Facebook-§tolperstricke für Unternehmen

Welche Rechtsvorschriften müssen Unternehmen beachten, wenn Sie auf Facebook aktiv werden? Die neueste Werben & Verkaufen Printausgabe (20/2012) enthält eine Übersicht der wichtigsten Punkte, zusammengestellt vom Fachanwalt Georg Fechner.

Grundsätzlich ist der Facebook-Auftritt eines Unternehmens Werbung und unterliegt damit sämtlichen einschlägigen Vorschriften. Privater Stil und Umgangston sollten also nicht dazu verführen, sich als Unternehmen dort – in rechtlicher Hinsicht – wie eine Privatperson zu verhalten. Insbesondere zu beachten sind:

1. Impressumspflicht

Unternehmensseiten unterliegen auch auf Facebook der Impressumspflicht; Fechner empfiehlt, dasselbe Impressum zu verwenden wie für die Unternehmens-Website.

2. Haftung für eigene Inhalte

Hierunter zählen z. B. auch Links auf Youtube, Fotos von Mitarbeitern etc. Grundsätzlich müssen für jeglichen Inhalt  – Texte, Fotos, Grafiken, Filme – die Rechte geklärt sein.

3. Haftung für fremde Inhalte

Für Unternehmen besteht eine strenge Prüfungspflicht für Inhalte, die von Nutzern eingestellt werden. Dabei müssen nicht nur beleidigende oder anderweitig rechtswidrige Posts und Inhalte entfernt werden. Auch die Veröffentlichungsrechte müssen eindeutig sein.

4. Domain

Die Domain www.facebook.com/… mit dem Unternehmensnamen unterliegt dem Markenrecht und kann freigeklagt werden, wenn ein Dritter sie belegt. Besser ist jedoch, sie sich gleich selbst zu sichern.

5. Rechtsfolgen

Mögliche Rechtsfolgen eines Verstoßes sind Unterlassungsansprüche, möglicherweise auch Schadenersatz. Daneben können Auskunftsansprüche bestehen: Das Unternehmen muss belegen können, in welcher Art und welchem Umfang die Seite aufgerufen wurde. Ziemlich sicher können jedenfalls einige Anwaltskosten auflaufen.

Heiter bis wolkig: Neues zu re:publica und Cloud-Computing

Spannende Vorträge gab es wieder beim Webmontag in der Frankfurter Brotfabrik am 14. Mai. Besonders interessant waren ein launiger Rückblick auf die re:publica und eine kurze Übersicht über Pro und Contra des Cloud-Computing.

Der hr Social Media Spezialist Jan Eggers berichtete von seiner “Klassenfahrt” zum großen Round-up der Blogger-Szene (man darf nie nie nie “Netzgemeinde” sagen!):

http://blip.tv/web-montag-frankfurt-am-main/wmfra38_1_re-publica-6147007

Launige Beobachtung am Rande: Retro ist der nächste Trend! Es gibt wieder bedrucktes Papier, und wer wirklich was zu sagen hat, kommt im Anzug. Zu den Inhalten und Diskussionen der re:publica hat übrigens Spiegel Online ein großes Special ins Netz gestellt.

“Ihr seid alle schon drin!” Durch Vor- und Nachteile der sagenhaften Cloud führte anschließend der Technologieanalyst und Journalist René Büst die Besucher:

http://blip.tv/web-montag-frankfurt-am-main/wmfra38_2_cloud-6147122

Das Fazit: Datensicherheit und Datenschutz sind (noch) nicht befriedigend, doch die Vorteile überwiegen. Außerdem sind wir alle, ob wir’s merken oder nicht, schon längst d’rin in der Wolke …

 

2. b.FAST – heiße Themen in neuer Location

Frühlingshaft mild empfing Wiesbaden das runde Dutzend Besucher unseres 2. Live-Stammtischs am Mittwoch, dem 9. Mai. Bunt gemischt und damit ganz im Sinne von b.FAST war der Hintergrund der Besucher – von der Fotografin zum Handwerker, vom IT-Entwickler bis zum Medien-Berater, vom Traffic-Optimierer bis zur Anwältin, von der Immobilienberaterin bis zum Mediendesigner. Allen, die da waren, an dieser Stelle einen herzlichen Dank fürs Kommen und die engagierte Beteiligung!

Einladend präsentierte sich die neue Location: Das Insight in der Taunusstraße 38 ist ein entspannter Mix aus Café, Lifestyle-Boutique und Wohnzimmer in der Stadt. Als besonderen Pluspunkt hatten wir das Insight und seine freundliche Zuwendung mit tollem Service, leckeren Snacks und Getränken für uns allein. So konnten wir uns ungestört auf die Themen und Fragen des Abends konzentrieren. Und daran herrschte kein Mangel …

Timeline oder Deadline

Deutlich im Vordergrund stand bei fast allen das Thema, wie man Facebook und die übrigen sozialen Netzwerke möglichst effektiv, gewinnbringend und vor allem zeitoptimiert nutzen könne. Eine vollständige – und erfolgreiche – Bespielung der sozialen Netze kann schon bis zu 4 Stunden Arbeit pro Tag in Anspruch nehmen. Für viele Berufe und Tätigkeiten ist dies jedoch kaum vorstellbar. Sogar Agenturen, die für Ihre Kunden Online-Präsenz realisieren, kann es schwierig werden, neben der allgemeinen Workload auch noch den eigenen Auftritt zu gestalten. Allerdings gibt es inzwischen auch ein breites Spektrum an Dienstleistern, die entweder die tägliche Betreuung der Accounts und Kanäle direkt übernehmen oder durch automatisierte Verfahren Entlastung schaffen.

Ein Bild für tausend Worte

Ein zweiter Schwerpunkt, der von mehreren Teilnehmern auf unterschiedliche Weise angesprochen wurde, ist die Realisierung eines professionellen Erscheinungsbildes. Manchmal ist ja, wie z. B. auf Xing, das Profilfoto das einzige Bildelement und damit auch der einzige emotionale Anhaltspunkt. Gleichzeitig wissen wir, dass Bilder die am stärksten wahrgenommenen Elemente jeder Präsenz in den sozialen Netzen sind. “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”: Qualität und Professionalität sind also gerade bei diesem Thema besonders wichtig. Interessant war auch zu erfahren, dass Screen-Design inzwischen zu einem großen Teil die Anpassung auf mobile Endgeräte bedeuten kann: Wer SmartPhone & Co. in seinem Online-Auftritt ignoriert, muss schon heute mit Verlusten in der Wahrnehmung rechnen.

Analog und digital – Begegnung zweier Kulturen

Kann auch altehrwürdige Handwerkskunst von den neuen Techniken und Kanälen profitieren? Verändern die Geschwindigkeit und Perfektion digitaler Fotografie unsere Wahrnehmung? Und wie passt die Transparenz der Netze mit dem Erfordernis unbedingter Vertraulichkeit bei vielen beruflichen Tätigkeiten zusammen? Solche Fragen führten zu den lebendigsten Diskussionen des Abends. Und so unterschiedlich sie auch auf den ersten Blick wirken, lassen sie sich doch zu einem gemeinsamen Nenner zusammenführen: Wie verträgt sich die neue, manchmal sehr hektische Online-Welt mit dem gewohnten, analogen “Offline-Leben”?

b.FAST, be there

Auch bei diesem 2. Treffen hatten wir bewusst keinen thematischen Rahmen vorgegeben. Es wäre auch schade gewesen. Die offene und vielseitige Diskussion war so spannend, dass vier Stunden wie im Nu vergingen. Dennoch wollen wir solche interessanten Themen nicht immer nur streifen oder kurz andiskutieren. Spätestens nach der Sommerpause (der nächste b.FAST ist am 13. Juni, der darauf folgende am 8. August) sollen einzelne Fragen oder Schwerpunktthemen im Mittelpunkt der Live-Stammtische stehen. Das könnten die allgemeine Social Media Strategie sein, technische Grundlagen, ein sinnvolles Zeitmanagement, das Design für Facebook & Co. oder ein Ausblick auf die Arbeitswelt der Zukunft. Oder oder oder.

Ihre Themenvorschläge sind dazu sehr willkommen: Schreiben Sie uns hier, in Facebook oder Xing Ihre Wünsche oder Angebote für eine Key Note (maximal 20 Minuten, Screen und Web-Anschluss stehen zur Verfügung)!

14. Social Media Night in Stuttgart: „Abheben ins Museum“

Auch gestern abend war Stuttgart eine Reise wert – nicht wegen des Frühjahrsfests auf dem Cannstatter Wasen, sondern der 14. Auflage der Social Media Night.

Nicola Lörz, Social Media Managerin des Stuttgarter Flughafens präsentierte dessen Social Media Aktivitäten und Strategie. Sebastian Hartmann, Projektleiter Social Media bei publicplan aus Düsseldorf, gab einen Einblick, was bei deutschen Museen so angesagt ist im Bereich Social Media. Beide Vorträge überzeugten durch ihre offene, unprätentiöse und informative Art. Echter Lern- und Mehrwert sympathisch präsentiert!Airport Stuttgart ready for take-off

Beim Stuttgart Airport stehen die Zeichen auf Transparenz so werden natürlich mehrere Kanäle bespielt: Facebook, Twitter und YouTube. Als echtes Highlight empfinde ich aber den öffentlich zugänglichen Mitarbeiter-Blog, der praktisch der permanente Blick hinter die Kulissen ist.

Sebastian Hartmann, alias @MuseumsHeld, bewies dass Museen alles andere als angestaubt und von gestern sind. Vielmehr scheinen sie eine Quelle wirklich kreativer Social Media Aktionen zu sein, die man intensiv beobachten sollte, gerade, wenn man auf der Suche nach neuen Ideen ist – alles bei den bekannt knappen Budgets unserer Kultureinrichtungen. Die persönlichen Highlights des MuseumsHelden sind das NRW-Forum, das Museum Kunstpalast mit seiner Bildpaten-Aktion zur aktuellen El Grece Ausstellung, Mr. N vom Neandertalmuseum und außerhalb von NRW die Schirn mit ihrem Online SchirnMag.

Die Highlights der Twitterwall hat wieder die Stuttgarter Zeitung zusammengefasst.

Also wer im Juni die Zeit findet nach Stuttgart zu fahren, wird sicher belohnt: am 6.6. geht es um Crowdfunding per Social Media und ganz passend ums Social Media der Volksbank Triberg