieren‘ ist auch ein legitimes Ziel, wenn es SMART ausformuliert ist. Und es ist okay, wenn sich mit den Erfolgen und ggf. Misserfolgen die Ziele ändern.
  4. POSITION
    Wie bei jeder kommunikativen Tätigkeit von Unternehmen ist auch in Facebook zentral, dass man seine eigene Position genau kennt. Wer bin ich, was zeichnet mich gegenüber meinem Wettbewerb aus, was sollen die Leute über mich wissen. Je klarer das vorab formuliert ist, desto einfacher fallen dann die inhaltlichen Aktivitäten.
  5. TEAM
    Es macht viel Sinn, sich die Arbeit an Inhalten, das Reagieren auf Aktivitäten anderer, auf mehrere Schultern zu verteilen. Wohl dem der Mitarbeiter hat, die er in die Facebook-Arbeit einbinden kann. Aber auch Verabredungen mit dem eigenen Netzwerk über den Tausch von Inhalten, das Zuspielen von Bällen etc. hilft es enorm. Hier nützt es auch viel, wenn man seine Wettbewerber achtet und auch mal lobt .

 

Don’ts:

  1. MAUERN
    Aus der allgemeinen Angst vor Facebook – über die man lange und differenziert diskutieren könnte – resultiert oft die Neigung alles Private aus den unternehmerischen Aktivitäten herauszuhalten. Aber gerade das halte ich für falsch. Lange bevor es Facebook gab, haben erfolgreiche Vertriebler immer betont, wie wichtig das Zwischenmenschliche, das Private für ihren Erfolg ist. Wenn der Generaldirektor in dieselbe Grundschule gegangen ist, dasselbe exotische Hobby pflegt und im selben Krankenhaus Zivildienst gemacht hat, dann ist der Auftrag schon halb in der Tasche. Warum sollten wir diese Erkenntnis nicht auch in Facebook ausnutzen? Wo gerade diese Verknüpfung von privat und geschäftlich viel eleganter und zwangloser gelingen kann, als in den 5 Minuten, in denen man plötzlich im Büro des vorher völlig unbekannten Generaldirektor steht.
  2. SCHLAMPEN
    Wenn die erste Scheu vor Facebook gefallen ist, loten Neulinge gerne aus, was alles so geht. Dabei werden oft unglückliche Fehler gemacht und in der ganzen Begeisterung über die Leichtigkeit des Mediums vergessen, dass Facebook gerade für Unternehmer kein rechtsfreier Raum ist. Die AGBs von Facebook, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb oder das Urheberrecht sollten man schon im Blick haben, wenn auf einmal Gewinnspiele und Sonderangebote in Facebook platziert werden.
  3. GEIZ
    Facebook kostet Zeit und überraschender Weise auch Geld. Hier darf man in der Anfangsphase nicht zu geizig sein. Wie beim Sport wenn noch alles etwas ungelenk und wenig routiniert ist, kostet es halt mehr Kraft und Energie. Man muss sich bewusst sein, dass Facebook eine Investition ist. Aber wenn man ein klares Ziel hat, ist man auch in der Lage zu erkennen, ob sich die Investition lohnt und wo man nach einer Weile nachsteuern und optimieren kann.
  4. STRESS
    Es sind unheimlich viele Menschen mit guten Ratschlägen unterwegs, die einem genau sagen, was man posten soll, wie und wann. Von diesen Ratschlägen darf man sich aber nicht verrückt machen lassen. Man muss sich ausprobieren und seinen Stil finden. Die eigene Position und das eigene Ziel stehen ganz oben. Natürlich sollten man offen sein für Tipps und Hilfestellung – aber entspannt.
  5. UNGLÜCK
    Es ist keine Schande wieder aus Facebook rauszugehen, wenn man feststellt, dass es nicht den erhofften Erfolg bringt oder dass es nicht zum persönlichen Arbeitsstil passt und dass man die Facebook-Arbeit auch nicht an professionelle Kräfte auslagern kann. Wenn das so ist, empfiehlt sich der saubere Ausstieg statt des halbherzigen Weitermachens. Sauber finde ich z.B. wenn auf einer Facebook-Unternehmensseite klar steht, dass man sich gegen Facebook entschieden hat und dass man in einem anderen Medium oder über die eigene Internetseite zu finden ist. Das wird nicht jeder honorieren, aber ist immer noch viel besser als seine Besucher vor einem unaktuellen Facebook-Profil ratlos zurück zu lassen.

Als letztes hab ich dann noch 5 Tipps für Einsteiger vorgestellt. Auch die will ich hier nicht verschweigen.

Tipps:

  1. Bilder – Bilder – Videos
    Facebook ist ein visuelles Medium. Es geht darum seine Ideen, Neuigkeiten und Meinungen in Bilder zu kleiden. Wohl dem, der schöne, vorzeigbare Produkte hat. Videos hingegen sind mit Vorsicht zu genießen. Vielen Nutzern sind sie zu lang und wer seine Nutzer da einmal gelangweilt hat, hat viel Kredit verspielt. Aber da ein Video immer auch ein Standbild mit liefert, spricht nichts gegen wirklich spannende 30 Sekunden Bewegbilder.
  2. Fragen in Posts
    Dass der Dialog das Ziel ist, drückt sich zwar banal aber wirkungsvoll darin aus, dass Fragen wirkungsvoller sind als Aussagen. ‚Mir geht es gut‘ lässt wohl die meisten Nutzer kalt. ‚Bei dem schönen Wetter geh ich erstmal 2 Stunden raus und nicht ins Büro. Wie sieht das bei Euch aus?‘ hat da ganz anderes Potential.
  3. Menschen markieren in Unternehmensposts
    Menschen sind das A und O in Facebook. Nur leider erlaubt Facebook bei Nachrichten von Unternehmensseiten anders als bei persönlichen Posts nicht das einfache Hinzufügen von Personen, die mit dem Ereignis verbunden sind. Aber es gibt einen charmanten Umweg. Das Unternehmen postet einen Betrag mit Bild und ein persönlicher Nutzer fügt dann mittel ‚Markieren‘ dem Bild Personen hinzu.
  4. Go Mobile
    Facebook macht gleich mehr Spaß, geht schneller von der Hand und zeigt mehr Wirkung, wenn man dazu (auch) ein Smartphone einsetzt. Man sammelt mehr Bilder, kann Ideen schneller umsetzen und kann das eine oder andere Zeitfenster sinnvoll nutzen.
  5. b.FAST Workshops
    Ganz zum Schluss einen Tipp, der ein bisschen Werbung in eigener Sache ist. Wir werden in diesem Jahr 4 sogenannte b.FAST-Workshops durchführen, die sich explizit an Facebook-Anfänger richten. In 2 – 2,5 Stunden können die Teilnehmer live eigene Erfahrungen mit Facebook sammeln, ohne sich gleich ein eigenes Facebook-Konto anlegen zu müssen. Wie geht posten, wie geht teilen. Was ist der Unterschied zwischen einem persönlichen Profil und einer Unternehmensseite/Fanpage?Die Termine für die b.FAST-Workshops sind:
  • 15.4.2015
  • 17.6.2015
  • 26.8.2015
  • 25.11.2015

Jeweils von 18.30 bis 21.00 Uhr. Das ganze findet in den Räumen von KMB| in der Biebricher Allee statt. Kosten: 50,- pro Teilnehmer inkl. Getränke. Selbst wenn Sie selbst schon Facebook-Routiniert sind, vielleicht kennen Sie jemanden, dem die b.FAST-Workshops weiter helfen können.

 

Aber natürlich bietet auch der reguläre b.FAST-Stammtisch immer eine Fülle von wertvollen Anregungen von Experten und von aktiven Facebook-Anwendern. Der nächste Stammtisch findet am 8. April 2015 statt. Wie freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme.

Kultur 2.0: Social Media auch bei angestaubten Themen? – So war b.FAST im Oktober

Am 8. Oktober durften wir Frau Dr. Tanja Bernsau bei b.FAST willkommen heißen. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin und untersuchte in ihrer Doktorarbeit den Central Collecting Point Wiesbaden und den Einfluss der Monuments Men auf die deutsche Kulturgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr Studium der Kunstgeschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und BWL hat sie an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität absolviert. Die Themen “Provenienzforschung” und “Cultural Heritage” sind Schwerpunkte in ihrer Forschung.

Dementsprechend erzählte Tanja Bernsau uns ein bisschen was über ihre Arbeit. Für b.FAST besonders interessant daran war, dass sie vor etwa einem Jahr auch ein Blog gestartet hatte, in dem es anfangs primär um die Monuments Men ging – welch glücklicher Zufall, dass genau zu dieser Zeit auch George Clooneys Film zu diesem Thema in die Kinos kam. Sicherlich nicht nur deswegen, aber dadurch natürlich angetrieben, konnte Tanja Bernsau große Erfolge mit ihrem Blog verzeichnen und wurde zu zahlreichen Interviews eingeladen.

Ihren Weg von dem ersten Blog-Post bis heute zeichnete sie in ihrem Vortrag für uns – mit all seinen Höhen und Tiefen. Damit hingen natürlich auch einige andere Plattformen wie beispielsweise Facebook zusammen. So haben wir einen sehr guten Einblick in ihre Strategie bekommen und konnten diese gemeinsam diskutieren, weitere Fragen stellen aber auch den einen oder anderen Vorschlag für die Zukunft machen. Denn auch jetzt ist das Blog sehr aktiv. Nur beschäftigt sich Tanja Bernau nicht mehr nur mit den Monuments Men, sondern auch mit vielen anderen historischen Themen.

Wir danken Dr. Tanja Bernsau noch einmal für ihren spannenden Vortag und freuen uns natürlich auch schon auf den 12. November, wenn wir wieder gemütlich und bei leckerem Essen über alles diskutieren können, was Sie interessiert.